Max-Planck-Gesellschaft

Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht

Private Law Gazette
Onlineausgabe Handwörterbuch des Europäischen Privatrechts
Habilitandenkolloquium

Das Institut fördert nicht nur Habilitationsvorhaben eigener Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sondern betrachtet es auch als eine seiner Aufgaben, die international ausgerichteten Nachwuchswissenschaftler an den Universitäten untereinander und mit denen des Instituts zum Zweck des persönlichen Kennenlernens und des Gedankenaustauschs zusammenzuführen. Diesem Ziel dienen die vom Institut seit 1999 im zweijährigen Turnus durchgeführten Habilitandenkolloquien. Eingeladen werden regelmäßig Habilitandinnen und Habilitanden deutscher, österreichischer und Schweizer Universitäten, deren Themen Bezüge zu den Forschungsgegenständen des Instituts haben und deren Arbeiten mindestens so weit fortgeschritten sind, dass die wesentlichen Ergebnisse vorgestellt werden können. Außerdem nehmen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts teil, die sich aktuell habilitieren. Die Kolloquien bieten den Vortragenden die Möglichkeit, die eigenen Thesen vorzustellen und mit Fachvertretern zu diskutieren, ohne dass sie bereits in der Prüfungssituation stehen. Aus den bisherigen Kolloquien erwuchsen auch für die Habilitanden untereinander neue Möglichkeiten des weiteren Austauschs und der Zusammenarbeit.

Elftes Habilitandenkolloquium am 1. und 2. April 2019: Ausschreibung für Kolloquiumsvortrag

 

 

Wir wenden uns an Habilitand*innen, die in ihrer Arbeit weit genug fortgeschritten sind, um ihre Habilitationsschrift auf dem Habilitandenkolloquium im Max-Planck-Institut am 1. und 2. April 2019 vorstellen zu können. Bewerbungen können über den Betreuer der Habilitationsschrift oder die jeweilige Institutsleitung eingereicht werden.

Anforderungen:

Die Habilitation soll sich mit Europäischem Privatrecht (Privatrecht im weiteren Sinne wie z.B. auch internationales Privatrecht, Wirtschaftsrecht, Gesellschaftsrecht, Kapitalmarktrecht und Wettbewerbsrecht) befassen. Auch Beiträge aus der Rechtsgeschichte oder der ökonomischen Analyse des Rechts kommen in Betracht, nicht jedoch Themen allein zum nationalen deutschen Zivilrecht. Die Kolloquiumsbeiträge werden nicht veröffentlicht, da die einzelnen Habilitationsschriften ohnehin publiziert werden.

Das Institut übernimmt die Hotelkosten sowie die Reisekosten nach Hamburg und zurück. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden darüber hinaus eingeladen, einen zusätzlichen Tag am Institut zu bleiben und in unserer Bibliothek zu recherchieren.

Wir freuen uns über Bewerbungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das Kolloquium wird in deutscher Sprache abgehalten. Bitte schicken Sie Ihre Bewerbung, die ein Empfehlungsschreiben Ihres Betreuers sowie unser ausgefülltes Informationsblatt (siehe unten) einschließen soll, entweder per E-Mail oder auf dem Postweg an die unten angegebene Adresse. Bewerbungsschluss ist der 15. Oktober 2018.

 

Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht
Verwaltung, Mittelweg 187, D - 20148 Hamburg
E-Mail: veranstaltungen@mpipriv.de

Zehntes Habilitandenkolloquium am 8. und 9. Mai 2017

Das zehnte Habilitandenkolloquium am 8. und 9. Mai 2017 umfasste 15 Vorträge junger Wissenschaftler aus Deutschland und der Schweiz. Zwei der Habilitanden forschen am Hamburger Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht. Die drei Direktoren des Instituts Jürgen Basedow, Holger Fleischer und Reinhard Zimmermann nahmen an der Veranstaltung teil und leiteten je nach inhaltlichem Schwerpunkt des Vortrags die anschließende Diskussion. Im Einzelnen trugen vor:

 

Matthias Amort, Verbrauchervertragsrecht: Überlegungen zu einer Exkorporation aus dem BGB

 

Caspar Behme, Regulierungsfragen im Personengesellschaftsrecht

 

