Personengesellschaften im Rechtsvergleich

22. Januar 2021

Holger Fleischer, Direktor am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht, ist der Herausgeber eines soeben erschienenen Handbuchs, das auf rund 500 Seiten das Panorama des vergleichenden Personengesellschaftsrechts entfaltet. Es ist das Ergebnis mehrjähriger internationaler Grundlagenforschung zu dieser Rechtsmaterie in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Alle Autoren und Autorinnen sind oder waren in der wirtschaftsrechtlichen Arbeitsgruppe des Instituts tätig.

Der Herausgeber stellt dem in einen Generalbericht und elf Länderberichte gegliederten Werk die Feststellung voran, dass das Personengesellschaftsrecht nicht zu jenen Höhenlagen gehört, die von der Sonne der Rechtsvergleichung besonders verwöhnt werden. Seine Bestandsaufnahme fällt entsprechend knapp aus: Die letzte länderübergreifende Gesamtdarstellung liege über 50 Jahre zurück und sowohl Lehrbücher als auch Kommentare enthielten nur wenige komparative Hinweise.

Diese Forschungslücke soll der vorliegende Band schließen. Der Generalbericht bietet eine Quintessenz der Einzelbefunde und erschließt die historisch-vergleichenden Entwicklungslinien von der altrömischen societas bis hin zum Mauracher Entwurf für ein Gesetz zur Modernisierung des Personengesellschaftsrechts vom April 2020. Die Länderberichte unterrichten über den gegenwärtigen Stand des Personengesellschaftsrechts sowie allfällige Reformpläne in Europa und den Vereinigten Staaten. Aus den vorbereitenden Länderberichten sind außerdem etwa 20 Zeitschriftenaufsätze hervorgegangen, die zahlreiche Institutionen und Figuren des Personengesellschaftsrechts aus rechtsvergleichender Sicht analysieren.

Holger Fleischer, Personengesellschaften im Rechtsvergleich, C.H. Beck, München 2021, XXX + 483 S.

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