Aktuelles


Coronavirus: Update zu den Präventionsmaßnahmen des Instituts

1. März 2021
Die Mitarbeiter*innen und Gäste des Instituts setzen ihre Arbeit im Rahmen des eingeschränkten Präsenzbetriebes fort. Es bestehen weiterhin Zutrittsbeschränkungen zum Institut.

Stimmrechtszuordnung beim Nießbrauch an Gesellschaftsanteilen. Ein deutsch-französischer Rechtsvergleich

1. März 2021
Der Nießbrauch ist ein Rechtsinstrument mit langer Geschichte. Neben seiner Anwendung im Grundstücksrecht spielt er inzwischen eine wichtige Rolle bei der Gestaltung von Nachfolgeregelungen zur Übertragung von Betriebsvermögen. Die Praxis nutzt ihn insbesondere zur Gestaltung der Unternehmensnachfolge in Gesellschaften.

25 Jahre Zeitschrift für Japanisches Recht

4. Februar 2021
Seit 1996 hat sich die ZJapanR zu einem zentralen Forum des Austauschs über das japanische Recht in westlichen Sprachen entwickelt. Mit Heft Nr. 50 übergibt Harald Baum, ehemaliger Leiter des Kompetenzzentrums Japan am MPI für Privatrecht und Gründer der ZJapanR, die Schriftleitung an seine Nachfolgerin am Institut, Ruth Effinowicz.

Das Institut


Institutsportrait

Die Welt wächst immer weiter zusammen: ob europäischer Binnenmarkt, die weltweite Verflechtung multinationaler Wirtschafts- und Finanzunternehmen oder die zunehmende Internationalisierung unseres Alltags. Gleichzeitig stößt unser Recht an Grenzen. Das Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und rechtlichen Herausforderungen der Globalisierung wissenschaftlich zu untersuchen und kritisch zu begleiten.

Profil und Bestand der Bibliothek

Die Institutsbibliothek ist mit einem Bestand von 550.000 Medieneinheiten die größte Spezialbibliothek Europas zum ausländischen und internationalen Privatrecht und hinsichtlich ihrer Größe und ihres Serviceangebotes weltweit bekannt und gefragt. Ihr Bestand enthält Fachliteratur aus mehr als 200 Ländern. Ein besonderes Augenmerk wird auf die Beschaffung von Literatur aus schwer zugänglichen Ländern gerichtet, um diese wenigstens an einem Ort der Welt gebündelt zugänglich zu machen.

Neuerscheinungen


Holger Fleischer, Änderungen des KG-Rechts im Regierungsentwurf eines Gesetzes zur Modernisierung des Personengesellschaftsrechts, Deutsches Steuerrecht 2021, 483–491.
Denise Wiedemann, Klausur Zivilrecht „Der Parkassistent“, Juristische Arbeitsblätter 2021, 198.
Klaus J. Hopt, Rüdiger Veil, Gli stakeholders nel diritto azionario Tedesco: il concetto e l’applicazione. Spunti comparatistici di diritto europeo e statunitense, Rivista delle società 64 (2020), 921–955.
Ben Gerrit Köhler, Die Vorteils- und Gewinnherausgabe im CISG. Zugleich ein Beitrag zu Zulässigkeit und Grenzen der eigenständigen Weiterentwicklung des Übereinkommens (Studien zum ausländischen und internationalen Privatrecht, 462), Universität des Saarlandes 2020, Tübingen 2021, Doktorarbeit, XXX + 380 S.

Klaus J. Hopt, Christoph Kumpan, Governance in börsennotierten und anderen bedeutenden Aktiengesellschaften – Vorstand und Aufsichtsrat auf dem Prüfstand nach dem Finanzmarktintegritätsstärkungsgesetz (FISG), Die Aktiengesellschaft 2021, 129–140.
Stefan Korch, Anmerkung zu BGH, 15. Oktober 2020 – IX AR (VZ) 2/19 (Zum Einsichtsrecht des Kommanditisten in die Akten des Insolvenzeröffnungsverfahrens über das Vermögen der Gesellschaft), Entscheidungen zum Wirtschaftsrecht 2021, 79–80.
Elena Dubovitskaya, Außergerichtliche Anspruchsberühmung, Archiv für die civilistische Praxis 2021, 139–178.
Holger Fleischer, Kommentierung der §§ 76–94 AktG, in: Gerald Spindler, Eberhard Stilz (Hrsg.), beck-online Großkommentar zum Aktiengesetz, Stand 10.2.2021, C.H. Beck, München 2021.

TopThemen


Neues Kompetenzzentrum für die Anwendung ausländischen Rechts

Globalisierung, europäischer Binnenmarkt und Migration prägen heute ganz selbstverständlich die Rechtsbeziehungen von Menschen und Unternehmen. Mit der zunehmenden internationalen Verflechtung privater und geschäftlicher Angelegenheiten ist auch die Anzahl grenzüberschreitender Rechtsfälle gewachsen, die vor deutschen Gerichten verhandelt werden. Dass deutsche Richter*innen dabei oft ausländisches Recht anzuwenden haben, ist außerhalb juristischer Fachkreise kaum bekannt. Woher nehmen sie die dafür notwendigen Kenntnisse aus weltweit rund 200 verschiedenen Rechtsordnungen?

Die Frühehe vor dem Grundgesetz

2017 ist in Deutschland das Gesetz zur Bekämpfung von Kinderehen in Kraft getreten, das es Minderjährigen im Inland versagt, eine Ehe zu schließen, und Ehen, die von Minderjährigen im Ausland geschlossen wurden, die Wirksamkeit versagt. Inzwischen steht es verfassungsrechtlich auf dem Prüfstand. Ein Team von Wissenschaftler*innen um Nadjma Yassari und Ralf Michaels hat für das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) eine rechtsvergleichende Stellungnahme verfasst, die das Phänomen der Frühehe im Kontext unterschiedlicher Rechtsordnungen und -kulturen beleuchtet.

Kontroverse um Corona-Folgen

Das Coronavirus befällt nicht nur den menschlichen Organismus, sondern hebt auch ökonomische Prozesse aus den Angeln. Die als „Naturkatastrophe in Zeitlupe“ beschriebene COVID-19-Krise hat alle Bereiche des Wirtschaftslebens erfasst und stellt damit auch viele Rechtsmaterien vor große Herausforderungen. So wird derzeit intensiv darüber gestritten, ob gewerbliche Mieter und Pächter aufgrund weggebrochener Umsätze gegenüber ihren Vermietern und Verpächtern Anspruch auf Zahlungsnachlässe haben.

Social Media & Videos


Wie kommt das Erbe in die richtigen Hände?

Video 6. Januar 2021
Die Abwicklung von Erbschaften ist ein komplexer juristischer Vorgang, besonders in international gelagerten Fällen. Jan Peter Schmidt, Leiter des Kompetenzzentrums für die Anwendung ausländischen Rechts am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht, liefert im Interview bei Latest Thinking mit seiner historisch-vergleichenden Forschung auch Anregungen für den deutschen Gesetzgeber.
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