Neuigkeiten aus der Forschungsgruppe
August 2026
Wijnand van Woerkom erhält den Carole Hafner Best Paper Award auf der ICAIL 2026
Die International Association for Artificial Intelligence and Law (IAAIL) hat Wijnand van Woerkom, wissenschaftlicher Referent in der Forschungsgruppe Artificial Justice, mit dem Carole Hafner Best Paper Award ausgezeichnet. Wijnand erhielt die Auszeichnung für seine Arbeit „Measuring Case-Base Consistency with Monotonicity Metrics,“ die er auf der 2026 International Conference on Artificial Intelligence and Law (ICAIL) in Singapur vorstellte. Sein Beitrag wird alsbald im Tagungsband der Konferenz erscheinen.
Der Preis, der in Gedenken an Carole Hafner, eine Pionierin im Bereich KI und Recht, benannt ist, wird an die Arbeit verliehen, die nach Einschätzung der Jury den bedeutendsten Beitrag zur Weiterentwicklung des Forschungsfelds unternommen hat. Der Carole Hafner Best Paper Award folgt auf Wijnands Auszeichnung mit dem ICAIL Donald H. Berman Best Student Paper Award letztes Jahr. Wir gratulieren Wijnand von Herzen!
Wijnand van Woerkom und Oskar von Cossel nehmen an ICAIL 2026 teil
Im Juni 2026 nahmen Wijnand van Woerkom und Oskar von Cossel an der 21st International Conference on Artificial Intelligence and Law (ICAIL) teil, die dieses Jahr von der Singapore Management University ausgerichtet wurde. Die 1987 von der International Association for Artificial Intelligence and Law (IAAIL) in Zusammenarbeit mit der Association for the Advancement of Artificial Intelligence (AAAI) ins Leben gerufene Konferenz ist weltweit führend im Bereich KI und Recht.
Wijnand van Woerkom stellte sein Forschungsprojekt „Measuring Case-Base Consistency with Monotonicity Metrics“ vor, für das er den Carole Hafner Best Paper erhielt. Oskar von Cossel sprach über „Beyond Imperfect Alternatives with Rulemapping: A Neuro-Symbolic Case Study on Online Hate Speech.“ Beide Beiträge erscheinen alsbald im diesjährigen ICAIL Tagungsbericht. Ein Preprint von Oskars Beitrag ist auf arXiv verfügbar.
Mai 2026
Katharina Isabel Schmidt am Goethe Institut Athen
Im April trug Katharina Isabel Schmidt, Leiterin der “Artificial Justice“ Forschungsgruppe auf der “Ecological Translation” Konferenz am Goethe Institut Athen ihr Paper „From Imagined Beasts to Simulated Biomes: A Legal History of Ecological Translation” vor. Als Teil ihres Vortrags zeichnete Katharina vier Episoden nach, in denen menschliche Juristen den Versuch unternahmen, mit der natürlichen Umwelt in Kontakt zu treten. In diesem Zusammenhang betonte Katharina, wie neue Technologien, in jüngster Zeit besonders KI, das Recht in seinen Fundamenten erschüttern.
April 2026
Oskar von Cossel als Visiting Researcher an der University of Cambridge
Oskar von Cossel, Doktorand der Artificial Justice Forschungsgruppe, absolvierte von Januar bis März 2026 einen Aufenthalt als Visiting Researcher an der University of Cambridge. Sein Aufenthalt wurde durch das von der juristischen Fakultät der University of Cambridge und dem Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht organisierte Austauschprogramm ermöglicht. Seine Eindrücke aus Cambridge hat er in einem Reisebericht mit uns geteilt:
Cambridge ist ein außergewöhnlich schöner Ort, an dem die Geschichte der Wissenschaft auf Schritt und Tritt spürbar ist. Diese historische Dichte schafft eine besondere Arbeitsatmosphäre und vermittelt fast ein Gefühl moralischer Verpflichtung, selbst sein Möglichstes beizutragen. Besonders beeindruckt hat mich auch, wie sehr Cambridge von der Universität geprägt ist, fast wie eine Universität mit einer Stadt daran. Besonders bereichernd war zudem das breite Lehrangebot. Ich konnte viele spannende Vorlesungen zu meinen eigenen Forschungsthemen besuchen, insbesondere mit rechtlichem Bezug, zugleich aber auch Veranstaltungen weit außerhalb meines engeren Fachgebiets. Gerade diese intellektuelle Offenheit hat den Aufenthalt geprägt, etwa in einer Vorlesungsreihe mit dem Titel „Song“ über den Einfluss von Musik auf Mensch und Natur oder in sehr anregenden Informatikvorlesungen. Dass sich ausgerechnet England klimatisch als angenehmer erwies, als sein Ruf vermuten lässt, war durchaus bemerkenswert, nicht zuletzt angesichts der monatelangen Minusgrade in Norddeutschland.
Februar 2026
Wijnand van Woerkom erhält renommierten Donald H. Berman Preis
Im Februar teilte die International Association for Artificial Intelligence and Law die Verleihung des renommierten Donald H. Berman Best Student Paper Award an Wijnand van Woerkom mit. Der Preis wurde im Rahmen der 20. International Conference on Artificial Intelligence and Law (ICAIL-25), welche an der Northwestern Pritzker School of Law in Chicago stattfand, übergeben. Im Rahmen der Konferenz präsentierte Wijnand seinen Aufsatz “Formal Results on Case-Base Consistency: A COMPAS Case Study," welcher vor Kurzem in den ICAIL Conference Proceedings erschienen ist. Im Rahmen der Preisverleihung wurden sowohl Qualität als auch Originalität von Wijnands Forschungsarbeit hervorgehoben. Herzlichen Glückwunsch, Wijnand!
