
Kann Recht aus Müll Rohstoff machen?
Die Ressourcen der Erde sind endlich. Trotzdem beanspruchen wir sie in unserer linearen Wirstchaft aktuell im Übermaß. Einen Ausweg bietet die Kreislaufwirtschaft. Sie zielt darauf ab, Materialien und Produkte möglichst lange wiederzuverwenden, zu reparieren oder zu recyceln. Dies schont die Umwelt, vermeidet Müll und eröffnet sogar wirtschaftliches Potential.
Zur Umsetzung fehlen derzeit die rechtlichen Rahmenbedingungen - etwa zu vertraglichen Pflichten, Haftungs- und Eigentumsfragen. Da viele Produkte im globalen Lieferketten hergestellt werden, sind auch Lösungen für den internationalen Kontext maßgeblich.
In meiner Forschung untersuche ich, wie das Modell der Kreislaufwirtschaft im Privatrecht umgesetzt werden kann, damit wir uns in Deutschland und weltweit einer nachhaltigeren, zirkulären Wirtschafts- und Lebensweise nähern.
Antonia Sommerfeld,
wissenschaftliche Referentin am Institut,
forscht unter anderem zum Internationalen und europäischen Privat- und Zivilverfahrensrecht sowie zu Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft.
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