Max-Planck-Gesellschaft

Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht

Private Law Gazette
Onlineausgabe Handwörterbuch des Europäischen Privatrechts


Veranstaltungen

Neben den in größeren Abständen durchgeführten Veranstaltungen des Lateinamerikareferats bildet die Lateinamerikarunde ein regelmäßiges Forum.

Focus Lateinamerika 2017

Am 6. und 7. Oktober 2017 fand im Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht in Hamburg eine Tagung mit dem Titel „Focus Lateinamerika – internationale Konflikte und rechtliche Ordnung“ statt.
Die Vorträge widmeten sich aktuellen Fragen der Schiedsgerichtsbarkeit, des internationalen Privat- und Verfahrensrechts sowie des Rechts des MERCOSUR.

Anlass war der 80. Geburtstag von Dr. Jürgen Samtleben, der von 1971-2002 das Lateinamerikareferat des Instituts geleitet und den genannten Themen zahlreiche wegweisende Untersuchungen gewidmet hat.

Tagung der DLJV 2013

Am 15./16. November 2013 veranstaltete das Lateinamerikareferat zusammen mit der Deutsch-Lusitanischen Juristenvereinigung (DLJV) am MPI Hamburg eine Tagung zum Thema: „Der internationale Rechtsverkehr mit den lusophonen Ländern“. Die DLJV hat das Ziel, das Verständnis für die Rechtskultur der Länder portugiesischer Sprache zu fördern. Zu diesen zählen neben Portugal etwa auch Brasilien, Angola oder die Kapverdischen Inseln.


Themen der Tagung waren u.a. der jüngst erfolgte Beitritt Brasiliens zum UN-Kaufrecht sowie verschiedene Facetten des internationalen Privatrechts. Die ca. 70 Teilnehmer kamen aus Deutschland, Brasilien, Portugal und der Schweiz (siehe den Tagungsbericht von Jayme in IPRax 2014, 211-212).

Tagung zur brasilianischen Schiedsgerichtsbarkeit 2010

Im November 2010 veranstaltete die Deutsch-Brasilianische Juristenvereinigung e.V. in Zürich ihre 29. Jahrestagung zum Thema „Schiedsgerichtsbarkeit und Mediation in Deutschland und Brasilien“. Jan Peter Schmidt war als Vorstandsmitglied an der Organisation beteiligt, zu den Referenten zählte neben Jürgen Samtleben auch sein ehemaliger Assistent am Institut, Jan Kleinheisterkamp, jetzt Senior Lecturer an der London School of Economics. Beide haben sich intensiv mit dem brasilianischen Schiedsrecht befasst. Jürgen Samtlebens Studien zu dem Thema begannen bereits in den frühen 1980er Jahren, als die Materie in Brasilien noch in den Kinderschuhen steckte. Seine Aufsätze wurden zum Teil auch ins Portugiesische übersetzt und waren ein grundlegender Beitrag zur dortigen Entwicklung dieses Rechtszweigs. Jan Kleinheisterkamp lieferte mit seiner am Institut entstandenen und 2005 bei Oxford University Press erschienenen Dissertation „International Commercial Arbitration in Latin America“ dann eine fundierte Untersuchung der Rechtslage nach Inkrafttreten des brasilianischen Schiedsgesetzes von 1996. Sein Buch zählt weltweit zu den Standardwerken für Schiedsgerichtsbarkeit in Lateinamerika. Ein ausführlicher Tagungsbericht von Jan Peter Schmidt ist in Heft 1/2011 der Mitteilungen der Deutsch-Brasilianischen Juristenvereinigung erschienen.

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Neue Entwicklungen im brasilianischen Recht 2007

Am 7.7.2007 fand an der Humboldt Universität zu Berlin die Tagung „Aktuelle Entwicklungen im brasilianischen Recht“ statt, die das Lateinamerikareferat des MPI zusammen mit dem Fremdsprachlichen Rechtsstudium (FRS) der Humboldt-Universität organisiert hatte. Hierbei wurden in sechs Referaten Themen des brasilianischen Verfassungs-, Zivil- und Zivilprozessrechts diskutiert.

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Wirtschaftsrecht des MERCOSUR - Horizont 2000

Am 21. und 22. Januar 2000 fand im Max Planck Institut eine internationale Tagung zum Wirtschaftsrecht des MERCOSUR statt. Neben Juristen gehörten dem Teilnehmerkreis Unternehmensvertreter, Politologen, Ökonomen, Lateinamerikanisten sowie Vertreter der Europäischen Union und von UNIDROIT an. Ziel der Tagung war es zum einen, den Teilnehmern einen umfassenden Überblick über den gegenwärtigen Stand des Gemeinsamen Marktes zu geben. Zum anderen sollte anhand konkreter Forschungsvorhaben der Stand der Integration analysiert und künftiger Forschungsbedarf aufgedeckt werden. Die zehn Referate schritten vom Allgemeinen zu besonderen Themen fort: Zunächst wurden übergreifende rechtliche und wirtschaftliche Aspekte des Integrationsprozesses erörtert, bevor am zweiten Tagungstag die Thematik schwerpunktmäßig, vor allem durch „Werkstattberichte“ aus dem laufenden Forschungsprojekt des Instituts vertieft wurde. Verbunden wurden diese Teile durch eine interdisziplinäre Podiumsdiskussion mit Vertretern der deutschen Wirtschaft, in der diese aus praktischer Sicht zum MERCOSUR Stellung nahmen.

Die Tagungsbeiträge sind in der Schriftenreihe „Wirtschaftsrecht des MERCOSUR“ als Band 4 veröffentlicht.

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Deutsch-Südamerikanische Rechtstage 1992

Anlässlich der 500-Jahrfeier der Entdeckung Amerikas fanden vom 30. September bis zum 3. Oktober 1992 im Institut die „Deutsch-Südamerikanischen Rechtstage“ statt. Aufgrund einer Initiative und eines Konzepts von Jürgen Samtleben beteiligten sich die Argentinisch-Deutsche Juristenvereinigung (AJAG) und die Deutsch-Brasilianische Juristenvereinigung (DBJV) sowie der Ibero-Amerika-Verein mit Sitz in Hamburg an dieser Veranstaltung. Die Argentinisch-Deutsche Juristenvereinigung erörterte hier im Rahmen ihres 4. Fachkongresses Themen des Umweltrechts sowie Fragen der Vermögensplanung im Ehegüter- und Erbrecht aus zivilrechtlicher und steuerrechtlicher Sicht. Die nachfolgende 11. Jahrestagung der Deutsch-Brasilianischen Juristenvereinigung, deren erste Tagung 1983 ebenfalls im Institut stattgefunden hatte, war den deutsch-brasilianischen Rechtsbeziehungen aus philosophischer, privatrechtlicher und verfassungsrechtlicher Sicht gewidmet. In einer gemeinsamen Fachtagung beider Vereinigungen und des Rechts- und Steuerausschusses des Ibero-Amerika-Vereins wurden juristische und politische Aspekte des MERCOSUR behandelt, der ein Jahr zuvor gegründet worden war. Die Beiträge aller Veranstaltungen sind in einem Tagungsband veröffentlicht, ein Bericht über die Tagung von Renata Marwege ist in IPRax 1993, S. 59-61 erschienen.