Max-Planck-Gesellschaft

Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht

Private Law Gazette
Onlineausgabe Handwörterbuch des Europäischen Privatrechts


Zeitschrift für Chinesisches Recht (ZChinR)

Die vierteljährlich erscheinende „Zeitschrift für Chinesisches Recht" (ZChinR) wurde 1994 vom stellvertretenden deutschen Direktor des Deutsch-Chinesischen Instituts für Rechtswissenschaft der Universitäten Göttingen und Nanjing (VR China), Matthias Steinmann, gegründet, um an die Mitglieder der Deutsch-Chinesischen Juristenvereinigung e.V. (DCJV) aktuelle Informationen zum chinesischen Zivil-, Wirtschafts- und Außenwirtschaftsrecht herauszugeben. Seit dem Jahr 2004 trägt die Publikation den Namen „Zeitschrift für Chinesisches Recht".


Die ZChinR ist die einzige fortlaufende deutschsprachige Publikation zum chinesischen Recht. In der ZChinR werden ausführliche Berichte und Analysen unter der Rubrik „Aufsätze" veröffentlicht. Aktuelle Rechtsentwicklungen werden unter der Rubrik „Kurze Beiträge" dargestellt. In der Rubrik „Dokumentationen" finden sich Übersetzungen der wichtigsten neuen chinesischen Gesetze. Außerdem veröffentlicht die ZChinR regelmäßig Tagungsberichte und Rezensionen von Büchern zum chinesischen Recht.

 

Die ZChinR wird von der DCJV in Verbindung mit dem Deutsch-Chinesischen Institut für Rechtswissenschaft sowie dem Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht unter der Schriftleitung des Vizedirektors des Deutsch-Chinesischen Instituts herausgegeben. Der Schriftleitung steht ein wissenschaftlicher Beirat, bestehend aus Prof. Dr. Björn Ahl (Universität zu Köln) und Prof. Dr. Knut Benjamin Pißler (Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht), bei der Erstellung der ZChinR zur Seite.

Die Zeitschrift erscheint viermal im Jahr als gedruckte Ausgabe. Das Abonnement der Zeitschrift ist für die Mitglieder der DCJV im Mitgliedsbeitrag enthalten. Es steht jedem Interessierten frei, Mitglied der DCJV zu werden.

Seit 2015 ist die Zeitschrift im Online Journal System online zugänglich. Unter www.zchinr.de stehen die Beiträge der jeweils vier letzten Ausgaben der Zeitschrift in Form von Inhaltsverzeichnissen, diejenigen der vorhergehenden Ausgaben als Volltexte im text- und seitenkonkordanten PDF-Format zur Verfügung. Mitglieder der DCJV können sich mit ihrem persönlichen Benutzernamen und Passwort anmelden und erhalten damit Zugriff auch auf die Volltexte der letzten vier Ausgaben. Das Inhaltsverzeichnis des aktuellen Heftes findet sich unter „Aktuelle Ausgabe“, Beiträge zurückliegender Ausgaben befinden sich im „Archiv“ und können mit der „Suche“ recherchiert werden.

Schriften zum chinesischen Recht

Seit dem Jahr 2008 gibt der China-Referent des Instituts, Knut Benjamin Pißler, gemeinsam mit dem Präsidenten der Deutsch-Chinesischen Juristenvereinigung, Professor Dr. Uwe Blaurock (Freiburg), sowie den Vorstandsmitgliedern Professor Dr. Ulrich Manthe (Passau) und Professor Dr. Christiane Wendehorst (Wien) die Schriften zum chinesischen Recht bei de Gruyter heraus.


Erschienen sind bislang:


Band 1
Jakob Riemenschneider
Das Darlehensrecht der Volksrepublik China
Januar 2008. 240 Seiten. Gebunden.


Band 2
Christoph Schröder
Der multimodale Frachtvertrag nach chinesischem Recht
November 2008. 242 Seiten. Gebunden.

 

Band 3
Raimund Christian Behnes
Der Trust im chinesischen Recht
August 2009. 186 Seiten. Gebunden.

 

Band 4
Simon Werthwein
Das Persönlichkeitsrecht im Privatrecht der VR China
Oktober 2009. 188 Seiten. Gebunden.

 

Band 5
Yiliang Dong/Hongyan Liu/Knut B. Pissler
The 2011 Regulation on the Causes of Civil Action of the Supreme People's Court of the People's Republic of China - A New Approach to Systemise and Compile the Status Quo of the Chinese Civil Law System
Januar 2012. 128 Seiten. Gebunden.

 

Band 6
Jörg Binding
Das Gesetz der VR China über die deliktische Haftung
August 2012. 160 Seiten.

Wohnungseigentumsrecht in China

Mit der Verabschiedung des Sachenrechtsgesetzes in der Volksrepublik China in 2007 wurde auch das Recht des Wohnungseigentums auf eine gesetzliche Grundlage gestellt. Dort ist dieser Rechtsbereich jedoch nur sehr knapp geregelt. Eine detailliertere Ausgestaltung bleibt damit unter gesetzlichen Normen und justiziellen Interpretationen des Obersten Volksgerichts überlassen.

 

In seinem Werk, Wohnungseigentum in China - Darstellung und Rechtsgrundlagen, das 2012 bei Mohr Siebeck erschienen ist, gibt der China-Referent des Instituts, Knut Benjamin Pißler, deutschsprachigen Lesern einen Einblick in dieses Rechtsgebiet, das zugleich auch auf Fragen des Teileigentums an nicht zu Wohnzwecken dienenden Räumen eines Gebäudes Anwendung findet. Dabei geht er nach einigen Begriffsbestimmungen auf die Begründung von Wohnungseigentum, die Gemeinschaft der Eigentümer und die Verwaltung des Wohnungseigentums ein. Zugleich werden alle wesentlichen Rechtsakte, die im chinesischen Wohnungseigentumsrecht einschlägig sind, erstmals in einer deutschen Übersetzung vorgelegt.