Aktuelles

Der Tätigkeitsbericht 2020 liegt vor

Der aktuelle Tätigkeitsbericht des Max-Planck-Instituts für Privatrecht gibt einen Überblick über Forschungsprojekte, Veröffentlichungen und Publikationen sowie die wissenschaftlichen Veranstaltungen im Jahr 2020.

AGB-Reform und Rechtsflucht

6. September 2021
Antonia Sommerfeld, ehemalige wissenschaftliche Assistentin am Max-Planck-Institut für Privatrecht, hinterfragt in ihrer Dissertation das Risiko einer Rechtsflucht, das als Grund für eine Liberalisierung des deutschen Rechts der allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) im unternehmerischen Rechtsverkehr geltend gemacht wird. Für ihre Arbeit, mit der sie 2020 an der Universität Hamburg promovierte, wurde sie mit dem Förderpreis der Esche Schümann Commichau Stiftung ausgezeichnet.

Justin Monsenepwo an die Université de Montréal berufen

12. August 2021
Justin Monsenepwo Mwakwaye, ehemaliger wissenschaftlicher Referent am Institut, ist seit 1. August 2021 University Lecturer an der kanadischen Université de Montréal. Er wird dort schwerpunktmäßig im Bereich des internationalen Wirtschaftsprivatrechts forschen und Wirtschaftsvertragsrecht lehren.

Consumer Financial Services and Inequality

Transatlantisches Seminar: Consumer Law, Technology and Inequality
10.11.2021
Online-Veranstaltung

Sportverbände und Menschenrechte – Zur Rolle von Corporate Social Responsibility und Athletenvereinigungen

Symposium des Forums für Internationales Sportrecht
22.11.2021 17:00 - 20:00

Das Institut

Institutsportrait

Die Welt wächst immer weiter zusammen: ob europäischer Binnenmarkt, die weltweite Verflechtung multinationaler Wirtschafts- und Finanzunternehmen oder die zunehmende Internationalisierung unseres Alltags. Gleichzeitig stößt unser Recht an Grenzen. Das Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und rechtlichen Herausforderungen der Globalisierung wissenschaftlich zu untersuchen und kritisch zu begleiten.

Profil und Bestand der Bibliothek

Die Institutsbibliothek ist mit einem Bestand von 550.000 Medieneinheiten die größte Spezialbibliothek Europas zum ausländischen und internationalen Privatrecht und hinsichtlich ihrer Größe und ihres Serviceangebotes weltweit bekannt und gefragt. Ihr Bestand enthält Fachliteratur aus mehr als 200 Ländern. Ein besonderes Augenmerk wird auf die Beschaffung von Literatur aus schwer zugänglichen Ländern gerichtet, um diese wenigstens an einem Ort der Welt gebündelt zugänglich zu machen.

Neuerscheinungen

Philipp Scholz, Haftungsbegründende und haftungsausfüllende Kausalität im Zivil- und Zivilprozessrecht, Juristische Schulung 2021, 914–917.
Antonia Sommerfeld, AGB-Reform und Rechtsflucht. Bedeutung der Rechtsflucht für die AGB-Reformdebatte im unternehmerischen Rechtsverkehr (Studien zum ausländischen und internationalen Privatrecht, 473), Universität Hamburg 2020/21, Tübingen 2021, Doktorarbeit, XXX + 463 S.
Klaus J. Hopt, Patrick C. Leyens, The structure of the board of directors: boards and governance strategies in the US, the UK and Germany, in: Afra Afsharipour, Martin Gelter (Hrsg.), Comparative Corporate Governance, Elgar, Cheltenham 2021, 116–143.
Katolickiego Uniwersytetu Lubelskiego Jana Pawła II (Hrsg.), Professor Reinhard Zimmermann, Doktor Honoris Causa, Katolickiego Uniwersytetu Lubelskiego Jana Pawła II, Lublin 2021, 98 S.

Philipp Scholz, §§ 58 - 62 WpHG (Organisationspflichten von Datenbereitstellungsdiensten), in: Christoph Seibt, Petra Buck-Heeb, Rafael Harnos (Hrsg.), Beck’scher Online-Kommentar (BeckOK) zum Wertpapierhandelsrecht, 1. Aufl., C.H. Beck, München 2021.
Ulrich Magnus, Grünes Gold – Kaufverträge über brasilianische Edelholzbäume, Internationales Handelsrecht 2021, 133–144.
Jürgen Samtleben, Ein karibisches IPR-Modell – das dominikanische Gesetz von 2014, Praxis des Internationalen Privat- und Verfahrensrechts 2021, 484–490.
Stefan Korch, Anmerkung zu BAG, 27. April 2021 – 2 AZR 342/20 (Überlassung einer Datenkopie – Bestimmtheit des Klageantrags), Recht Digital 2021, 447–448.

TopThemen

Die Institutsbibliothek: Labor und Kommunikationsraum für die internationale Spitzenforschung

Forscher*innen aus der ganzen Welt kommen nach Hamburg, um die einzigartige Sammlung der Bibliothek des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Privatrecht zu nutzen. Für unzählige Schriftwerke, darunter viele Doktorarbeiten und Habilitationen, war und ist sie Wissens- und Inspirationsquelle. Als Präsenzbibliothek ist sie auch ein Treffpunkt für den fachlichen Austausch.

Corporate Purpose aus gesellschaftsrechtlicher Sicht

Eine Unternehmensphilosophie sucht nach neuen juristischen Lösungen: Brauchen moderne Unternehmen einen Existenzgrund, der über die reine Gewinnorientierung hinausgeht? Viele Vorstände im In- und Ausland folgen heute dem sogenannten Corporate-Purpose-Konzept. Es wird von führenden Stimmen aus der Managementlehre empfohlen und dient dazu, den erkennbaren Sinn und inneren Antrieb eines Unternehmens zu ermitteln. Eine grundlegende Neuausrichtung unternehmerischer Tätigkeit scheint sich abzuzeichnen.

Dekoloniale Rechtsvergleichung

Unsere Moderne hat sich, bewusst oder unbewusst, vor dem Hintergrund der Kolonialität gebildet, der sie als dunkle Kehrseite begleitet. Diese Hintergründe aufzuspüren und nach Möglichkeit ihre negativen Folgen zu überwinden, ist ein Postulat in vielen wissenschaftlichen Disziplinen. Institutsdirektor Ralf Michaels will in einem langfristig angelegten Projekt einen solchen Schritt für die Rechtsvergleichung gehen.

Social Media & Videos

Podiumsdiskussion "Der Code des Kapitals"

Video 11. Mai 2021
Podiumsdiskussion zum Buch „Der Code des Kapitals: Wie das Recht Reichtum und Ungleichheit schafft“ (Suhrkamp, 2020) vom 11.05.2021. Es diskutierten die Autorin Prof. Dr. Katharina Pistor (Edwin B. Parker Professor of Comparative Law und Direktorin des Center on Global Legal Transformation an der Law School der Columbia University in New York), Prof. Dr. Hans-Bernd Schäfer (Affiliate Professor an der Bucerius Law School in Hamburg) und Institutsdirektor Prof. Dr. Ralf Michaels. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Hamburger Institut für Sozialforschung statt.
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