Max-Planck-Gesellschaft

Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht

Private Law Gazette
Onlineausgabe Handwörterbuch des Europäischen Privatrechts

Priv.-Doz. Dr. Jan D. Lüttringhaus, Maîtrise en droit (Aix-en-Provence), LL.M. (Columbia)

Wissenschaftlicher Referent

Telefon: +49 40 419 00 - 314

Fax: +49 40 419 00 - 288

E-Mail: luettringhaus@mpipriv.de

Forschungsschwerpunkte:

Bürgerliches Recht; Internationales Privat- und Verfahrensrecht; Zivilverfahrensrecht; Wirtschaftsrecht, insbesondere Versicherungsrecht; Rechtsvergleichung.
 

Wissenschaftlicher Werdegang:

Studium der Rechtswissenschaft an den Universitäten Passau, Aix-en-Provence, Bonn sowie an der Universität zu Köln und der Columbia Law School New York; 2006 Erste Juristische Staatsprüfung; 2009 Promotion bei Prof. Dr. H.-P. Mansel; 2011 Zweite Juristische Staatsprüfung.

2010 Osborne-Clarke-Fakultätspreis der Universität zu Köln; 2011 Otto-Hahn-Medaille der Max-Planck-Gesellschaft; 2012 Harlan Fiske Stone Scholar der Columbia Law School; Stipendien des Studienwerks Villigst, der Studienstiftung des deutschen Volkes, der FAZIT-Stiftung und der Geschwister Boehringer Ingelheim Stiftung für Geisteswissenschaften, der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius-Studienstiftung sowie des DAAD.

2006–2009 wissenschaftlicher Assistent, seit 2011 wissenschaftlicher Referent am Institut; seit 2011 Lehrbeauftragter an der Universität Hamburg; seit 2013 Fellow des Max Planck International Research Network on Aging (MaxNetAging).


I. Monographien und andere selbständige Publikationen

Grenzüberschreitender Diskriminierungsschutz - Das internationale Privatrecht der Antidiskriminierung (Studien zum ausländischen und internationalen Privatrecht, 234), Mohr Siebeck, Tübingen 2010, Dissertation, Universität zu Köln 2009, XXV + 449 S.

II. Beiträge in Sammelwerken, Kommentierungen, Handbüchern und Lexika

Substitution, in: Jürgen Basedow et al. (Hg.), Encyclopedia of private international law, Bd. II, Elgar, Cheltenham 2017, 1676 - 1682.

Reinsurance contracts, in: Jürgen Basedow et al. (Hg.), Encyclopedia of private international law, Bd. II, Elgar, Cheltenham 2017, 1524 - 1531.

Life insurance contracts, in: Jürgen Basedow et al. (Hg.), Encyclopedia of private international law, Bd. II, Elgar, Cheltenham 2017, 1152 - 1158.

III. Aufsätze

Die Europäisierung des Zwangsvollstreckungsrechts im Bereich der vorläufigen Kontenpfändung - Der Europäische Beschluss zur vorläufigen Kontenpfändung und seine Wechselwirkungen mit der deutschen Zivilprozessordnung, Zeitschrift für Zivilprozess 129 (2016), 187 - 218.

Die Haftung von Gesellschaftsorganen im internationalen Privat- und Prozessrecht, Europäische Zeitschrift für Wirtschaftsrecht 2015, 904 - 908.

Die Haftung von Geschäftsführern gegenüber ihrer Gesellschaft bewegt sich im Spannungsfeld von Vertrag, Delikt und gesellschaftsrechtlichem Organverhältnis. Die Holterman Ferho-Entscheidung des EuGH ermöglicht eine erste Positionsbestimmung der Geschäftsführerhaftung im Zuständigkeits- und Kollisionsrecht der EU. Directors’ liability is caught between company law, and contractual and non-contractual obligations. In its Holterman Ferho decision, the ECJ locates directors’ liability within EU private international law.

https://www.wiso-net.de:443/document/EUZW__A301FFE51755ED6807DEC1AEEAC809D7 (Verlagsversion)

Die Verzinsung von Gerichtskosten zwischen BGB und ZPO, Neue Juristische Wochenschrift 2014, 3745 - 3748.

