Aktuelles

Comparative Law in Action: Applying Foreign Law in German Courts
Im Max Planck Lawcast spricht Jan Peter Schmidt, Leiter des Kompetenzzentrums für die Anwendung ausländischen Rechts, über die langjährige Tradition des Max-Planck-Instituts für Privatrecht, Gutachten zum ausländischen Recht für deutsche Gerichte zu erstellen.
Changing Families, Changing Family Law in Europe
Was ist eine Familie? Die Antwort auf diese Frage ist im Wandel und wird immer vielfältiger. Denise Wiedemann, wissenschaftliche Referentin, und Konrad Duden, ehemaliger wissenschaftlicher Referent am Institut, haben einen Sammelband herausgegeben, der diesen Wandel aufgreift.
Der Preis der Verführung

Der Preis der Verführung

16. Februar 2024
Zwischen 1857 und 1970 gab es im englischen Recht eine Schadensersatzklage, die bei ausländischen Beobachtern größtes Befremden hervorrief. Die gesetzliche Schadensersatzklage wegen Ehebruchs eröffnete Ehemännern die Möglichkeit, die Geliebten ihrer Ehefrauen auf Geldersatz in Anspruch zu nehmen. Eike Götz Hosemann, ehemaliger wissenschaftlicher Referent am Institut, hat in seiner Dissertation die Geschichte dieser berüchtigten Klage untersucht.

Neuerscheinungen

Sammelwerk
Konrad Duden, Denise Wiedemann (Hrsg.), Changing Families, Changing Family Law in Europe (European family law series, 55), Intersentia, Cambridge 2024, XXI + 362 S.
Zeitschriftenartikel
Holger Fleischer, Matthias Pendl, Die Flexible Kapitalgesellschaft als österreichische Rechtsformneuschöpfung: Genese – Grundlagen – Gesamtwürdigung, GmbH Rundschau 2024, 174–187.
Entscheidungsanmerkung
Anne Röthel, Rechtsgeschäftliche Geschlechterklauseln konventionswidrig! Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 5. Juli 2022, Zeitschrift für Europäisches Privatrecht 2024, 208–221.
Zeitschriftenartikel
Reinhard Zimmermann, Zu guter Letzt: Blaubuch, Zeitschrift für Europäisches Privatrecht 2024, 251–252.
Zeitschriftenartikel
Holger Fleischer, Felix Konstantin Bassier, Die Informationsordnung im BGB-Gesellschaftsrecht nach dem MoPeG, Der Betrieb 2024, 305–315.
Beitrag in Handbuch
Andrey Shirvindt, Former Soviet States of Eastern Europe, Caucasus and Central Asia, in: Mathias Siems, Po Jen Yap (Hrsg.), The Cambridge Handbook of Comparative Law, Cambridge University Press, Cambridge 2024, 275–301.

Das Institut

Institutsportrait
Die Welt wächst immer weiter zusammen: ob europäischer Binnenmarkt, die weltweite Verflechtung multinationaler Wirtschafts- und Finanzunternehmen oder die zunehmende Internationalisierung unseres Alltags. Gleichzeitig stößt unser Recht an Grenzen. Das Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und rechtlichen Herausforderungen der Globalisierung wissenschaftlich zu untersuchen und kritisch zu begleiten.
Profil und Bestand der Bibliothek
Die Institutsbibliothek ist mit einem Bestand von 550.000 Medieneinheiten die größte Spezialbibliothek Europas zum ausländischen und internationalen Privatrecht und hinsichtlich ihrer Größe und ihres Serviceangebotes weltweit bekannt und gefragt. Ihr Bestand enthält Fachliteratur aus mehr als 200 Ländern. Ein besonderes Augenmerk wird auf die Beschaffung von Literatur aus schwer zugänglichen Ländern gerichtet, um diese wenigstens an einem Ort der Welt gebündelt zugänglich zu machen.

TopThemen

Anne Röthel ist neue Institutsdirektorin
Private Law Gazette 2/2022 - Chinas wirtschaftliche und politische Stellung erfordert wissenschaftliche Antworten, die sprachliche und kulturelle Grenzen überwinden. Während aktuell viel vom wachsenden Bedarf an China-Kompetenz die Rede ist, blickt das Institut auf eine lange Tradition der Erforschung des chinesischen Zivilrechts zurück.
Forschen in Sicherheit und Freiheit
Private Law Gazette 1/2023 – Wenn Verfolgung, Krieg oder Katastrophen das Leben unsicher machen, ist an die Fortsetzung wissenschaftlicher Arbeit oft kaum oder gar nicht mehr zu denken. Das Institut bietet mehreren Wissenschaftler*innen, in deren Herkunftsländern besondere Gefahrenlagen herrschen, mit verschiedenen Programmen die Möglichkeit, ihrer Forschung weiter nachzugehen. Drei von ihnen schildern ihre aktuellen Perspektiven.
Selbstreflexion im Gesellschaftsrecht. Zwischenbilanz und Blick nach vorne
Diskursanalysen haben in der Wissenschaft eine lange Tradition. Im Rahmen seiner Forschung zum „Mikrokosmos Gesellschaftsrecht“ unternimmt Holger Fleischer eine Standortbestimmung des Gesellschaftsrechts als akademische Disziplin. Unter Verweis auf Pierre Bourdieu hält er fest, dass die kritische Auseinandersetzung mit disziplinspezifischen Denk- und Forschungstraditionen eine notwendige Bedingung jeder wissenschaftlichen Arbeit bildet.
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