
Zeittafel
Institutsgeschichte
1926
Als Teil der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft nimmt das Institut für ausländisches und internationales Privatrecht am 01.04. unter dem Gründungsdirektor Ernst Rabel im Berliner Schloss seinen Betrieb auf.
1933
Unter nationalsozialistischer Herrschaft werden ab 1933 mehrere Mitarbeitende verfolgt und gezwungen, das Institut zu verlassen. In der Forschungsarbeit des Instituts kommt es zunehmend zu Anpassungen und Zugeständnissen an die politischen und ideologischen Vorgaben des nationalsozialistischen Regimes.
1937
Rabel wird gezwungen, sein Amt niederzulegen. Sein Nachfolger wird der Geheime Justizrat und Ordinarius an der Berliner Universität Ernst Heymann.
1939
Heymann ist bestrebt, das Institut als kriegswichtig zu profilieren. Rabel emigriert in die USA.
1944
Das Institut wird aus der stark bombardierten Hauptstadt nach Tübingen verlagert, um seine Bibliothek zu schützen. Es findet einen provisorischen Unterschlupf in einem Verbindungshaus.
1945
Wegen einer schweren Erkrankung Heymanns wird Hans Dölle, zuvor Ordinarius an der Reichsuniversität Straßburg, trotz nationalsozialistischer Vorbelastung zunächst kommissarisch als Institutsleiter berufen.
1948
Dölles Entnazifizierungsverfahren findet statt. Er wird formal von jeglicher Verantwortung für sein Handeln während der NS-Zeit entlastet. Das Verfahren leitet Konrad Zweigert, der vor 1945 selbst Referent am Institut war.
1949
Das Institut wird Teil der neu gegründeten Max-Planck-Gesellschaft. Dölle wird zum ordentlichen Direktor ernannt.
1950
Rabel kehrt als wissenschaftlicher Mitarbeiter an das Institut zurück.
1956
Das Institut zieht von Tübingen nach Hamburg. Das neue Institutsgebäude am Mittelweg 187 wird eingeweiht.
1963
Der ehemalige Verfassungsrichter und langjährige Institutsmitarbeiter Zweigert tritt die Nachfolge Dölles als Institutsdirektor an.
1978
Mit Zweigerts Emeritierung wird auf Initiative der Max-Planck-Gesellschaft ein dreiköpfiges Direktorium eingeführt, in das Ulrich Drobnig, Hein Kötz und Ernst-Joachim Mestmäcker berufen werden.
2002
Reinhard Zimmermann komplettiert neben Klaus J. Hopt (Amtsantritt 1995) und Jürgen Basedow (Amtsantritt 1998) das zweite Direktorenkollegium.
2024
Mit dem Amtsantritt von Anne Röthel neben Holger Fleischer (Amtsantritt 2009) und Ralf Michaels (Amtsantritt 2019) ist das dritte Dreierkollegium an der Spitze des Instituts vollständig.
2026
Unter dem Motto „100 Years of Thinking Ahead“ feiert das Institut sein 100. Jubiläum und setzt auf einen verstärkten öffentlichen Dialog.