Aktuelles


Coronavirus: Update zu den Präventionsmaßnahmen des Instituts

13. Oktober 2020

Die Mitarbeiter*innen und Gäste des Instituts setzen ihre Arbeit im Rahmen des eingeschränkten Präsenzbetriebes fort. Es bestehen weiterhin Zutrittsbeschränkungen zum Institut. Die Stipendienvergaben für 2021 sind ausgesetzt.

Nadjma Yassari in den Beirat Zivile Krisenprävention der Bundesregierung berufen

6. Oktober 2020

Priv.-Doz. Dr. Nadjma Yassari, wissenschaftliche Referentin und Leiterin der Forschungsgruppe "Das Recht Gottes im Wandel – Rechtsvergleichung im Familien- und Erbrecht islamischer Länder" am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht, ist im September 2020 vom Auswärtigen Amt in den Beirat Zivile Krisenprävention der Bundesregierung berufen worden.

Private Law Gazette 1/2020

Von den Grenzen der Testierfreiheit über den interdisziplinären Dialog mit den Gender Studies bis hin zu den Rechtsfolgen des Coronavirus – die Themen der neuen Ausgabe der Private Law Gazette sind so vielfältig wie unsere Forschung. Nachdem die Frühjahrsnummer unseres Newsletters pandemiebedingt nicht erscheinen konnte, gibt es jetzt eine etwas umfangreichere Jahresausgabe für 2020. Hier geht es zum Abo und zur Online-Version.

Veranstaltungen


Symposium des Forums für Internationales Sportrecht

Thema: Sportverbände und Menschenrechte – zur Rolle von Corporate Social Responsibility und Athletenvereinigungen
23.11.2020 17:00 - 20:00

Das Institut


Institutsportrait

Die Welt wächst immer weiter zusammen: ob europäischer Binnenmarkt, die weltweite Verflechtung multinationaler Wirtschafts- und Finanzunternehmen oder die zunehmende Internationalisierung unseres Alltags. Gleichzeitig stößt unser Recht an Grenzen. Das Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und rechtlichen Herausforderungen der Globalisierung wissenschaftlich zu untersuchen und kritisch zu begleiten.

Profil und Bestand der Bibliothek

Die Institutsbibliothek ist mit einem Bestand von 550.000 Medieneinheiten die größte Spezialbibliothek Europas zum ausländischen und internationalen Privatrecht und hinsichtlich ihrer Größe und ihres Serviceangebotes weltweit bekannt und gefragt. Ihr Bestand enthält Fachliteratur aus mehr als 200 Ländern. Ein besonderes Augenmerk wird auf die Beschaffung von Literatur aus schwer zugänglichen Ländern gerichtet, um diese wenigstens an einem Ort der Welt gebündelt zugänglich zu machen.

Neuerscheinungen


Knut Benjamin Pißler, Der Partnerschaftsvertrag im Entwurf des chinesischen Zivilgesetzbuches: Vollendung des unvollständigen Mosaiks des Personengesellschaftsrechts?, in: Stefan Grundmann, Hanno Merkt, Peter O. Mülbert (Hrsg.), Festschrift für Klaus J. Hopt zum 80. Geburtstag am 24. August 2020, De Gruyter, Berlin 2020, 923–941.
Philipp Irmscher, Jonas Kranz, Informationsfreiheitsgesetz und das BKartA – private vs. public enforcement als behördlicher "Albtraum" vor dem VG Köln, NZKart - Neue Zeitschrift für Kartellrecht 2020, 525–528.
Elke Heinrich, Matthias Pendl, Kontoüberziehungen und internationales Privatrecht, BKR - Zeitschrift für Bank- und Kapitalmarktrecht 2020, 374–381.
Ralf Michaels, O Direito Marginal, in: Inez Lopes Matos Carneiro de Farias, Valesca Raizer Borges Moschen (Hrsg.), Desafios do Direito Internacional privado na sociedade contemporanea (Challenges of Private International Law in Contemporary Society), Lumen Juris, Rio de Janeiro 2020, 1–24.

Jürgen Basedow, Интервью с проф. Юргеном Базедовым (Prof. Jürgen Basedow), Почетным директором Института сравнительного и международного частного права Макса Планка, членом Института международного права (Institut de Droit International), Interview mit Prof. Dr. Jürgen Basedow, Kommertscheskij Arbitrage – Commercial Arbitration 4, 2 (2020), 227–240.
Knut Benjamin Pißler, Benjamin Julius Groth, Arthur Helwich, Lingjing Sun, Bibliography of Academic Writings in the Field of Chinese Law in Western Languages in 2019, Zeitschrift für chinesisches Recht 27 (2020), 170–195.
Mateusz Grochowski, Towards a Renaissance of Price Control in Contract Law? Preliminary Observations on COVID-19 and Price Regulation on Consumer Market, in: Ewoud Hondius, Marta Santos Silva, Andrea Nicolussi, Pablo Salvador Coderch, Christiane Wendehorst, Fryderyk Zoll (Hrsg.), Coronavirus and the Law in Europe, Intersentia, Cambridge 2020, 
Raphael de Barros Fritz, Die kollisionsrechtliche Qualifikation erbrechtlicher Bestimmungen, die die Auswirkungen des Hinzukommens (übergangener) Kinder auf Testamente regeln, Zeitschrift für die Steuer- und Erbrechtspraxis 2020, 358–361.

TopThemen


Kontroverse um Corona-Folgen

Das Coronavirus befällt nicht nur den menschlichen Organismus, sondern hebt auch ökonomische Prozesse aus den Angeln. Die als „Naturkatastrophe in Zeitlupe“ beschriebene COVID-19-Krise hat alle Bereiche des Wirtschaftslebens erfasst und stellt damit auch viele Rechtsmaterien vor große Herausforderungen. So wird derzeit intensiv darüber gestritten, ob gewerbliche Mieter und Pächter aufgrund weggebrochener Umsätze gegenüber ihren Vermietern und Verpächtern Anspruch auf Zahlungsnachlässe haben.

Testierfreiheit versus familiäre Solidarität – Woher kommt das Pflichtteilsrecht?

Erblasser*innen können per Testament oder Erbvertrag selbst bestimmen, wer sie in welchem Umfang beerbt. Sofern es keinen erklärten letzten Willen gibt, greift die gesetzliche Erbfolge ein. Die Verfügungsmacht über den eigenen Nachlass ist jedoch beschränkt. Was heute als ‚Pflichtteil‘ bezeichnet wird, gründet auf einer langen Tradition.

Europäische Grundwerte unter Druck – Schutz der Justiz vor parteipolitischer Einflussnahme

Angriffe auf die Rechtsstaatlichkeit lassen sich in vielen demokratisch verfassten Staaten beobachten. Zu ihnen gehören auch Mitglieder der Europäischen Union. Ihr Ziel sind häufig die Gerichte. Die nationalkonservative Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) in Polen liegt wegen ihrer Justizreformen seit Jahren im Streit mit Brüssel.

Social Media & Videos


Interview zu "Charity with Chinese Characteristics"

Video 24. August 2020

In einem Gemeinschaftsprojekt haben Knut Benjamin Pißler, Leiter des Kompetenzzentrums China und Korea am Institut, und Katja Levy (TU Berlin) erstmals die Situation gemeinnütziger Stiftungen in China untersucht, insbesondere deren Rolle in dem autoritären politischen System Chinas. Die Ergebnisse der Studie liegen unter dem Titel „Charity with Chinese Characteristics“ vor.

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