Max-Planck-Gesellschaft

Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht

Private Law Gazette
Onlineausgabe Handwörterbuch des Europäischen Privatrechts


 

Ansprechpartnerin
für Kooperationen mit der University of Cambridge und der University of Oxford:

Barbara Schröder
welcome@mpipriv.de

 

Ansprechpartner
für Kooperationen mit der Universität Kyoto:

Prof. Dr. Harald Baum

 

Kooperationen

Durch institutionelle Kooperationen und über die Projektarbeit mit in- und ausländischen Partnern sucht das Institut neue Wege in der Forschung und im internationalen Austausch. Innerhalb von Hamburg besteht ein enger wissenschaftlicher Austausch mit der Universität Hamburg und der Bucerius Law School, international in institutionalisierter Form mit den Universitäten Cambridge, Oxford und Kyoto. Weitere Kooperationspartner sind u.a. die Haager Konferenz für Internationales Privatrecht, UNIDROIT und UNCITRAL.

University of Cambridge

Bereits seit 2004 besteht eine Kooperation des Instituts mit der University of Cambridge. Jährlich können zwei Institutsmitarbeiter jeweils einen term (8 Wochen) zu Forschungszwecken an der juristischen Fakultät verbringen. Die Teilnehmer des Austausches werden je nach fachlichem Interesse einem der an der juristischen Fakultät bestehenden Forschungszentren (IPR, Europarecht und Rechtsvergleichung, Gesellschaftsrecht) zugeordnet und von diesem betreut. Weiterer Kooperationspartner ist das Wolfson College. In gleichem zeitlichem Umfang gewährt das Hamburger Institut Rechtswissenschaftlern der University of Cambridge stipendierte Forschungsaufenthalte. Koordinatoren des Austauschprogramms sind Professor John Bell, Direktor des Centres for Public Law in Cambridge in Cambridge, und Professor Reinhard Zimmermann.

Universität Kyoto

Im September 2008 haben das Hamburger Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht und die Juristische Fakultät der Universität Kyoto mit einem Kooperationsvertrag den akademischen Austausch zwischen beiden Institutionen besiegelt. Damit wird die bereits seit Jahrzehnten bestehende enge wissenschaftliche Verbindung zwischen dem Max-Planck-Institut und der japanischen Spitzenuniversität auf eine offizielle Ebene gehoben. Ziele der Kooperation sind der regelmäßige Austausch von Wissenschaftlern, insbesondere Nachwuchswissenschaftlern, die an den beiden Institutionen tätig sind, und eine Intensivierung der projektbezogenen Zusammenarbeit. Die Gastwissenschaftler genießen jeweils völlige Forschungsfreiheit an dem gastgebenden Partnerinstitut, sind aber eingeladen, an dessen akademischen Leben teilzunehmen. Nach Vereinbarungen mit den Universitäten Cambridge und Oxford ist dies die dritte große Kooperation mit einer Eliteuniversität für das Max-Planck-Institut für Privatrecht.  

 

Die Universität Kyoto gehört zu den japanischen Spitzenuniversitäten. Ihre Juristische Fakultät bekundet seit langem ein großes Interesse am deutschen Recht. Dieses resultiert insbesondere aus dem Einfluss, den das deutsche Recht auf die Ausgestaltung vor allem des modernen japanischen Zivilrechts seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert  hatte. Das Max-Planck-Institut für Privatrecht seinerseits zählt den Vergleich verschiedener Rechtsordnungen und die Rechtsvereinheitlichungen zu seinen zentralen wissenschaftlichen Zielen. Vor diesem Hintergrund beschreibt der Leiter des Japan-Referats, Prof. Dr. Harald Baum, die Bedeutung der Kooperation für das Max-Planck-Institut für Privatrecht: „Der Ausbau der Kooperation mit einer der Eliteuniversitäten Japans, das nach wie vor die zweitgrößte Wirtschaftsmacht der Welt ist und im Zuge der Globalisierung vor ähnlichen Herausforderungen wie Deutschland steht, wird wichtige Impulse für unsere Forschungsarbeit in den Bereichen des Zivilrechts wie des Handels-, Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht bringen.“  

 

Das Japan-Referat des Hamburger Max-Planck-Instituts für Privatrecht ist eine der wichtigsten europäischen Anlaufstellen für juristische und rechtsvergleichende Fragestellungen zum japanischen Zivil-, Handels- und Wirtschaftsrecht. Es gibt darüber hinaus seit 1996 die einzige regelmäßig erscheinende Zeitschrift zum japanischen Recht in westlichen Sprachen heraus.

University of Oxford

Im Sommer 2007 hat das Institut eine weitere Vereinbarung über eine wissenschaftliche Kooperation mit der University of Oxford geschlossen. Im Rahmen des Austauschprogramms erhalten in jedem akademischen Jahr zwei wissenschaftliche Mitarbeiter des Instituts die Möglichkeit, ein Trimester lang an der juristischen Fakultät eigenständige Forschungen zu betreiben. Der Austausch wird von Oxforder Seite durch das Institute of European and Comparative Law (Professor Birke Häcker) betreut. Zusätzlich wird das Austauschprogramm durch das St. Catherine's College, Oxford, unterstützt. Im Gegenzug kommen Graduierte und Fakultätsmitglieder aus Oxford zu Forschungszwecken an das Hamburger Institut. Koordinator auf Hamburger Seite ist Reinhard Zimmermann.