Aktuelles

Jürgen Samtleben, ehemaliger wissenschaftlicher Referent und Leiter des Lateinamerikareferats am Institut, erhielt am 19. Januar 2022 den Jürgen-Prölss-Preis. Mit ihm würdigt der Fachbereich Rechtswissenschaft der Freien Universität Berlin jedes Jahr wissenschaftliche Leistungen von Jurist*innen in einem außerjuristischen Themenbereich in deutscher Sprache. Jürgen Samtleben wurde für seine Forschung über das Werk von Johann Sebastian Bach ausgezeichnet.

Gastvortrag am 4. Januar 2022 im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Aktuelle Forschung im Internationalen Privatrecht".

Das Kompetenzzentrum Türkei am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht hat eine internationale Plattform zur Diskussion aktueller Fragen des türkischen Rechts ins Leben gerufen. Die einstündigen Seminare bestehen aus einem rund 30-minütigen Vortrag und einer anschließenden Frage- und Diskussionsrunde. Die Auftaktveranstaltung findet am 24. Januar 2022 um 14 Uhr online statt.

Digital Economy and Inequality (part I)

Transatlantisches Seminar: Consumer Law, Technology and Inequality
09.02.2022 16:00
Online-Veranstaltung

Digital Economy and Inequality (part II)

Transatlantisches Seminar: Consumer Law, Technology and Inequality
16.02.2022 16:00
Online-Veranstaltung

Das Institut

Die Welt wächst immer weiter zusammen: ob europäischer Binnenmarkt, die weltweite Verflechtung multinationaler Wirtschafts- und Finanzunternehmen oder die zunehmende Internationalisierung unseres Alltags. Gleichzeitig stößt unser Recht an Grenzen. Das Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und rechtlichen Herausforderungen der Globalisierung wissenschaftlich zu untersuchen und kritisch zu begleiten.

Die Institutsbibliothek ist mit einem Bestand von 550.000 Medieneinheiten die größte Spezialbibliothek Europas zum ausländischen und internationalen Privatrecht und hinsichtlich ihrer Größe und ihres Serviceangebotes weltweit bekannt und gefragt. Ihr Bestand enthält Fachliteratur aus mehr als 200 Ländern. Ein besonderes Augenmerk wird auf die Beschaffung von Literatur aus schwer zugänglichen Ländern gerichtet, um diese wenigstens an einem Ort der Welt gebündelt zugänglich zu machen.

Neuerscheinungen

Jakob Hahn, Das Schadensrecht der Geschäftsleiterhaftung. Schadensbegriff – Verbandsgeldbußenregress – Reputationsschaden – Vorteilsausgleichung (Abhandlungen zum Deutschen und Europäischen Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht, 193), Bucerius Law School Hamburg 2021, Berlin 2022, Doktorarbeit, 333 S.
Lena Salaymeh, Ralf Michaels, Decolonial Comparative Law: A Conceptual Beginning, Rabels Zeitschrift für ausländisches und internationales Privatrecht 86 (2022), 166–188.
Jan Peter Schmidt, Zusammenspiel von Erb-, Insolvenz- und Prozessstatut – Anmerkung zu OGH, 22. Juni 2021 – 10 Ob 42/20 d, Zeitschrift für Familien- und Erbrecht 17 (2022), 48.
Monika Lehner, Ist das Pflichtteilsrecht noch zeitgemäß?, Neue juristische Wochenschrift, NJW-aktuell 52 (2021), 15.

Christa Jessel-Holst, Macedonian civil law before the German courts, Godišnik na pravniot fakultet „Justinijan Prvi“ vo Skopje/Annuaire de la Faculté de droit „Justinianus Primus“ de Skopje vo čest na Gale Galev Bd. 59, Skopje 2021, 125–132.
Jochen Hoffmann, Simon Horn, Die Neuordnung des internationalen Personengesellschaftsrechts, Rabels Zeitschrift für ausländisches und internationales Privatrecht 86 (2022), 65–90.
Jan Peter Schmidt, L'applicazione del Reg. Ue n. 650/2012 nella prassi tedesca, Rivista di diritto civile 67 (2021), 1241–1250.
Jan D. Lüttringhaus, Stefan Korch, Formbedürftigkeit von W&I-Versicherungsverträgen, Wertpapier-Mitteilungen, Zeitschrift für Wirtschafts- und Bankrecht 2022, 1–7.

TopThemen

Traditionelle Vorstellungen von Familie, Ehe und Elternschaft haben in den letzten Jahrzehnten weltweit große Veränderungen erfahren. Gesetze, gelebtes Recht und soziale Realität stehen dabei oft in einem Spannungsverhältnis zueinander. Mit den zivilrechtlichen Entwicklungen in den islamischen Ländern beschäftigt sich am Max-Planck-Institut für Privatrecht seit 2009 die Forschungsgruppe „Das Recht Gottes im Wandel“ unter der Leitung von Nadjma Yassari. Ein aktueller Schwerpunkt ihrer Arbeit ist das Erbrecht.

Im Gesellschaftsrecht trat der Gesetzgeber erst spät auf den Plan. Jahrhundertelang stellten Gründungsurkunden und Vertragswerke sicher, dass alle für den Bestand einer Gesellschaft wesentlichen Regeln verbindlich festgelegt wurden. Von der Rechnungslegung über das Wettbewerbsverbot bis hin zur Strukturierung von Leitungs- und Aufsichtsorganen entstanden so Modelle für spätere gesetzliche Normen.

Allen Menschen ein Leben in Würde zu ermöglichen und zugleich unsere natürlichen Existenzgrundlagen zu erhalten, gehört zu den größten globalen Herausforderungen. Sie kommt in den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen zum Ausdruck. Ein wichtiges Instrument zu ihrer Umsetzung ist das Recht. Institutsdirektor Ralf Michaels hat in Zusammenarbeit mit Veronica Ruiz Abou-Nigm und Hans van Loon ein Forschungsprojekt ins Leben gerufen, das die Rolle des internationalen Privatrechts bei der Verwirklichung der UN-Ziele untersucht.

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Kann sich islamisches Recht ohne staatlichen Eingriff entwickeln? Die Analyse von Veränderungen im islamischen Recht kann uns helfen, den sozialen und politischen Wandel in der muslimischen Welt zu verstehen. Dominik Krell berichtet von seiner Forschung über Scheidungsrecht in Saudi Arabien.
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