Aktuelles

Das Kompetenzzentrum Türkei am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht hat eine internationale Plattform zur Diskussion aktueller Fragen des türkischen Rechts ins Leben gerufen. Die einstündigen Seminare bestehen aus einem rund 30-minütigen Vortrag und einer anschließenden Frage- und Diskussionsrunde. Die Auftaktveranstaltung findet am 24. Januar 2022 um 14 Uhr online statt.

Gastvortrag am 16. Dezember 2021 im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Hamburger Vorträge zum chinesischen Recht".

Die Rolle des Privatrechts und des internationalen Privatrechts (IPR) bei der Umsetzung der Agenda 2030 für eine nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen hat lange Zeit kaum Beachtung gefunden. Institutsdirektor Ralf Michaels ist Mitinitiator eines internationalen Forschungsprojekts, das diese Lücke schließen soll. In einem soeben erschienenen Sammelband wird erstmals für jedes der 17 Ziele der Nachhaltigkeitsagenda analysiert, welchen Beitrag das IPR zu seiner Erfüllung leisten kann.

Digital Economy and Inequality (part I)

Transatlantisches Seminar: Consumer Law, Technology and Inequality
09.02.2022 16:00
Online-Veranstaltung

Digital Economy and Inequality (part II)

Transatlantisches Seminar: Consumer Law, Technology and Inequality
16.02.2022 16:00
Online-Veranstaltung

Das Institut

Die Welt wächst immer weiter zusammen: ob europäischer Binnenmarkt, die weltweite Verflechtung multinationaler Wirtschafts- und Finanzunternehmen oder die zunehmende Internationalisierung unseres Alltags. Gleichzeitig stößt unser Recht an Grenzen. Das Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und rechtlichen Herausforderungen der Globalisierung wissenschaftlich zu untersuchen und kritisch zu begleiten.

Die Institutsbibliothek ist mit einem Bestand von 550.000 Medieneinheiten die größte Spezialbibliothek Europas zum ausländischen und internationalen Privatrecht und hinsichtlich ihrer Größe und ihres Serviceangebotes weltweit bekannt und gefragt. Ihr Bestand enthält Fachliteratur aus mehr als 200 Ländern. Ein besonderes Augenmerk wird auf die Beschaffung von Literatur aus schwer zugänglichen Ländern gerichtet, um diese wenigstens an einem Ort der Welt gebündelt zugänglich zu machen.

Neuerscheinungen

Jennifer Trinks, Sonderbeschlüsse stimmrechtsloser Vorzugsaktionäre in der Umwandlung – Zugleich Besprechung des BGH-Urteils vom 23. Februar 2021, II ZR 65/19, Zeitschrift für Unternehmens- und Gesellschaftsrecht 2021, 1010–1024.
Holger Fleischer, Rechtsforminnovationen rund um den Globus, Neue Zeitschrift für Gesellschaftsrecht 2022, 49.
Holger Fleischer, Klimaschutz im Gesellschafts-, Bilanz- und Kapitalmarktrecht, Der Betrieb 2022, 37–45.
Ralf Michaels, Verónica Ruiz Abou-Nigm, Hans van Loon (Hrsg.), The Private Side of Transforming our World, Intersentia, Cambridge 2021, XIV + 574 S.

Mateusz Grochowski, Maciej Taborowski, Effectiveness and EU consumer law: the blurriness in judicial dialogue, in: Federica Casarosa, Madalina Moraru (Hrsg.), The Practice of Judicial Interaction in the Field of Fundamental Rights. The Added Value of the Charter of Fundamental Rights of the EU, Edward Elgar, Cheltenham 2022, 236–257.
Elena Dubovitskaya, Kauf von Waren mit digitalen Elementen: Fortschritt und Rechtsunsicherheit im Verbrauchsgüterkaufrecht, MMR 2022, 3–8.
Dieter Martiny (Hrsg.), Internationales Vertragsrecht – Das internationale Privatrecht der Schuldverträge, 9. Aufl., O. Schmidt, Köln 2022, XLIII + 2351 S.
Dominik Krell, Einführung in das islamische Familienrecht im Gazastreifen (Palästina), Das Standesamt 2021, 369–372.

TopThemen

Im Gesellschaftsrecht trat der Gesetzgeber erst spät auf den Plan. Jahrhundertelang stellten Gründungsurkunden und Vertragswerke sicher, dass alle für den Bestand einer Gesellschaft wesentlichen Regeln verbindlich festgelegt wurden. Von der Rechnungslegung über das Wettbewerbsverbot bis hin zur Strukturierung von Leitungs- und Aufsichtsorganen entstanden so Modelle für spätere gesetzliche Normen.

Allen Menschen ein Leben in Würde zu ermöglichen und zugleich unsere natürlichen Existenzgrundlagen zu erhalten, gehört zu den größten globalen Herausforderungen. Sie kommt in den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen zum Ausdruck. Ein wichtiges Instrument zu ihrer Umsetzung ist das Recht. Institutsdirektor Ralf Michaels hat in Zusammenarbeit mit Veronica Ruiz Abou-Nigm und Hans van Loon ein Forschungsprojekt ins Leben gerufen, das die Rolle des internationalen Privatrechts bei der Verwirklichung der UN-Ziele untersucht.

Forscher*innen aus der ganzen Welt kommen nach Hamburg, um die einzigartige Sammlung der Bibliothek des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Privatrecht zu nutzen. Für unzählige Schriftwerke, darunter viele Doktorarbeiten und Habilitationen, war und ist sie Wissens- und Inspirationsquelle. Als Präsenzbibliothek ist sie auch ein Treffpunkt für den fachlichen Austausch.

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Kann sich islamisches Recht ohne staatlichen Eingriff entwickeln? Die Analyse von Veränderungen im islamischen Recht kann uns helfen, den sozialen und politischen Wandel in der muslimischen Welt zu verstehen. Dominik Krell berichtet von seiner Forschung über Scheidungsrecht in Saudi Arabien.
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