Forschung am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht

Forschung am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht

Das Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht erforscht systematisch das Privat- und Wirtschaftsrecht sowie das internationale Privatrecht in transnationaler Perspektive und befasst sich mit den sich daraus ergebenden methodischen Grundfragen. Das Institut will auf seinen Forschungsgebieten dazu beitragen, das Recht fortzuentwickeln und die Herausforderungen zu bewältigen, die mit der Globalisierung der Lebensverhältnisse und der Internationalisierung des Rechts einhergehen.

Ausgehend von einer Analyse der Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Rechtsordnungen Europas und weltweit untersucht es das Zusammenwirken von privater Regelbildung, nationalen Rechtsordnungen, supranationalem Recht und zwischenstaatlichen Übereinkommen. Die Forschung des Instituts dient zudem dazu, Grundlagen für die internationale Verständigung über das Recht zu schaffen sowie Regeln und Instrumente zu entwickeln, mit deren Hilfe die Anwendung der nationalen Rechtsordnungen auf grenzüberschreitende Sachverhalte besser koordiniert werden kann.


Forschungsschwerpunkte des Instituts

Europäisches Privatrecht und Privatrechtsvereinheitlichung
Das Institut hat sich zum Ziel gesetzt, die Entwicklungen im Bereich des Europäischen Privatrechts aus wissenschaftlicher Perspektive kritisch zu begleiten. Es sieht seine wissenschaftliche Aufgabe darin, im Labyrinth der Diskurse und der Regelwerke Orientierung zu bieten. mehr
Handels-, Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht
Ein zentrales Forschungsgebiet ist das Handels-, Gesellschafts- und Kapitalmarkrecht. Auf breiter rechtsvergleichender Grundlage werden fundamentale und aktuelle Fragestellungen kritisch aufbereitet und in einen größeren historischen und internationalen Kontext gestellt. mehr
Internationales Privat- und Verfahrensrecht<span style="color: #187891;"><br /> </span>
Fundament dieses Forschungsschwerpunkts sind Fragestellungen über die internationale gerichtliche Zuständigkeit, die grenzüberschreitende Kooperation von Gerichten und Justizbehörden, die Anwendbarkeit ausländischer Rechtsnormen und die Gültigkeit nationaler Gerichtsentscheidungen im Ausland. mehr
<h2>Rechtsvergleichung, Rechtsgeschichte und Rechtsökonomie</h2>
Neben dem materiellen Recht und den dazugehörigen Verfahrensrechten widmet sich das Institut traditionell auch methodischen Grundfragen. Die methodischen Ansätze der internationalen Rechtsvergleichung reichen bis in die Zeit der Institutsgründung zurück. Ernst Rabel, der erste Direktor des Instituts, gilt als Wegbereiter dieser Disziplin. mehr
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