Aktuelles

Antonia Sommerfeld, ehemalige wissenschaftliche Assistentin am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht, wurde am 8. Dezember 2021 von der Hamburgischen Wissenschaftlichen Stiftung und der Edmund Siemers-Stiftung für ihre Dissertation mit dem Werner-von-Melle-Preis ausgezeichnet.

Brooke Marshall, ehemalige wissenschaftliche Referentin am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht, wurde für ihre Dissertation mit dem Preis des Institute of World Business Law der Internationalen Handelskammer ausgezeichnet. Die Verleihung fand am 29. November 2021 in Paris statt.

Seda Palanduz schloss ein Bachelor- und ein Masterstudium der Rechtswissenschaft an der Galatasaray-Universität Istanbul ab und absolvierte 2016 ein LL.M-Studium an der Yale Law School. Derzeit ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung für Wirtschaftsrecht an der juristischen Fakultät der MEF University in Istanbul und Doktorandin an der Galatasaray-Universität. Für ihre Dissertation untersucht sie Fragen zum Eigenkapital in Aktiengesellschaften.

Das Institut

Die Welt wächst immer weiter zusammen: ob europäischer Binnenmarkt, die weltweite Verflechtung multinationaler Wirtschafts- und Finanzunternehmen oder die zunehmende Internationalisierung unseres Alltags. Gleichzeitig stößt unser Recht an Grenzen. Das Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und rechtlichen Herausforderungen der Globalisierung wissenschaftlich zu untersuchen und kritisch zu begleiten.

Die Institutsbibliothek ist mit einem Bestand von 550.000 Medieneinheiten die größte Spezialbibliothek Europas zum ausländischen und internationalen Privatrecht und hinsichtlich ihrer Größe und ihres Serviceangebotes weltweit bekannt und gefragt. Ihr Bestand enthält Fachliteratur aus mehr als 200 Ländern. Ein besonderes Augenmerk wird auf die Beschaffung von Literatur aus schwer zugänglichen Ländern gerichtet, um diese wenigstens an einem Ort der Welt gebündelt zugänglich zu machen.

Neuerscheinungen

Jürgen Samtleben, Internationales Privatrecht in Guatemala, Zeitschrift für vergleichende Rechtswissenschaft 120 (2021), 335–348.
Lena-Maria Möller, Abu Dhabi introduces personal status law for non-Muslim foreigners, shakes up domestic and international family law, 2021, https://conflictoflaws.net/2021/abu-dhabi-introduces-personal-status-law-for-non-muslim-foreigners/, 11.11.2021.
Holger Fleischer, Yannick Chatard, Gesetzliche Zertifizierung nachhaltiger Unternehmen: Die französische "société à mission", Neue Zeitschrift für Gesellschaftsrecht 2021, 1525–1532.
Nadjma Yassari, Marie-Claire Foblets, Diverse Families: A Challenge to Family Law? A Comparative Exercise, in: Nadjma Yassari, Marie-Claire Foblets (Hrsg.), Normativity and Diversity in Family Law: Lessons from Comparative Law (Ius Comparatum – Global Studies in Comparative Law, 57), Springer, Cham 2022, 1–27.

Aneta Wiewiórowska-Domagalska, Mateusz Grochowski, Consumer Law in Poland: Or There and Back Again, in: Hans-W. Micklitz (Hrsg.), The Making of Consumer Law and Policy in Europe, Hart, Oxford 2021, 193–234.
Dieter Martiny, New efforts in judicial cooperation in European child abduction cases, Polski Proces Cywilny 2021, 501–522.
Simon Horn, ZR-Examensklausur zum Sachmangel und zur Nacherfüllung (Diesel-Skandal), JURA – Juristische Ausbildung 2021, 1493–1501.
Nadjma Yassari, Marie-Claire Foblets, Normativity and Diversity in Family Law: Lessons from Comparative Law (Ius Comparatum – Global Studies in Comparative Law, 57), Springer, Cham 2022, VI + 377 S.

TopThemen

Im Gesellschaftsrecht trat der Gesetzgeber erst spät auf den Plan. Jahrhundertelang stellten Gründungsurkunden und Vertragswerke sicher, dass alle für den Bestand einer Gesellschaft wesentlichen Regeln verbindlich festgelegt wurden. Von der Rechnungslegung über das Wettbewerbsverbot bis hin zur Strukturierung von Leitungs- und Aufsichtsorganen entstanden so Modelle für spätere gesetzliche Normen.

Allen Menschen ein Leben in Würde zu ermöglichen und zugleich unsere natürlichen Existenzgrundlagen zu erhalten, gehört zu den größten globalen Herausforderungen. Sie kommt in den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen zum Ausdruck. Ein wichtiges Instrument zu ihrer Umsetzung ist das Recht. Institutsdirektor Ralf Michaels hat in Zusammenarbeit mit Veronica Ruiz Abou-Nigm und Hans van Loon ein Forschungsprojekt ins Leben gerufen, das die Rolle des internationalen Privatrechts bei der Verwirklichung der UN-Ziele untersucht.

Forscher*innen aus der ganzen Welt kommen nach Hamburg, um die einzigartige Sammlung der Bibliothek des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Privatrecht zu nutzen. Für unzählige Schriftwerke, darunter viele Doktorarbeiten und Habilitationen, war und ist sie Wissens- und Inspirationsquelle. Als Präsenzbibliothek ist sie auch ein Treffpunkt für den fachlichen Austausch.

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Kann sich islamisches Recht ohne staatlichen Eingriff entwickeln? Die Analyse von Veränderungen im islamischen Recht kann uns helfen, den sozialen und politischen Wandel in der muslimischen Welt zu verstehen. Dominik Krell berichtet von seiner Forschung über Scheidungsrecht in Saudi Arabien.
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