Aktuelles


Coronavirus: Update zu den Präventionsmaßnahmen des Instituts

14. Dezember 2020
Die Mitarbeiter*innen und Gäste des Instituts setzen ihre Arbeit im Rahmen des eingeschränkten Präsenzbetriebes fort. Es bestehen weiterhin Zutrittsbeschränkungen zum Institut.

Personengesellschaften im Rechtsvergleich

22. Januar 2021
Holger Fleischer, Direktor am Max-Planck-Institut für Privatrecht, ist der Herausgeber eines soeben erschienenen Handbuchs, das auf rund 500 Seiten das Panorama des vergleichenden Personengesellschaftsrechts entfaltet. Es ist das Ergebnis mehrjähriger internationaler Grundlagenforschung zu dieser Rechtsmaterie in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Juristische Kommentare im internationalen Vergleich

7. Januar 2021
In der deutschen juristischen Literatur ist der Gesetzeskommentar eine zentrale Publikationsform. Geprägt von einer eng mit der Praxis verzahnten Wissenschaft gilt er als typisch deutsches Phänomen. Bislang fehlte es an vergleichender Forschung über die Bedeutung von Kommentaren in anderen Privatrechtsordnungen.

Veranstaltungen


Aktuelle Forschung im Internationalen Privatrecht

Gastvortrag Prof. Dr. Dr. h.c. Dagmar Coester-Waltjen: Von der Staatsangehörigkeits-Anknüpfung zur Berufung der lex loci celebrationis im internationalen Eheschließungs- und Partnerschaftsrecht?
02.02.2021 11:00
Online-Veranstaltung

IPR-Nachwuchstagung

„IPR für eine bessere Welt: Vision – Realität – Irrweg?“
18.03.2021 14:00 - 19.03.2021 16:00
Online-Veranstaltung

Ernst-Rabel-Vorlesung 2021

Gastvortrag Katharina Pistor: Rechtsvergleichung zwischen Transaktionskosten und politischer Ökonomie am Beispiel der Kapitalgesellschaft
17.05.2021 17:00

Das Institut


Institutsportrait

Die Welt wächst immer weiter zusammen: ob europäischer Binnenmarkt, die weltweite Verflechtung multinationaler Wirtschafts- und Finanzunternehmen oder die zunehmende Internationalisierung unseres Alltags. Gleichzeitig stößt unser Recht an Grenzen. Das Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und rechtlichen Herausforderungen der Globalisierung wissenschaftlich zu untersuchen und kritisch zu begleiten.

Profil und Bestand der Bibliothek

Die Institutsbibliothek ist mit einem Bestand von 550.000 Medieneinheiten die größte Spezialbibliothek Europas zum ausländischen und internationalen Privatrecht und hinsichtlich ihrer Größe und ihres Serviceangebotes weltweit bekannt und gefragt. Ihr Bestand enthält Fachliteratur aus mehr als 200 Ländern. Ein besonderes Augenmerk wird auf die Beschaffung von Literatur aus schwer zugänglichen Ländern gerichtet, um diese wenigstens an einem Ort der Welt gebündelt zugänglich zu machen.

Neuerscheinungen


Denise Wiedemann, The European Account Preservation Order, in: Jan von Hein, Thalia Kruger (Hrsg.), Informed Choices in Cross-Border Enforcement, Intersentia, Cambridge 2021, 103–128.
Dieter Martiny, Zuständigkeit sowie Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen und Zusammenarbeit in Unterhaltssachen, in: Stefan Leible, Jörg Philipp Terhechte (Hrsg.), Enzyklopädie Europarecht, Bd. III: Europäisches Rechtsschutz- und Verfahrensrecht, 2. Aufl., Nomos, Baden-Baden 2021, 687–741.
Holger Fleischer, Personengesellschaften im Rechtsvergleich, C.H. Beck, München 2021, XXX + 483 S.
Elke Heinrich, Matthias Pendl, § 2 – Österreich, in: Holger Fleischer (Hrsg.), Personengesellschaften im Rechtsvergleich, C.H. Beck, München 2021, 117–151.

Jan Peter Schmidt, Pflichtteil in Rechtsvergleich und Rechtspolitik, in: Karlheinz Muscheler (Hrsg.), Hereditare – Jahrbuch für Erbrecht und Schenkungsrecht, Bd. 10, Mohr Siebeck, Tübingen 2021, 1–26.
Jan Peter Schmidt, Leandra Kottke, Grenzüberschreitende Erbausschlagung, Zeitschrift für die gesamte erbrechtliche Praxis 2021, 10–18.
Holger Fleischer, Personengesellschaften im Rechtsvergleich: Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft, in: Holger Fleischer (Hrsg.), Personengesellschaften im Rechtsvergleich, C.H. Beck, München 2021, 1–116.
Yannick Chatard, Jennifer Trinks, § 4 – Frankreich, in: Holger Fleischer (Hrsg.), Personengesellschaften im Rechtsvergleich, C.H. Beck, München 2021, 179–223.

TopThemen


Neues Kompetenzzentrum für die Anwendung ausländischen Rechts

Globalisierung, europäischer Binnenmarkt und Migration prägen heute ganz selbstverständlich die Rechtsbeziehungen von Menschen und Unternehmen. Mit der zunehmenden internationalen Verflechtung privater und geschäftlicher Angelegenheiten ist auch die Anzahl grenzüberschreitender Rechtsfälle gewachsen, die vor deutschen Gerichten verhandelt werden. Dass deutsche Richter*innen dabei oft ausländisches Recht anzuwenden haben, ist außerhalb juristischer Fachkreise kaum bekannt. Woher nehmen sie die dafür notwendigen Kenntnisse aus weltweit rund 200 verschiedenen Rechtsordnungen?

Die Frühehe vor dem Grundgesetz

2017 ist in Deutschland das Gesetz zur Bekämpfung von Kinderehen in Kraft getreten, das es Minderjährigen im Inland versagt, eine Ehe zu schließen, und Ehen, die von Minderjährigen im Ausland geschlossen wurden, die Wirksamkeit versagt. Inzwischen steht es verfassungsrechtlich auf dem Prüfstand. Ein Team von Wissenschaftler*innen um Nadjma Yassari und Ralf Michaels hat für das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) eine rechtsvergleichende Stellungnahme verfasst, die das Phänomen der Frühehe im Kontext unterschiedlicher Rechtsordnungen und -kulturen beleuchtet.

Kontroverse um Corona-Folgen

Das Coronavirus befällt nicht nur den menschlichen Organismus, sondern hebt auch ökonomische Prozesse aus den Angeln. Die als „Naturkatastrophe in Zeitlupe“ beschriebene COVID-19-Krise hat alle Bereiche des Wirtschaftslebens erfasst und stellt damit auch viele Rechtsmaterien vor große Herausforderungen. So wird derzeit intensiv darüber gestritten, ob gewerbliche Mieter und Pächter aufgrund weggebrochener Umsätze gegenüber ihren Vermietern und Verpächtern Anspruch auf Zahlungsnachlässe haben.

Social Media & Videos


Wie kommt das Erbe in die richtigen Hände?

Video 6. Januar 2021
Die Abwicklung von Erbschaften ist ein komplexer juristischer Vorgang, besonders in international gelagerten Fällen. Jan Peter Schmidt, Leiter des Kompetenzzentrums für die Anwendung ausländischen Rechts am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht, liefert im Interview bei Latest Thinking mit seiner historisch-vergleichenden Forschung auch Anregungen für den deutschen Gesetzgeber.
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