Aktuelles


Coronavirus: Update zu den Präventionsmaßnahmen des Instituts

14. Dezember 2020
Die Mitarbeiter*innen und Gäste des Instituts setzen ihre Arbeit im Rahmen des eingeschränkten Präsenzbetriebes fort. Es bestehen weiterhin Zutrittsbeschränkungen zum Institut.

Juristische Kommentare im internationalen Vergleich

7. Januar 2021
In der deutschen juristischen Literatur ist der Gesetzeskommentar eine zentrale Publikationsform. Geprägt von einer eng mit der Praxis verzahnten Wissenschaft gilt er als typisch deutsches Phänomen. Bislang fehlte es an vergleichender Forschung über die Bedeutung von Kommentaren in anderen Privatrechtsordnungen.

Wie kommt das Erbe in die richtigen Hände?

Video 6. Januar 2021
Die Abwicklung von Erbschaften ist ein komplexer juristischer Vorgang, besonders in international gelagerten Fällen. Jan Peter Schmidt, Leiter des Kompetenzzentrums für die Anwendung ausländischen Rechts am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht, liefert im Interview bei Latest Thinking mit seiner historisch-vergleichenden Forschung auch Anregungen für den deutschen Gesetzgeber.

Veranstaltungen


Ernst-Rabel-Vorlesung

Gastvortrag Katharina Pistor: Rechtsvergleichung zwischen Transaktionskosten und politischer Ökonomie am Beispiel der Kapitalgesellschaft
17.05.2021 17:00

Das Institut


Institutsportrait

Die Welt wächst immer weiter zusammen: ob europäischer Binnenmarkt, die weltweite Verflechtung multinationaler Wirtschafts- und Finanzunternehmen oder die zunehmende Internationalisierung unseres Alltags. Gleichzeitig stößt unser Recht an Grenzen. Das Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und rechtlichen Herausforderungen der Globalisierung wissenschaftlich zu untersuchen und kritisch zu begleiten.

Profil und Bestand der Bibliothek

Die Institutsbibliothek ist mit einem Bestand von 550.000 Medieneinheiten die größte Spezialbibliothek Europas zum ausländischen und internationalen Privatrecht und hinsichtlich ihrer Größe und ihres Serviceangebotes weltweit bekannt und gefragt. Ihr Bestand enthält Fachliteratur aus mehr als 200 Ländern. Ein besonderes Augenmerk wird auf die Beschaffung von Literatur aus schwer zugänglichen Ländern gerichtet, um diese wenigstens an einem Ort der Welt gebündelt zugänglich zu machen.

Neuerscheinungen


Moritz Bälz, Marc Dernauer, Ruth Effinowicz, Gabriele Koziol, 25 Jahre ZJapanR: Ein Dank an Harald Baum, Zeitschrift für Japanisches Recht 50 (2020), 1–5.
Holger Fleischer, Yannick Chatard, La comparaison de lʼUnternehmensinteresse et de lʼintérêt social, in: Hervé Le Nabasque, Jean-Marc Moulin, Jacques Moury, Anastasia Sotiropoulou (Hrsg.), Un juriste pluriel. Mélanges en lʼhonneur dʼAlain Couret, Dalloz, Paris 2020, 515–532.
Klaus J. Hopt, Axel von Werder, Aufseher im Aufsichtsrat – Governanceprobleme und Regulierungsansätze (am Beispiel des Enforcement der Rechnungslegung), in: Gregor Bachmann, Stefan Grundmann, Anja Mengel, Kaspar Krolop (Hrsg.), Festschrift für Christine Windbichler zum 70. Geburtstag, De Gruyter, Berlin 2020, 775–798.
Elena Dubovitskaya, Gesetzentwurf zur Einführung von elektronischen Wertpapieren: ein zaghafter Schritt nach vorn, Zeitschrift für Wirtschaftsrecht 2020, 2551–2561.

Ruth Effinowicz, Kollektiv erschwerter Zugang zur Universität – kollektiv erleichterter Zugang zum Gericht. Die erste Entscheidung über eine Verbrauchergruppenklage, Zeitschrift für Japanisches Recht 50 (2020), 95–131.
Ralf Michaels, Rechtliches Wissen in der Krise – Eine Zeitkapsel, in: Gregor Bachmann, Stefan Grundmann, Anja Mengel, Kaspar Krolop (Hrsg.), Festschrift für Christine Windbichler zum 70. Geburtstag, De Gruyter, Berlin 2020, 97–118.
Holger Fleischer, Jannik Lucas Maas, Börsennotierte Familienunternehmen: Rechtliche Grundlagen und Gestaltungsoptionen, Der Betrieb 2021, 51–60.
Denise Wiedemann, Understanding and Interpreting the Succession Regulation through its National Origins, in: Jens Scherpe, Elena Bargelli (Hrsg.), The Interaction between Family Law, Succession Law and Private International Law, Intersentia, Cambridge 2021, 139–154.

TopThemen


Die Frühehe vor dem Grundgesetz

2017 ist in Deutschland das Gesetz zur Bekämpfung von Kinderehen in Kraft getreten, das es Minderjährigen im Inland versagt, eine Ehe zu schließen, und Ehen, die von Minderjährigen im Ausland geschlossen wurden, die Wirksamkeit versagt. Inzwischen steht es verfassungsrechtlich auf dem Prüfstand. Ein Team von Wissenschaftler*innen um Nadjma Yassari und Ralf Michaels hat für das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) eine rechtsvergleichende Stellungnahme verfasst, die das Phänomen der Frühehe im Kontext unterschiedlicher Rechtsordnungen und -kulturen beleuchtet.

Kontroverse um Corona-Folgen

Das Coronavirus befällt nicht nur den menschlichen Organismus, sondern hebt auch ökonomische Prozesse aus den Angeln. Die als „Naturkatastrophe in Zeitlupe“ beschriebene COVID-19-Krise hat alle Bereiche des Wirtschaftslebens erfasst und stellt damit auch viele Rechtsmaterien vor große Herausforderungen. So wird derzeit intensiv darüber gestritten, ob gewerbliche Mieter und Pächter aufgrund weggebrochener Umsätze gegenüber ihren Vermietern und Verpächtern Anspruch auf Zahlungsnachlässe haben.

Testierfreiheit versus familiäre Solidarität – Woher kommt das Pflichtteilsrecht?

Erblasser*innen können per Testament oder Erbvertrag selbst bestimmen, wer sie in welchem Umfang beerbt. Sofern es keinen erklärten letzten Willen gibt, greift die gesetzliche Erbfolge ein. Die Verfügungsmacht über den eigenen Nachlass ist jedoch beschränkt. Was heute als ‚Pflichtteil‘ bezeichnet wird, gründet auf einer langen Tradition.

Social Media & Videos


Pandemie-Gesetz als Wegweiser für die Digitalisierung?

Video 30. November 2020
Die Gesetzgebung zu Covid-19 hat es deutschen Aktiengesellschaften erstmals ermöglicht, Hauptversammlungen zur Gänze online abzuhalten. Priv.-Doz. Elena Dubovitskaya, wissenschaftliche Referentin am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht, erklärt im Interview bei Latest Thinking, welche Herausforderungen und Chancen sich daraus ergeben.
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