Das sollten Bewerber*innen wissen

Das sollten Bewerber*innen wissen

Das Institut bietet eine begrenzte Anzahl an Kurzzeitstipendien (maximal 3 Monate) für Rechtswissenschaftler*innen mit Lebensmittelpunkt außerhalb von Deutschland an. Die Stipendien werden von der Max-Planck-Gesellschaft finanziert und jährlich in zwei Bewerbungsrunden vergeben.

Mit unserem Stipendienprogramm richten wir uns an:

  • ausländische Doktorand*innen,
  • ausländische Postdocs und andere Wissenschaftler*innen in der Fortbildungsphase,
  • ausländische Professor*innen sowie andere Wissenschaftler*innen mit entsprechender wissenschaftlicher Leistung.

Größere Forschungsvorhaben wie insbesondere Dissertationen werden in der Regel nicht schon in der Anfangsphase, sondern erst in einem fortgeschrittenen Stadium gefördert.

Haben Sie bereits ein Stipendium vom Institut erhalten, schließt dies eine Bewerbung für ein weiteres Stipendium nicht aus, auch wenn es sich um dasselbe Forschungsvorhaben handelt (z.B. die Doktorarbeit). In diesem Fall bitten wir Sie aber darum, in Ihrem Exposé die Fortentwicklung Ihres Projekts seit der ersten Stipendienbewilligung darzulegen.

Um einer möglichst großen Anzahl an Wissenschaftler*innen die Chance geben zu können, am Institut zu forschen, bewilligen wir in der Regel keine Anträge von Kandidat*innen, die bereits zwei Mal ein Stipendium vom Institut erhalten haben.

Deutschkenntnisse sind für eine Bewerbung nicht zwingend erforderlich. Falls Sie aber das deutsche Recht in ihre Untersuchung einbeziehen möchten, sollten Sie uns in Ihrem Exposé erläutern, wie Sie sich notfalls aus anderssprachigen Quellen die notwendigen Informationen darüber beschaffen wollen.

Um problemlos mit Mitarbeiter*innen des Hauses und anderen Gästen kommunizieren zu können, sollten Sie zumindest über gute Deutsch- oder Englischkenntnisse verfügen.

Bitte beachten Sie unsere Vorgaben für das Bewerbungsverfahren. Unvollständige und von den Vorgaben abweichende Bewerbungen können wir leider nicht berücksichtigen.

Themenschwerpunkte am Institut

Das verfolgte Forschungsvorhaben muss zu den Forschungsinteressen unseres Instituts passen, denn nur so ist gewährleistet, dass die Stipendiat*innen sich vor Ort mit anderen Wissenschaftler*innen austauschen können und in unserer Bibliothek die maßgebliche Literatur finden.

Für die aktuelle Ausschreibungsrunde weisen wir darauf hin, dass derzeit unter anderem zu den folgenden Themen am Institut geforscht wird:

  • Internationales Privat- und Verfahrensrecht
  • Theorie und Geschichte des internationalen Privatrechts
  • Regulatorisches Kollisionsrecht
  • Internationales Privatrecht in Afrika
  • Erbkollisionsrecht (insbesondere Europäische Erbrechtsverordnung)
  • Einheitsprivatrecht
  • Dekoloniale Rechtsvergleichung
  • Privatrecht und Geschlechterforschung
  • Vergleichende Methodenlehre
  • Europäisches Vertragsrecht, insbesondere Kaufrecht
  • Vergleichendes Erbrecht (Europa und andere Kontinente)
  • Personengesellschaftsrecht
  • Close corporations
  • Recht der Unternehmensbewertung
  • Familien- und Erbrecht in islamischen Ländern
  • Verfahrensrecht in islamischen Ländern
  • Rechtsvergleich und IPR in islamischen Ländern
  • chinesische Zivilrechtskodifikation, chinesisches Zivilprozessrecht
  • Japanisches Gesellschaftsrecht, Kapitalmarktrecht und Verfahrensrecht
  • Koreanisches Familienrecht

Ebenso sind aber Bewerbungen willkommen, die thematisch einem der anderen Forschungsschwerpunkte des Instituts zugehörig sind.

Bitte beachten Sie, dass insbesondere die Themen Geistiges Eigentum, Prozessrecht, Sozialrecht und Völkerrecht schwerpunktmäßig an anderen Max-Planck-Instituten erforscht werden. Weist Ihr Vorhaben Bezüge zu einem dieser Themenbereiche auf, sollten Sie daher gesondert begründen, warum Sie unser Institut für den geeigneten Forschungsort halten.

Zur Redakteursansicht