Aktuelles


Coronavirus: Update zu den Präventionsmaßnahmen des Instituts

13. Oktober 2020

Die Mitarbeiter*innen und Gäste des Instituts setzen ihre Arbeit im Rahmen des eingeschränkten Präsenzbetriebes fort. Es bestehen weiterhin Zutrittsbeschränkungen zum Institut. Die Stipendienvergaben für 2021 sind ausgesetzt.

Pandemie-Gesetz als Wegweiser für die Digitalisierung?

Video 30. November 2020

Die Gesetzgebung zu Covid-19 hat es deutschen Aktiengesellschaften erstmals ermöglicht, Hauptversammlungen zur Gänze online abzuhalten. Priv.-Doz. Elena Dubovitskaya, wissenschaftliche Referentin am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht, erklärt im Interview bei Latest Thinking, welche Herausforderungen und Chancen sich daraus ergeben.

„Mandatory Family Protection“ setzt die Reihe „Comparative Succession Law“ fort

20. November 2020

Trotz der immensen Tragweite, die das Erbrecht für das Leben vieler Menschen hat, ist es ein von der Grundlagenforschung wenig behandelter Teil des Privatrechts. Institutsdirektor Reinhard Zimmermann hat es sich gemeinsam mit Kenneth Reid von der Edinburgh Law School und Marius de Waal von der Stellenbosch University zur Aufgabe gemacht, diese Materie einer historisch-vergleichenden Analyse zu unterziehen.

Veranstaltungen


Aktuelle Forschung im Internationalen Privatrecht

Gastvortrag Prof. Dr. Marc-Philippe Weller: „Nationalismus, Territorialismus und Unilateralismus: Pandemiebewältigung durch IPR?"
01.12.2020 11:00

Das Institut


Institutsportrait

Die Welt wächst immer weiter zusammen: ob europäischer Binnenmarkt, die weltweite Verflechtung multinationaler Wirtschafts- und Finanzunternehmen oder die zunehmende Internationalisierung unseres Alltags. Gleichzeitig stößt unser Recht an Grenzen. Das Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und rechtlichen Herausforderungen der Globalisierung wissenschaftlich zu untersuchen und kritisch zu begleiten.

Profil und Bestand der Bibliothek

Die Institutsbibliothek ist mit einem Bestand von 550.000 Medieneinheiten die größte Spezialbibliothek Europas zum ausländischen und internationalen Privatrecht und hinsichtlich ihrer Größe und ihres Serviceangebotes weltweit bekannt und gefragt. Ihr Bestand enthält Fachliteratur aus mehr als 200 Ländern. Ein besonderes Augenmerk wird auf die Beschaffung von Literatur aus schwer zugänglichen Ländern gerichtet, um diese wenigstens an einem Ort der Welt gebündelt zugänglich zu machen.

Neuerscheinungen


David Kästle-Lamparter, Nils Jansen, Reinhard Zimmermann (Hrsg.), Juristische Kommentare: Ein internationaler Vergleich (Beiträge zum ausländischen und internationalen Privatrecht, 133), Mohr Siebeck, Tübingen 2020, XII + 520 S.
MPI for Comparative and International Private Law, Max Planck Society (Hrsg.), Zur Amtseinführung von Ralf Michaels am 5. November 2019 im Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht, Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht, Hamburg 2020, 36 S.
Mateusz Grochowski, Katarzyna Południak-Gierz, EU private international law in internet-related disputes: the Polish case law approach, Florence: European University Institute, EUI RSCAS, 2020/69, Centre for Judicial Cooperation, 2020, https://hdl.handle.net/1814/68784, 03.11.2020.
Holger Fleischer, Jennifer Trinks, Administrateur Provisoire – Provisional Director – Notgeschäftsführer: Möglichkeiten und Grenzen gerichtlicher Überwindung von Blockadesituationen, in: Stefan Grundmann, Hanno Merkt, Peter O. Mülbert (Hrsg.), Festschrift für Klaus J. Hopt zum 80. Geburtstag am 24. August 2020, De Gruyter, Berlin 2020, 279–299.

Ralf Michaels, Kommentare zum transnationalen Privatrecht. Grenzen der Entnationalisierung eines nationalen Modells, in: David Kästle-Lamparter, Nils Jansen, Reinhard Zimmermann (Hrsg.), Juristische Kommentare: Ein internationaler Vergleich (Beiträge zum ausländischen und internationalen Privatrecht, 133), Mohr Siebeck, Tübingen 2020, 395–416.
Jürgen Basedow, „Member States“ and „Third States“ in the Succession Regulation, Problemy Prawa Prywatnego Międzynarodowego 26 (2020), 15–25.
MPI for Comparative and International Private Law, Max Planck Society, Die Frühehe im Rechtsvergleich: Praxis, Sachrecht, Kollisionsrecht, Rabels Zeitschrift für ausländisches und internationales Privatrecht 84 (2020), 705–785.
Ralf Michaels, The UNIDROIT Principles as Reference for the Interpretation of US Law, in: Alejandro Garro, José Antonio Moreno Rodríguez (Hrsg.), Use of the UNIDROIT Principles to Interpret and Supplement Domestic Contract Law (Ius Comparatum – Global Studies in Comparative Law, 51), Springer, Cham 2020, 361–394.

TopThemen


Die Frühehe vor dem Grundgesetz

2017 ist in Deutschland das Gesetz zur Bekämpfung von Kinderehen in Kraft getreten, das es Minderjährigen im Inland versagt, eine Ehe zu schließen, und Ehen, die von Minderjährigen im Ausland geschlossen wurden, die Wirksamkeit versagt. Inzwischen steht es verfassungsrechtlich auf dem Prüfstand. Ein Team von Wissenschaftler*innen um Nadjma Yassari und Ralf Michaels hat für das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) eine rechtsvergleichende Stellungnahme verfasst, die das Phänomen der Frühehe im Kontext unterschiedlicher Rechtsordnungen und -kulturen beleuchtet.

Kontroverse um Corona-Folgen

Das Coronavirus befällt nicht nur den menschlichen Organismus, sondern hebt auch ökonomische Prozesse aus den Angeln. Die als „Naturkatastrophe in Zeitlupe“ beschriebene COVID-19-Krise hat alle Bereiche des Wirtschaftslebens erfasst und stellt damit auch viele Rechtsmaterien vor große Herausforderungen. So wird derzeit intensiv darüber gestritten, ob gewerbliche Mieter und Pächter aufgrund weggebrochener Umsätze gegenüber ihren Vermietern und Verpächtern Anspruch auf Zahlungsnachlässe haben.

Testierfreiheit versus familiäre Solidarität – Woher kommt das Pflichtteilsrecht?

Erblasser*innen können per Testament oder Erbvertrag selbst bestimmen, wer sie in welchem Umfang beerbt. Sofern es keinen erklärten letzten Willen gibt, greift die gesetzliche Erbfolge ein. Die Verfügungsmacht über den eigenen Nachlass ist jedoch beschränkt. Was heute als ‚Pflichtteil‘ bezeichnet wird, gründet auf einer langen Tradition.

Social Media & Videos


Interview zu "Charity with Chinese Characteristics"

Video 24. August 2020

In einem Gemeinschaftsprojekt haben Knut Benjamin Pißler, Leiter des Kompetenzzentrums China und Korea am Institut, und Katja Levy (TU Berlin) erstmals die Situation gemeinnütziger Stiftungen in China untersucht, insbesondere deren Rolle in dem autoritären politischen System Chinas. Die Ergebnisse der Studie liegen unter dem Titel „Charity with Chinese Characteristics“ vor.

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