Max-Planck-Gesellschaft

Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht

Private Law Gazette
Onlineausgabe Handwörterbuch des Europäischen Privatrechts

Monographien und andere selbständige Publikationen


Peter Agstner, Francesco Bordiga, Legge sulle società per azioni della Repubblica Federale tedesca (Studi e documenti di diritto comparato e straniero, 2), Giuffrè, Mailand 2014, 521 S. MPG.PuRe

Gregor Bachmann, Horst Eidenmüller, Andreas Engert, Holger Fleischer, Wolfgang Schön, Regulating the Closed Corporation (European Company and Financial Law Review – Special Volume 4), DeGruyter, Berlin 2014, 266 S. MPG.PuRe

Jürgen Basedow, Private Law Beyond the Nation State - Studies on the globalization and europeanization of private law (Translation into Persian by Alireza Arvahi and Ali Shirvani), Intescharat-e Gahdad, Isfahan 2014, 167 S. MPG.PuRe

Anatol Dutta, Warum Erbrecht? – Das Vermögensrecht des Generationenwechsels in funktionaler Betrachtung (Beiträge zum ausländischen und internationalen Privatrecht, 101), Mohr Siebeck, Tübingen 2014, Habilitation, Universität Hamburg 2012, XX + 682 S. MPG.PuRe

Gunnar Franck, Der Direktanspruch gegen den Haftpflichtversicherer (Studien zum ausländischen und internationalen Privatrecht, 317), Mohr Siebeck, Tübingen 2014, 260 S. MPG.PuRe

  • Rezension: Nordmeier, GPR – Zeitschrift für das Privatrecht der Europäischen Union 2015, 103
  • Rezension: Schwintowski, Versicherungsrecht 2015, 960-961

Elke Heinrich, Bonitätsprüfung im Verbraucherkreditrecht – Kreditwürdigkeit, Warnpflicht und Sanktionen bei Pflichtverletzung im österreichischen und deutschen Recht, Manz, Wien 2014, 232 S. MPG.PuRe

Christa Jessel-Holst, Hrvoje Sikirić, Vilim Bouček, Davor Babić, Međunarodno privatno pravo. Zbirka odluka Suda Europske Unije (Private international law. Collection of decisions of the ECJ) (Pravna biblioteka – europsko pravo), Narodne Novine, Zagreb 2014, 775 S. MPG.PuRe

Johannes Liebrecht, Brunners Wissenschaft. Heinrich Brunner (1840-1915) im Spiegel seiner Rechtsgeschichte, Vittorio Klostermann, Frankfurt a. M. 2014, IX + 363 S. MPG.PuRe

Ernst-Joachim Mestmäcker, Heike Schweitzer, Europäisches Wettbewerbsrecht, 3. Aufl., C.H. Beck, München 2014, LXIII + 1036 S. MPG.PuRe

Nadjma Yassari, Die Brautgabe im Familienvermögensrecht – Innerislamischer Rechtsvergleich und Integration in das deutsche Recht (Beiträge zum ausländischen und internationalen Privatrecht, 104), Mohr Siebeck, Tübingen 2014, XXXIV + 580 S. MPG.PuRe

  • besprochen von: Rohe, Zeitschrift für das gesamte Familienrecht 2015, 812.
  • besprochen von: Ebert, Rabels Zeitschrift für ausländisches und internationales Privatrecht 79 (2015), 453-456.
  • besprochen von: Schneider Kayasseh, EJIMEL 2 (2014), 92-96.

Die Brautgabe (mahr) ist eine Schlüsselfigur des klassischen islamischen Eherechts und stellt einen vermögensrechtlichen Anspruch der Ehefrau gegen den Ehemann dar. Das deutsche Recht kennt dieses Rechtsinstitut nicht, dennoch müssen deutsche Richter oftmals über Brautgabenansprüche entscheiden, wenn diese vor deutschen Gerichten geltend gemacht werden. In ihrer Monografie „Die Brautgabe im Familienvermögensrecht – Inner­islamischer Rechtsvergleich und Integration in das deutsche Recht“ erschließt Dr. Nadjma Yassari das Rechtsinstitut der Brautgabe aus drei Perspektiven: aus der Sicht des klassischen islamischen Rechts, des geltenden Rechts in ausgewählten islamischen Ländern und des deutschen Rechts. Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Frage nach der Funktion der Brautgabe im Gefüge des ehelichen Familienvermögensrechts. Nadjma Yassari, die seit 2009 die Max-Planck-Forschungsgruppe „Das Recht Gottes im Wandel: Rechtsvergleichung im Familien- und Erbrecht islamischer Länder" leitet, untersucht in ihrer Monografie die Grundlagen der islamischen Brautgabe (mahr), verfolgt ihre historische Entwicklung und kontextualisiert sie im Familienvermögensrecht von Ägypten, Iran, Pakistan und Tunesien. Denn obwohl die vermögensrechtlichen Beziehungen zwischen den Ehegatten stetig fortentwickelt worden sind, ist die Ausstrahlungskraft dieser Reformen schwach: Der Grundsatz der nachehelichen Solidarität ist kaum gefestigt; nennenswerte soziale Transferleistungen bestehen nicht. Die Brautgabe spielt somit weiterhin eine wichtige Rolle bei der Schließung der bestehenden Versorgungslücken. Diese Erkenntnis bildet in der Folge die Grundlage für eine Verortung der Brautgabe im Kollisionsrecht sowie für ihre Integration in das deutsche Familienrecht.