Leben in Hamburg
Wenn Sie neu nach Hamburg ziehen, vor allem wenn Sie vorher nicht in Deutschland gelebt haben, müssen Sie sich in vielen Aspekten umorientieren. Hier finden Sie zu einigen wichtigen Fragen Informationen und weiterführende Links.
Wohnen
Der Hamburger Wohnungsmarkt ist hart umkämpft, sodass die Mietpreise hoch sind. Es lohnt sich daher, flexibel zu sein, z.B. bei der Wahl des Stadtteils oder der Entfernung zum Institut. Auf diesen Seiten finden Sie hilfreiche Informationen zur Wohnungssuche und zum Wohnen in Deutschland:
Auf dieser Liste finden Sie Links zu Unterkünften und Mietportalen:
In Hamburg unterwegs
- Mit Fähre, Bus und Bahn: Hamburg verfügt über ein dichtes Netz an öffentlichen Verkehrsmitteln. Auf der Homepage des Hamburger Verkehrsverbunds (HVV) finden Sie Informationen zu Fahrplänen, Ticketpreisen und Service. Unsere Personalverwaltung beantwortet Ihre Fragen zur Beantragung eines Deutschland-Jobtickets.
- Mit dem Auto oder einem anderen Kraftfahrzeug: Nicht jeder Führerschein aus dem Ausland erlaubt das Fahren in Deutschland! Hier finden Sie Information zur Gültigkeit Ihres Führerscheins. Wenn Sie mit Ihrem Auto dauerhaft nach Hamburg ziehen, müssen Sie es in Hamburg zur Zulassung anmelden. Informationen dazu finden Sie hier.
- Mit dem Fahrrad: Viele Strecken in Hamburg kann man sehr gut mit dem Fahrrad bewältigen. Wenn Sie nur gelegentlich ein Fahrrad brauchen, eignet sich vielleicht ein Fahrrad-Abo oder ein Mietfahrrad. An vielen Orten in der Stadt finden Sie z.B. die roten Räder von StadtRAD Hamburg.
Telefon/Internet
Sie haben die Wahl zwischen verschiedenen Providern und wiederum Verträgen mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten, Laufzeiten und Preisen. Wer für das Handy keinen Vertrag abschließen möchte, kann auch eine Prepaid-Karte kaufen und bei Bedarf aufladen.
Mit Kindern in Hamburg
Allgemeine Informationen zu Kinderbetreuung und Schulsystem in Deutschland, sowie zu finanziellen Hilfen für Familien finden Sie hier.
Auf der Homepage der Stadt Hamburg finden Sie ausführliche Informationen zu Kinderbetreuung und Schulen in Hamburg. Das Schulsystem ist in jedem Bundesland etwas anders ausgestaltet. Diese Informationen können deswegen auch hilfreich sein, wenn Sie aus einem anderen Bundesland nach Hamburg ziehen.
Versicherungen
Beschäftigte unterliegen grundsätzlich der Sozialversicherungspflicht. Informationen zum deutschen Sozialversicherungssystem finden Sie auf den Seiten von Euraxess. Während Ihre Beiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung automatisch vom Arbeitgeber entrichtet werden, müssen Sie der Personalverwaltung mitteilen, für welche Krankenversicherung Sie sich entschieden haben.
Der Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen ist sehr umfassend. Versicherte sind sowohl für akute Behandlungen als auch für viele Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen versichert. Auch Kosten für Reha-Maßnahmen, Medikamente und medizinische Hilfsmittel, werden von den Krankenkassen übernommen, sofern sie ärztlich verschrieben wurden. Einige Versicherungen bezuschussen auch qualifizierte Sportangebote, die dem Erhalt Ihrer Gesundheit dienen. Wenn Sie sich vor einer empfohlenen Behandlung nicht sicher sind, ob die Kosten übernommen werden, helfen Ihnen Ihre Arztpraxis und Ihre Versicherung weiter.
Darüber hinaus gibt es optionale, private Versicherung für die verschiedene Risken. Eine private Versicherung kann notwendig sein, wenn keine gesetzliche Versicherungspflicht durch das Beschäftigungsverhältnis besteht, oder wenn der gesetzliche Versicherungsschutz erweitert werden soll. Informationen zu einigen privaten Versicherungen, z.B. für Zahnersatz, die grundsätzlich oder je nach Lebenssituation sinnvoll sein können, finden Sie ebenfalls bei Euraxess.
