Max-Planck-Gesellschaft

Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht

Private Law Gazette
Onlineausgabe Handwörterbuch des Europäischen Privatrechts


Forschungsgruppen

Eine hervorragende Qualifizierungsmöglichkeit für promovierte junge Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler bieten die Max-Planck-Forschungsgruppen (MPFG). Die Forschungsgruppen sind zunächst auf fünf Jahre befristet, können  aber verlängert werden. Sie nutzen Infrastruktur und Verwaltung eines Max-Planck-Instituts, verfügen jedoch über eigene Personal- und Sachmittel, die es den Gruppenleitern ermöglichen, eigenständig ein Forschungsprojekt zu verfolgen und damit den Grundstein für eine erfolgreiche Karriere zu legen.

Es gibt zwei Arten von Max-Planck-Forschungsgruppen: sogenannte "institutseigene" und "themenoffene". Während die institutseigenen Gruppen üblicherweise thematisch an das jeweilige Institut gebunden sind und die Leitungsposition von den Instituten selbst ausgeschrieben werden, können bei den zentral von der Max-Planck-Gesellschaft ausgeschriebenen Leitungspositionen der themenoffenen Gruppen individuelle Projektvorschläge eingereicht werden und sich die Interessenten für ein Max-Planck-Institut ihrer Wahl bewerben.

Forschungsgruppe zum Familien- und Erbrecht islamischer Länder

Seit April 2009 arbeitet im Referat für das Recht islamischer Länder unter der Leitung von Dr. Nadjma Yassari eine Forschungsgruppe zum Familien- und Erbrecht islamischer Länder. Die Nachwuchswissenschaftler setzen ihren Forschungsschwerpunkt auf eine rechtsvergleichende Studie des Familien- und Erbrechts innerhalb der islamischen Welt. Zudem wird insbesondere die Bedeutung des Verfahrensrechts für die Weiterentwicklung des Familien- und Erbrechts beleuchtet. In ihrem ersten Projekt analysierte die Gruppe das Eherecht und seine Gestaltung in ausgewählten islamischen Ländern. Das zweite Projekt (seit März 2014) widmet sich dem Kindschaftsrecht und seiner Entwicklung in den islamischen Ländern.
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