Aktuelles

Holger Fleischer erhält Ehrendoktorwürde der Radboud University

26. Oktober 2021
Die Radboud University in Nimwegen hat Holger Fleischer, Direktor am Institut, am 21. Oktober 2021 mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet. Der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftler wird damit vor allem für seine interdisziplinäre Forschung auf dem Gebiet des internationalen Gesellschaftsrechts geehrt. Mit der Radboud University verbindet ihn seit vielen Jahren eine enge Zusammenarbeit.

Mateusz Grochowski als Finalist des Polityka-Wissenschaftspreises ausgezeichnet

26. Oktober 2021
Dr. Mateusz Grochowski, LL.M. (Yale), wissenschaftlicher Referent am Institut, ist als Finalist für den diesjährigen Wissenschaftspreis des führenden polnischen Wochenmagazins Polityka ausgewählt worden. Die feierliche Auszeichnung fand am 17. Oktober 2021 in Warschau statt.

Latest Thinking: Islamic Law in Saudi Arabia: How Legal Norms Evolve Without State Interference

Video 24. September 2021
Kann sich islamisches Recht ohne staatlichen Eingriff entwickeln? Die Analyse von Veränderungen im islamischen Recht kann uns helfen, den sozialen und politischen Wandel in der muslimischen Welt zu verstehen. Dominik Krell berichtet von seiner Forschung über Scheidungsrecht in Saudi Arabien.

Veranstaltungen

Verónica Ruiz Abou-Nigm (University of Edinburgh): An Intercultural Paradigm for Private International Law

Aktuelle Forschung im Internationalen Privatrecht
02.11.2021 11:00
Online-Veranstaltung

Consumer Financial Services and Inequality

Transatlantisches Seminar: Consumer Law, Technology and Inequality
10.11.2021 16:00
Online-Veranstaltung

Das Institut

Institutsportrait

Die Welt wächst immer weiter zusammen: ob europäischer Binnenmarkt, die weltweite Verflechtung multinationaler Wirtschafts- und Finanzunternehmen oder die zunehmende Internationalisierung unseres Alltags. Gleichzeitig stößt unser Recht an Grenzen. Das Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und rechtlichen Herausforderungen der Globalisierung wissenschaftlich zu untersuchen und kritisch zu begleiten.

Profil und Bestand der Bibliothek

Die Institutsbibliothek ist mit einem Bestand von 550.000 Medieneinheiten die größte Spezialbibliothek Europas zum ausländischen und internationalen Privatrecht und hinsichtlich ihrer Größe und ihres Serviceangebotes weltweit bekannt und gefragt. Ihr Bestand enthält Fachliteratur aus mehr als 200 Ländern. Ein besonderes Augenmerk wird auf die Beschaffung von Literatur aus schwer zugänglichen Ländern gerichtet, um diese wenigstens an einem Ort der Welt gebündelt zugänglich zu machen.

Neuerscheinungen

Philipp Scholz, Walter Doralt, D&O-Verschaffungszusagen im System und als Gestaltungsmittel der aktienrechtlichen Corporate Governance, Zeitschrift für das gesamte Handels- und Wirtschaftsrecht 185 (2021), 637–668.
Philipp Scholz, § 8 Die Vorsorgevollmacht des Familiengesellschafters, in: Christian Bochmann, Johannes Scheller, Jens Prütting (Hrsg.), Münchener Handbuch des Gesellschaftsrechts, Band 9: Recht der Familienunternehmen, C.H. Beck, München 2021, 276–305.
Ralf Michaels, Der Code des Kapitals und seiner Portabilität – Anmerkungen zu Katharina Pistor (Symposium: Der Code des Kapitals), Rabels Zeitschrift für ausländisches und internationales Privatrecht 85 (2021), 890–906.
Jürgen Samtleben, Gonzalo A. Lorenzo Idiarte, Das Allgemeine Gesetz des Internationalen Privatrechts von Uruguay, Rabels Zeitschrift für ausländisches und internationales Privatrecht 85 (2021), 811–851.

Philipp Scholz, § 22 Der betreute Familiengesellschafter, in: Christian Bochmann, Johannes Scheller, Jens Prütting (Hrsg.), Münchener Handbuch des Gesellschaftsrechts, Band 9: Recht der Familienunternehmen, C.H. Beck, München 2021, 879–912.
Ralf Michaels, Vorwort zum Symposium: Der Code des Kapitals, Rabels Zeitschrift für ausländisches und internationales Privatrecht 85 (2021), 852–853.
Jürgen Samtleben, Länderbericht El Salvador, in: Reinhold Geimer, Rolf A. Schütze , Wolfgang Hau (Hrsg.), Internationaler Rechtsverkehr in Zivil- und Handelssachen, 62. Lf., Bd. 6, C.H. Beck, München 2021, Nr. 1033a, S. 1–10.
Christa Jessel-Holst, Recent legislative reforms and initiatives regarding the law applicable to voluntary agency, Liber amicorum Profesor dr. Mirko Vasiljević, Belgrad 2021, 127–136.

TopThemen

Das Internationale Privatrecht und die UN-Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030

Allen Menschen ein Leben in Würde zu ermöglichen und zugleich unsere natürlichen Existenzgrundlagen zu erhalten, gehört zu den größten globalen Herausforderungen. Sie kommt in den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen zum Ausdruck. Ein wichtiges Instrument zu ihrer Umsetzung ist das Recht. Institutsdirektor Ralf Michaels hat in Zusammenarbeit mit Veronica Ruiz Abou-Nigm und Hans van Loon ein Forschungsprojekt ins Leben gerufen, das die Rolle des internationalen Privatrechts bei der Verwirklichung der UN-Ziele untersucht.

Die Institutsbibliothek: Labor und Kommunikationsraum für die internationale Spitzenforschung

Forscher*innen aus der ganzen Welt kommen nach Hamburg, um die einzigartige Sammlung der Bibliothek des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Privatrecht zu nutzen. Für unzählige Schriftwerke, darunter viele Doktorarbeiten und Habilitationen, war und ist sie Wissens- und Inspirationsquelle. Als Präsenzbibliothek ist sie auch ein Treffpunkt für den fachlichen Austausch.

Corporate Purpose aus gesellschaftsrechtlicher Sicht

Eine Unternehmensphilosophie sucht nach neuen juristischen Lösungen: Brauchen moderne Unternehmen einen Existenzgrund, der über die reine Gewinnorientierung hinausgeht? Viele Vorstände im In- und Ausland folgen heute dem sogenannten Corporate-Purpose-Konzept. Es wird von führenden Stimmen aus der Managementlehre empfohlen und dient dazu, den erkennbaren Sinn und inneren Antrieb eines Unternehmens zu ermitteln. Eine grundlegende Neuausrichtung unternehmerischer Tätigkeit scheint sich abzuzeichnen.

Social Media & Videos

Podiumsdiskussion "Der Code des Kapitals"

Video 11. Mai 2021
Podiumsdiskussion zum Buch „Der Code des Kapitals: Wie das Recht Reichtum und Ungleichheit schafft“ (Suhrkamp, 2020) vom 11.05.2021. Es diskutierten die Autorin Prof. Dr. Katharina Pistor (Edwin B. Parker Professor of Comparative Law und Direktorin des Center on Global Legal Transformation an der Law School der Columbia University in New York), Prof. Dr. Hans-Bernd Schäfer (Affiliate Professor an der Bucerius Law School in Hamburg) und Institutsdirektor Prof. Dr. Ralf Michaels. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Hamburger Institut für Sozialforschung statt.
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