
17./18. September 2001
17./18. September 2001
Das Institut feiert sein 75-jähriges Bestehen mit einem europarechtlichen Symposium und der Festschrift „Aufbruch nach Europa“. Die Europäisierung des Privatrechts prägt über viele Jahre die Forschungsagenda. Unter der Leitung des Direktoriums von Klaus J. Hopt, Jürgen Basedow und Reinhard Zimmermann begleitet das Institut die Entwicklungen im Bereich des Europäischen Privatrechts aus wissenschaftlicher Perspektive. Es entstehen zahlreiche Publikationen, Stellungnahmen und internationale Forschungsprojekte – auch mit dem Ziel eines gemeinsamen europäischen Privatrechts. 2009 geben die Direktoren das Handwörterbuch des Europäischen Privatrechts heraus, das 2012 als Max Planck Encyclopedia of European Private Law erscheint.
Anlässlich des Jubiläums wird über die besondere Stellung des Instituts im deutschen, europäischen und globalen Rechtsleben reflektiert. Internationale Kooperationen und Netzwerke prägen die Forschung unter dem zweiten Dreierkollegium. Das Institut beteiligt sich an wissenschaftlichen Bestrebungen zur Entwicklung eines gemeineuropäischen Privatrechts wie auch an der Rechtsvereinheitlichung auf breiter internationaler Ebene. Die rechtsvergleichende Forschung am Institut dient dabei als Plattform. In diesem Sinne treiben Basedow und Zimmermann Vorarbeiten für ein gemeinsames europäisches Vertragsrecht voran. Hopt erschließt das Thema Corporate Governance im deutschen, europäischen und US-amerikanischen Kontext.
Auch die Personalstruktur am Institut ändert sich. Waren noch unter Zweigerts Direktorium Stellen auf Lebenszeit üblich, verlassen nun die meisten wissenschaftlichen Mitarbeitenden nach Abschluss ihrer Promotion beziehungsweise Habilitation das Institut, um eine Karriere in der Wissenschaft oder der Rechtspraxis einzuschlagen. Damit wird Nachwuchsförderung ein gemeinsames Anliegen der Direktoren. Auf Initiative Basedows ist das Institut 2002 Mitbegründer der interdisziplinär ausgerichteten International Max Planck Research School (IMPRS) for Maritime Affairs. Von 2002 bis 2014 erforscht dieses Graduiertenprogramm die rechtlichen, wirtschaftlichen und geophysikalischen Aspekte der Nutzung und des Schutzes sowie der Ordnung des Lebensraumes Meer.
Die wachsende Zahl der Mitarbeitenden macht eine bauliche Erweiterung des Instituts notwendig. Der Bibliotheksbereich wird vergrößert und die bestehenden Gebäude miteinander verbunden. Technologische Modernisierungen erfolgen ebenfalls. 2001 geht die erste Homepage des Instituts online, 2003 ziehen internetfähige Computer in die Bibliothek ein.



