Ernst-Rabel-Vorlesung 2021

Gastvortrag Katharina Pistor: Rechtsvergleichung zwischen Transaktionskosten und politischer Ökonomie am Beispiel der Kapitalgesellschaft

  • Datum: 17.05.2021
  • Uhrzeit: 17:00

Zum Thema:

Kaum eine Rechtsinstitution hat in den letzten Jahrzehnten ein so lebhaftes Interesse in der rechtsvergleichenden Forschung gefunden wie die Kapitalgesellschaft, insbesondere die öffentlich gehandelte Aktiengesellschaft. Der Dialog zwischen Rechtswissenschaftler*innen aus verschiedenen Rechtskreisen wurde nicht zuletzt dadurch erleichtert, dass man sich auf eine einheitliche nicht-rechtliche Sprache einigte, die der Transaktionskostenökonomie. Sie stellt(e) eine einheitliche Messlatte zur Verfügung, an der das Für und Wider unterschiedlicher Formen der "corporate governance" untersucht werden konnte. Unbeachtet blieb dabei weitestgehend - von der vergleichenden Kapitalismusforschung einmal abgesehen - die Einbettung der Kapitalgesellschaft in nationale und transnationale politische Strukturen. In jüngerer Zeit haben Politikwissenschaftler die Kapitalgesellschaft als Forschungsobjekt entdeckt und dabei die politische Ökonomie der Entstehung und Entwicklung dieser Unternehmensform beleuchtet. Hier spielen rechtliche Details und Besonderheiten verschiedener Rechtssysteme häufig eine noch untergeordnete Rolle. Es stellt sich somit die Frage, ob Rechtsvergleichung neben diesen beiden generalisierenden (wenn nicht rechtsnivellierenden) theoretischen Ansätzen eine eigenständige Rolle hat, und wenn ja, worin diese besteht.


Leider steht aufgrund der aktuellen Situation derzeit noch nicht fest, ob wir Sie zu dieser Veranstaltung persönlich in das Institut einladen können oder ob der Vortrag von Katharina Pistor virtuell stattfinden muss. Sobald dies feststeht, aktualisieren wir die Informationen auf dieser Seite.


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