Wijnand van Woerkom besucht AAAI Conference on Artificial Intelligence
Im Januar nahm Wijnand van Woerkom an der 40. AAAI Conference on Artificial Intelligence teil, die dieses Jahr auf dem EXPO-Gelände in Singapur stattfand. Die Association for the Advancement of Artificial Intelligence (AAAI), welche seit 1979 besteht, beschreibt ihre Mission wie folgt: “to advanc[e] the scientific understanding of the mechanisms underlying thought and intelligent behavior and their embodiment in machines.” Mit fast 29.000 eingereichten Beiträgen gehört AAAI-26 zu den größten und wichtigsten KI-Konferenzen weltweit. Im Rahmen des renommierten Journal Tracks präsentierte Wijnand seinen kürzlich im Journal of Artificial Intelligence Research erschienenen Aufsatz „A Fortiori Case-Based Reasoning: From Theory to Data.“
November 2025
„Past and Current Research in AI and Law“ – Ein interdisziplinärer Workshop
Am 20. November veranstaltete die Artificial Justice Forschungsgruppe einen Workshop mit dem Titel „Past and Current Research in AI and Law.“ Vormittags präsentierten die Workshop-Teilnehmer*innen ihre aktuellen Projekte. Am Nachmittag interviewte Katharina Isabel Schmidt Bart Verheij und Henry Prakken, Pioniere der Rechtsinformatik, im Rahmen ihres Zeitzeugen-Projekts „Legal Information Science Before Large Language Models: An Oral History.”
Bei einem gemeinsamen Abendessen in einem nahegelegenen georgischen Restaurant tauschten sich die Workshop-Teilnehmer*innen dann abends noch über ihre Prognosen für die Zukunft der Rechtsinformatik aus.
Wijnand van Woerkom reist für die Artificial Justice Group zur Tübinger Konferenz für KI und Recht
Am 5. und 6. November 2025 nahm Wijnand van Woerkom, Postdoctoral Researcher der Forschungsgruppe, an der Tübinger „Conference for AI and Law“ teil, die gemeinsam von der University Tübingen und dem CZS Institute for AI and Law organisiert wurde. Wijnand trug dort ein Poster mit dem Titel „Applications of A Fortiori Case-Based Reasoning in AI and Law”, dem Thema seiner kürzlich veröffentlichten Doktorarbeit, vor. Wir danken Wijnand dafür, dass er die Gruppe in Tübingen vertreten hat.
Oktober 2025
Artificial Justice goes Max Planck Law
Katharina Isabel Schmidt, Oskar von Cossel und Wijnand van Woerkom nahmen am 20. und 21. Oktober 2025 an der diesjährigen Max Planck Law Konferenz teil. Im Harnack Haus in Berlin tauschten sie sich mit Forscher*innen aus anderen juristischen Max-Planck-Instituten aus. Das Thema der diesjährigen Konferenz lautete „Diversity.“ Katharina nutzte die Gelegenheit, um ihre Recherche zur Automatisierung des britischen Staatsangehörigkeitsgesetzes von 1981 vorzutragen. Das Team hatte eine tolle Zeit in Berlin. Wir freuen uns darauf, nächstes Jahr wieder mit dabei zu sein.
Wijnand van Woerkom verteidigt seine Doktorarbeit
Am 15. Oktober 2025 verteidigte Wijnand van Woerkom, Postdoctoral Fellow in der Artificial Justice Group, seine Dissertation an der Universität Utrecht, wo er Teil des Hybrid Intelligence Centers war. Die Arbeit mit dem Titel „A Fortiori Case-Based Reasoning: Formal Studies with Applications in Artificial Intelligence and Law“ wurde von Henry Prakken, Davide Grossi und Bart Verheij betreut. Sie ist hier einsehbar. Wir gratulieren Wijnand zum erfolgreichen Abschluss seiner Doktorarbeit und freuen uns sehr darüber, dass er sich dazu entschieden hat, die Arbeit der Gruppe durch sein Fachwissen in den Bereichen Logik, Mathematik und Informatik zu bereichern.
April 2025
Die CodeX Future Law Conference 2025 / Stanford Law School
Im März reiste unser Doktorand Oskar von Cossel nach Palo Alto in Kalifornien, um an der CodeX Future Law Conference 2025 an der Stanford Law School teilzunehmen. Wir sind Oskar dankbar, dass er seine Eindrücke mit uns geteilt hat: „Die Teilnehmer und Vortragenden ließen sich in drei Kategorien einteilen, und es war spannend, ihnen beim Schlagabtausch zuzusehen. Auf der einen Seite standen diejenigen, die rein neuronale Ansätze befürworteten, zum Beispiel ChatGPT. Diese Gruppe betonte die Flexibilität und Skalierbarkeit dieser Systeme. Ihnen gegenüber standen Vertreter traditionellerer symbolischer Ansätze für Recht und KI, die den logischen Wert der Arbeit mit deduktiven Strukturen wie Entscheidungsbäumen betonten. Eine dritte Gruppe, der ich mich zugehörig fühle, versuchte zu vermitteln, indem sie für hybride "neurosymbolische" Ansätze für Recht und KI plädierte. Ich bin gespannt, wohin uns diese Ansätze in den nächsten Jahren führen werden. Abgesehen von den theoretischen Diskussionen war es interessant, die enge Verflechtung des Fachgebiets mit Technologie und Wirtschaft zu beobachten. Der amerikanische Unternehmergeist war im Herzen des Silicon Valley vollumfänglich zu spüren, denn die Diskussionen drehten sich häufig um die Finanzierung durch Risikokapital, jüngste Unternehmensgründungen und das neueste Start-up in diesem Gebiet. Ich freue mich darauf, nächstes Jahr wieder dabei zu sein.“