IV. Entscheidungsanmerkungen

Direktklagen gegen Versicherungsunternehmen und die persönliche Reichweite von Gerichtsstandsvereinbarungen in Versicherungsverträgen, LMK: kommentierte BGH-Rechtsprechung / Lindenmaier-Möhring 2017, 395598.

Anerkennung grenzüberschreitender Restschuldbefreiungen und Ordre-Public-Vorbehalt nach der EuInsVO, BGH 10.9.2015 – IX ZR 304/13, WM 2015, 2248, WuB 2016, 122 - 125.

Erstattung der Reisekosten des auswärtigen Rechtsanwalts nach § 91 II 1 ZPO bei Klageerhebung an einem dritten Ort, BGH, Beschluss vom 12.09.2013 - I ZB 39/13 (LG München I), BGH, 09.12.2013 - I ZB 39/13, LMK - kommentierte BGH-Rechtsprechung / Lindenmaier-Möhring 2014, 357258.

V. Rezensionen

Rezension von: Stone, Peter: EU Private International Law. 2. ed. (2010), Rabels Zeitschrift für ausländisches und internationales Privatrecht 78 (2014), 437 - 441.

Rezension von: Antonio Gambaro/Rodolfo Sacco/Louis Vogel: Le droit de l'occident et d'ailleurs (2011), Zeitschrift für Europäisches Privatrecht 2012, 444 - 446.

Rezension von: Bart Volders, Afgebroken contractonderhandelingen in het internationaal privaatrecht / Rupture de pourparlers en droit international privé, Rabels Zeitschrift für ausländisches und internationales Privatrecht 75 (2011), 151 - 155.

VI. Sonstiges

Mehr Freiheit wagen im Versicherungsrecht durch daten- und risikoadjustierte Versicherungstarife – „Pay-as-you-drive“-, „Pay-as-you-live“- und „Smart-Home“-Tarife als Herausforderung für das Versicherungsvertragsrecht –, 2017, https://ssrn.com/abstract=3058761, 26.10.2017.

  • Max Planck Private Law Research Paper No. 17/18

Der technologische Fortschritt eröffnet Versicherern und Versicherungsnehmern neue Freiräume, risiko- und datenadjustierte Versicherungsverträge zu schließen: In „Pay-as-you-drive“- oder „Telematik“-Tarifen in der Kfz-Haftpflichtversicherung entscheidet das in Echtzeit durch eine Black-Box oder durch ein Smartphone dokumentierte Fahrverhalten über die Höhe der Versicherungsprämie. In „Pay-as-you-live“- bzw. „Fitness“-Tarifen wird der Versicherungsbeitrag bei Lebens- und Berufsunfähigkeitsversicherungen hingegen an den Bewegungs- und Lebensgewohnheiten des Versicherten ausgerichtet. Als Grundlage dienen dabei unter anderem die durch Mobiltelefone oder Fitnessarmbänder erhobenen Daten – wie z.B. die täglich zurückgelegte Schrittzahl. Eine ähnliche Vorgehensweise erlauben theoretisch auch „Smart-Home“-Geräte, die – wie etwa ein internetfähiger Kühlschrank – die Lebens- und Ernährungsgewohnheiten der Nutzer en détail dokumentieren. Dieser Beitrag untersucht, welche versicherungsvertragsrechtlichen Fragen solche am Verhalten der Versicherungsnehmer ausgerichteten „Tracking“-Tarife aufwerfen. Neben dem VVG und der AVB-Klauselkontrolle nimmt diese Abhandlung auch die datenschutzrechtliche Dimension in den Blick. Besonderes Augenmerk gilt dabei der bislang ungelösten Frage nach den rechtlichen Grenzen der Kombination von Daten aus unterschiedlichen risiko- und datenadjustierten Versicherungsverträgen.

Max Planck Private Law Research Paper No. 17/18 (Preprint)

Die Vertragsfreiheit kommt in Brüssel unter die Räder, Frankfurter Allgemeine Zeitung 04.05.2011, 19.

Die Schattenseiten der Quote. Erfahrungen in anderen Ländern zeigen: Aus Bevorzugung kann Benachteiligung werden – auch für Frauen, Die ZEIT 17.02.2011, 73.