Holger Hanisch (Deutsch-Chinesisches Institut für Rechtswissenschaft, Nanjing): Aktuelle Entwicklungen in Chinas Außenwirtschaftsregime

Hamburger Vorträge zum chinesischen Recht

  • Datum: 27.07.2026
  • Uhrzeit: 17:00
  • Ort: Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht

Zum Referenten
Holger Hanisch hat Rechtswissenschaften an der Universität Augsburg und der University of Dayton, U.S.A., studiert; 2002 promovierte er mit einer Dissertation zum chinesischen Versicherungsaufsichtsrecht. Seit seinem ersten Chinaaufenthalt als Referendar bei einer deutschen Kanzlei in Shanghai 1996 hat er 15 Jahre in China verbracht. Nach Tätigkeiten im Pekinger Rechtsberatungsprogramm der GTZ (heute GIZ), bei einer chinesischen Anwaltskanzlei und der Deutschen Außenhandelskammer in Peking arbeitete Holger Hanisch dort als Legal Counsel eines internationalen Anlagenbauers. In Deutschland war er als Rechtsberater vor allem für chinesische Investitionen in Deutschland aktiv. Neben seiner gegenwärtigen Arbeit als Stellvertretender Deutscher Direktor des Deutsch-Chinesischen Instituts für Rechtswissenschaft an der Universität Nanjing ist er in Deutschland als Geschäftsführer eines chinesisch-deutschen Joint Ventures sowie eines Maschinenbauunternehmens tätig.

Zum Vortrag
Seit 2020 hat China mit zuletzt nochmals zunehmender Geschwindigkeit eine Reihe neuer bzw. neugefasster Gesetze und Vorschriften zur Reglementierung seines Außenwirtschaftsregimes erlassen. Dabei werden vor allem die seit Anfang 2026 verkündeten Normen von ausländischen Beobachtern in der Regel als riskant für in China tätige ausländische Unternehmen betrachtet, während die chinesische Regierung gleichzeitig wie insbesondere im 15. Fünfjahresplan betont, dass China seine wirtschaftliche Öffnung fortführen, sich für die Aufrechterhaltung des freien Welthandels engagieren und eine stärkere Integration Chinas in diesen erreichen möchte. Der Referent wird in seinem Vortrag versuchen, einen Überblick zu diesen chinesischen Vorschriften zu geben und neben der westlichen Kritik auch deren chinesische Begründung darzustellen.

Zur Vortragsreihe
Im Rahmen der „Hamburger Vorträge zum chinesischen Recht“ geben seit 2002 eine Reihe von Gastvorträgen herausragender Rechtswissenschaftler und Rechtspraktiker, die sich zu Forschungszwecken am Institut in Hamburg aufhalten, Einblick in Rechtsgebiete, die derzeit in der Volksrepublik China im Aufbau sind und daher auch international eine große Beachtung finden.

Der Vortrag findet als Präsenzveranstaltung im Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht, Mittelweg 187, 20148 Hamburg statt. Bitte melden Sie sich mit diesem LINK bis Freitag, den 24. Juli 2026 zum Vortrag an.

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