Kompetenzzentrum Afrika
Das Kompetenzzentrum Afrika wurde im Jahr 2026 gegründet. In seiner Forschung widmet es sich dem Bodenrecht, dem Eigentumsrecht und dem Wirtschaftsrecht in verschiedenen regionalen Institutionen und verfolgt dabei einen transdisziplinären Ansatz in Bezug auf die soziologisch-rechtliche Zukunft Afrikas und seine Beziehungen zum Rest der Welt.
Der Forschungsschwerpunkt liegt auf der Dokumentation, Bewertung, Umdeutung und Interpretation verschiedener Zukunftsszenarien in Afrika im Hinblick auf die Realität der täglichen Wertschöpfung, zum Beispiel durch die Dokumentation des Gewohnheitsrechts im Bereich des Grundbesitzes sowie der Informalität als eigenständigem Raum der Legalität.
Darüber hinaus erstellt das Kompetenzzentrum Gutachten für deutsche Gerichte zu Fragen des afrikanischen Eigentums- und Familienrechts.
Forschung zum Recht in Afrika
Forschungsthemen
Das Zentrum forscht zur Pluralität der Wertschöpfungssysteme in Afrika – von Wertpapieren bis zu Eigentumsrechten. In seinen Publikationen und Kooperationen betont es die Bedeutung der Entwicklung und Analyse von Rechtsvorschriften, die von den wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Realitäten Afrikas ausgehen und nicht (ausschließlich) von denen des Westens. Darüber hinaus legen die Wissenschaftler*innen den Fokus auf die Analyse der in einem Rechtssystem verankerten Erinnerungen, wie beispielsweise Gewohnheitsrecht und staatliches Recht.
Das Kompetenzzentrum ist offen für die Zusammenarbeit mit in Afrika ansässigen Forscher*innen sowie mit afrikanischen Wissenschaftler*innen, die sich für alternative Lesarten des Rechts in Afrika interessieren.
Forschungsprojekte