Gesund bleiben und krank sein in Deutschland
Wir empfehlen Ihnen, sich möglichst bald, und nach Möglichkeit, bevor ein Krankheitsfall eintritt, bei einer allgemeinärztlichen Praxis (Hausärztin/Hausarzt) anzumelden. In Deutschland herrscht das Prinzip der Wahlfreiheit, d.h., dass Sie Ihre Ärztin/Ihren Arzt grundsätzlich frei wählen können. Es gibt zwar Ärztinnen und Ärzten, die nur Privatpatienten behandeln, aber die allermeisten Praxen nehmen sowohl Gesetzlich Versicherte („Kassenpatient*innen“) als auch Privatversicherte auf. Je nach Wohnort kann es aber sein, dass Ihre Wunschpraxis bereits voll ausgelastet ist und Sie deshalb nicht aufnehmen kann.
Auch bei der Wahl einer Facharztpraxis haben Sie grundsätzlich die freie Wahl. Vor dem Gang zu einer fachärztlichen Praxis empfiehlt es sich in vielen Fällen jedoch, zunächst eine Allgemeinärztin oder einen Allgemeinarzt aufzusuchen, um zu klären, ob eine fachärztliche Behandlung notwendig ist und welche Praxis für das akute Problem am sinnvollsten ist. Für regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen ohne akute Probleme, etwa durch eine Zahnärztin/einen Zahnarzt oder eine Gynäkologin ist eine Vorabsprache mit der allgemeinärztlichen Praxis nicht notwendig.
Krank nach Feierabend oder am Wochenende – was tun?
Ein Hexenschuss, ein Infekt oder eine (nicht lebensbedrohliche) Schnittwunde – medizinische Hilfe brauchen wir gelegentlich auch außerhalb der Praxisöffnungszeiten. Aber nicht jeder Fall ist ein Notfall. Bitte überlegen Sie, wie dringend und wie spezialisiert die Behandlung sein muss. Abends und an Wochenenden können Sie eine Bereitschaftspraxis aufsuchen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie ärztliche Hilfe brauchen oder die Bereitschaftspraxis nicht aufsuchen können, können Sie die 116 117 anrufen, die Nummer des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes (ohne Vorwahl und kostenfrei von jedem deutschen Telefonanschluss, auch vom Mobiltelefon). Hier erhalten Sie zunächst eine Einschätzung Ihrer Situation. Gegebenenfalls kann auch ein Hausbesuch durch eine Ärztin oder einen Arzt veranlasst werden.
IM NOTFALL: 112!
Unter der Nummer 112 erreichen Sie jederzeit und von überall den Rettungsdienst. Bleiben Sie ruhig. Die Mitarbeiter*innen der Rettungsleitstellen sind dafür geschult, Ihnen die richtigen Fragen zu stellen, um schnell zu erkennen, welche Hilfe Sie benötigen.
Wenn Sie selbst oder jemand in Ihrer Nähe einen lebensbedrohlichen Notfall erleidet – etwa bei Anzeichen eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls oder bei einem Unfall – zögern Sie nicht, die 112 zu rufen, auch wenn Sie sich nicht sicher sind!
Auch bei Bränden und bei Unfällen mit Verletzten alarmieren Sie unter der 112 Feuerwehr und Rettungsdienst.
Wenn Sie dringend die Polizei brauchen, weil Sie oder andere in akuter Gefahr sind oder Sie eine Straftat beobachten, rufen Sie die 110 an. Wenn Sie die Polizei nicht unmittelbar brauchen, können Sie sich an das jeweils zuständige Kommissariat wenden.
Nationale Feiertage/Sonntage
An Sonn- und Feiertagen bleiben die meisten Geschäfte, Arztpraxen und Ämter in Deutschland geschlossen. Auch das Institut, einschließlich Bibliothek, ist an diesen Tagen sowie zwischen Weihnachten und Neujahr geschlossen.
Nationale Feiertage in Hamburg 2026:
- Neujahr: Do 01.01.2026
- Karfreitag: Fr 03.04.2026
- Ostermontag: Mo 06.04.2026
- Tag der Arbeit: Fr 01.05.2026
- Himmelfahrt: Do 14.05.2026
- Pfingstmontag: Mo 25.05.2026
- Tag der Deutschen Einheit: Sa 03.10.2026
- Reformationstag: Sa 31.10.2026
- Weihnachten: Fr 25.12.2026 und Sa 26.12.2026