Neuigkeiten aus der Forschungsgruppe
November 2025
„Past and Current Research in AI and Law“ – Ein interdisziplinärer Workshop
Am 20. November veranstaltete die Artificial Justice Forschungsgruppe einen Workshop mit dem Titel „Past and Current Research in AI and Law.“ Vormittags präsentierten die Workshop-Teilnehmer*innen ihre aktuellen Projekte. Am Nachmittag interviewte Katharina Isabel Schmidt Bart Verheij und Henry Prakken, Pioniere der Rechtsinformatik, im Rahmen ihres Zeitzeugen-Projekts „Legal Information Science Before Large Language Models: An Oral History.”
Bei einem gemeinsamen Abendessen in einem nahegelegenen georgischen Restaurant tauschten sich die Workshop-Teilnehmer*innen dann abends noch über ihre Prognosen für die Zukunft der Rechtsinformatik aus.
Wijnand van Woerkom reist für die Artificial Justice Group zur Tübinger Konferenz für KI und Recht
Am 5. und 6. November 2025 nahm Wijnand van Woerkom, Postdoctoral Researcher der Forschungsgruppe, an der Tübinger „Conference for AI and Law“ teil, die gemeinsam von der University Tübingen und dem CZS Institute for AI and Law organisiert wurde. Wijnand trug dort ein Poster mit dem Titel „Applications of A Fortiori Case-Based Reasoning in AI and Law”, dem Thema seiner kürzlich veröffentlichten Doktorarbeit, vor. Wir danken Wijnand dafür, dass er die Gruppe in Tübingen vertreten hat.
Oktober 2025
Artificial Justice goes Max Planck Law
Katharina Isabel Schmidt, Oskar von Cossel und Wijnand van Woerkom nahmen am 20. und 21. Oktober 2025 an der diesjährigen Max Planck Law Konferenz teil. Im Harnack Haus in Berlin tauschten sie sich mit Forscher*innen aus anderen juristischen Max-Planck-Instituten aus. Das Thema der diesjährigen Konferenz lautete „Diversity.“ Katharina nutzte die Gelegenheit, um ihre Recherche zur Automatisierung des britischen Staatsangehörigkeitsgesetzes von 1981 vorzutragen. Das Team hatte eine tolle Zeit in Berlin. Wir freuen uns darauf, nächstes Jahr wieder mit dabei zu sein.
Wijnand van Woerkom verteidigt seine Doktorarbeit
Am 15. Oktober 2025 verteidigte Wijnand van Woerkom, Postdoctoral Fellow in der Artificial Justice Group, seine Dissertation an der Universität Utrecht, wo er Teil des Hybrid Intelligence Centers war. Die Arbeit mit dem Titel „A Fortiori Case-Based Reasoning: Formal Studies with Applications in Artificial Intelligence and Law“ wurde von Henry Prakken, Davide Grossi und Bart Verheij betreut. Sie ist hier einsehbar. Wir gratulieren Wijnand zum erfolgreichen Abschluss seiner Doktorarbeit und freuen uns sehr darüber, dass er sich dazu entschieden hat, die Arbeit der Gruppe durch sein Fachwissen in den Bereichen Logik, Mathematik und Informatik zu bereichern.
April 2025
Die CodeX Future Law Conference 2025 / Stanford Law School
Im März reiste unser Doktorand Oskar von Cossel nach Palo Alto in Kalifornien, um an der CodeX Future Law Conference 2025 an der Stanford Law School teilzunehmen. Wir sind Oskar dankbar, dass er seine Eindrücke mit uns geteilt hat: „Die Teilnehmer und Vortragenden ließen sich in drei Kategorien einteilen, und es war spannend, ihnen beim Schlagabtausch zuzusehen. Auf der einen Seite standen diejenigen, die rein neuronale Ansätze befürworteten, zum Beispiel ChatGPT. Diese Gruppe betonte die Flexibilität und Skalierbarkeit dieser Systeme. Ihnen gegenüber standen Vertreter traditionellerer symbolischer Ansätze für Recht und KI, die den logischen Wert der Arbeit mit deduktiven Strukturen wie Entscheidungsbäumen betonten. Eine dritte Gruppe, der ich mich zugehörig fühle, versuchte zu vermitteln, indem sie für hybride "neurosymbolische" Ansätze für Recht und KI plädierte. Ich bin gespannt, wohin uns diese Ansätze in den nächsten Jahren führen werden. Abgesehen von den theoretischen Diskussionen war es interessant, die enge Verflechtung des Fachgebiets mit Technologie und Wirtschaft zu beobachten. Der amerikanische Unternehmergeist war im Herzen des Silicon Valley vollumfänglich zu spüren, denn die Diskussionen drehten sich häufig um die Finanzierung durch Risikokapital, jüngste Unternehmensgründungen und das neueste Start-up in diesem Gebiet. Ich freue mich darauf, nächstes Jahr wieder dabei zu sein.“




