Aktuelles

Privatrechtsvergleichung, Handels- und Kapitalmarktrecht, internationales Privatrecht – drei für die Forschung am Max-Planck-Institut für Privatrecht maßgebliche Disziplinen. Sie waren Gegenstand der gemeinsam mit dem Hamburger Institut für Sozialforschung (HIS) abgehaltenen Podiumsdiskussion „Der Code des Kapitals“.

Bevor Marina Murko 2019 das Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Wien abschloss, erlangte sie einen Abschluss in European Social and Political Studies am University College London (UCL) und absolvierte ein Auslandsjahr an der Universität Leiden.

Unser Magazin erscheint zweimal im Jahr. Das Abonnement ist kostenfrei. Eine aktuelle Auswahl der Köpfe, Themen und Geschichten aus unserer Forschung finden Sie hier.

Das Institut

Die Welt wächst immer weiter zusammen: ob europäischer Binnenmarkt, die weltweite Verflechtung multinationaler Wirtschafts- und Finanzunternehmen oder die zunehmende Internationalisierung unseres Alltags. Gleichzeitig stößt unser Recht an Grenzen. Das Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und rechtlichen Herausforderungen der Globalisierung wissenschaftlich zu untersuchen und kritisch zu begleiten.

Die Institutsbibliothek ist mit einem Bestand von 550.000 Medieneinheiten die größte Spezialbibliothek Europas zum ausländischen und internationalen Privatrecht und hinsichtlich ihrer Größe und ihres Serviceangebotes weltweit bekannt und gefragt. Ihr Bestand enthält Fachliteratur aus mehr als 200 Ländern. Ein besonderes Augenmerk wird auf die Beschaffung von Literatur aus schwer zugänglichen Ländern gerichtet, um diese wenigstens an einem Ort der Welt gebündelt zugänglich zu machen.

Neuerscheinungen

Holger Fleischer, Ein erstes Rechtskleid für die Decentralized Autonomous Organization: Die Wyoming DAO LLC – Vorbild auch für Deutschland?, Zeitschrift für Wirtschaftsrecht 2021, 2205–2214.
Philipp Schlüter, Rückabwicklung und Selbstbestimmung (Freiburger Rechtswissenschaftliche Abhandlungen, 28), Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau 2020, Tübingen 2021, Doktorarbeit, XVIII + 464 S.
Reinhard Zimmermann, Juristische Bücher des Jahres – Eine Leseempfehlung, Juristenzeitung 2021, 991–997 (als Koordinator eines Kollegenkreises).
Jürgen Basedow, International Transport Conventions and the European Union, in: Magdalena Pfeiffer, Jan Brodec, Petr Bříza, Marta Zavadilová (Hrsg.), Liber Amicorum Monika Pauknerová, Wolters Kluwer, Praha 2021, 11–26.

Holger Fleischer, Herbert Wiedemann (1932 – 2021), Neue Zeitschrift für Gesellschaftsrecht 2021, 1447–1448.
Stefan Korch, Vertragsrecht in der Datenökonomie – Datenprivatrecht zwischen europäischem Datenschutz und technischer Realität, Zeitschrift für Europäisches Privatrecht 2021, 792–820.
Philipp Scholz, Beschränkung der unbeschränkten Vertretungsmacht des Vereins- und Stiftungsvorstands, Zeitschrift für das Recht der Non Profit Organisationen 2021, 289–292.
Knut Benjamin Pißler (Übers.), Erläuterungen des Obersten Volksgerichts zu Fragen der Rechtsanwendung bei der Behandlung von Streitfällen zu Kaufverträgen, Zeitschrift für chinesisches Recht 2021, 207–215.

TopThemen

Im Gesellschaftsrecht trat der Gesetzgeber erst spät auf den Plan. Jahrhundertelang stellten Gründungsurkunden und Vertragswerke sicher, dass alle für den Bestand einer Gesellschaft wesentlichen Regeln verbindlich festgelegt wurden. Von der Rechnungslegung über das Wettbewerbsverbot bis hin zur Strukturierung von Leitungs- und Aufsichtsorganen entstanden so Modelle für spätere gesetzliche Normen.

Allen Menschen ein Leben in Würde zu ermöglichen und zugleich unsere natürlichen Existenzgrundlagen zu erhalten, gehört zu den größten globalen Herausforderungen. Sie kommt in den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen zum Ausdruck. Ein wichtiges Instrument zu ihrer Umsetzung ist das Recht. Institutsdirektor Ralf Michaels hat in Zusammenarbeit mit Veronica Ruiz Abou-Nigm und Hans van Loon ein Forschungsprojekt ins Leben gerufen, das die Rolle des internationalen Privatrechts bei der Verwirklichung der UN-Ziele untersucht.

Forscher*innen aus der ganzen Welt kommen nach Hamburg, um die einzigartige Sammlung der Bibliothek des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Privatrecht zu nutzen. Für unzählige Schriftwerke, darunter viele Doktorarbeiten und Habilitationen, war und ist sie Wissens- und Inspirationsquelle. Als Präsenzbibliothek ist sie auch ein Treffpunkt für den fachlichen Austausch.

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Kann sich islamisches Recht ohne staatlichen Eingriff entwickeln? Die Analyse von Veränderungen im islamischen Recht kann uns helfen, den sozialen und politischen Wandel in der muslimischen Welt zu verstehen. Dominik Krell berichtet von seiner Forschung über Scheidungsrecht in Saudi Arabien.
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