Beat Brändli,  Schweizer Gesellschaftsrecht und internationale Standards. Eine privatrechtliche Transformation 

 

Johannes W. Flume, Finanzmärkte und Kaufverträge — Zur rechtsgeschäftlichen Konstruktion von Austauschprozessen

 

Susanne Gössl, Parteiautonome Titel und effet utile - Einfluss des Unionsrechts auf das deutsche Zivilverfahrensrecht

 

Philipp Hacker, Regulating the Digital Economy. Big Data, Artificial Intelligence, and the Law

 

Elke Heinrich, Kollegialorgane in Kapitalgesellschaften 

 

Johannes Liebrecht, Kategorienwandel in der rechtshistorischen Forschung des früheren 20. Jahrhunderts

 

Robert Magnus, Der Rückholanspruch - die rückwirkende Grenze der Eigentumsfreiheit

 

Alexander Morell, Verhaltenssteuerung durch Zivilprozessrecht – Wahrheit, Beweismaß und Parteiautonomie aus rechtsökonomischer Perspektive

 

Michael Müller, Kleine und mittlere Unternehmen im Privatrecht 

 

Martin Otto, Theorie eines Elternschaftsrechts

 

Moritz Renner, Bankkonzernrecht 

 

Philipp Reuß, Der Familienname (§ 1355 BGB): Geschichte und Dogmatik

 

Chris Thomale, Haftungsbeschränkung bei Kapitalgesellschaften

Neuntes Habilitandenkolloqium am 18. und 19. Mai 2015

Das neunte Habilitandenkolloquium am 18. und 19. Mai 2015 umfasste 14 Vorträge junger wissenschaftler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Drei der Habilitanden forschen am Hamburger Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht. Die drei Direktoren des Instituts Jürgen Basedow, Holger Fleischer und Reinhard Zimmermann nahmen an der Veranstaltung teil und leiteten je nach inhaltlichem Schwerpunkt des Vortrags die anschließende Diskussion. Im Einzelnen trugen vor:

 

 

1. Daphne Aichberger-Beig, Das arbeitsrechtliche Leistungsstörungsrecht im System des allgemeinen Zivilrechts.

 

2. Eckart Bueren, Kurzfristiges Denken – ein ökonomisches und rechtliches Problem der börsennotierten Aktiengesellschaft?

 

3. Martin Engel, Deutsche und europäische Mechanismen zur Durchsetzung von Verbraucherrechten.

 

4. Timo Fest, Gerichtliche Inhaltskontrolle von Anleihebedingungen.

 

5. Jan Felix Hoffman, Prioritätsgrundsatz und Gläubigergleichbehandlung.

 

6. Franz Hofmann, Der Unterlassungsanspruch als Rechtsbehelf.

 

7. Martin Illmer, Haftungsstrukturen eines einheitlichen Dienstleistungsvertragsrechts.

 

8. Lukas Müller, Die Abgrenzung von Schuldvertrag und Gesellschaftsvertrag am Beispiel der hybriden Finanzinstrumente – Rechtliche und ökonomische Analyse.

 

9. Jan Oster, Schutz der Ehre im deutschen, englischen und US-amerikanischen Zivilrecht und Internationalen Privatrecht.

 

10. Peter Picht, Immaterialgüterrechte als Kreditsicherheiten im nationalen und internationalen Rechtsverkehr.

 

11. Benjamin Raue, Die dreifache Schadensberechnung im europäischen und deutschen Recht.

 

12. Erik Röder, Nutzungsausgleich im BGB.

 

13. Jan-Peter Schmidt, "Was du ererbt von deinen Vätern hast..." – Regelungsprobleme des Erbschaftserwerbs in vergleichender Perspektive.

 

14. Constantin Willems, Justinian als Ökonom. Entscheidungsgründe und Entscheidungsmuster in den quinquaginta decisiones.

Achtes Habilitandenkolloquium am 22. und 23. April 2013

Das achte Habilitandenkolloquium am 22. und 23. April 2013 umfasste 13 Vorträge, davon zwei von Habilitanden des Hamburger Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Privatrecht. Die drei Direktoren des Instituts Jürgen Basedow, Holger Fleischer und Reinhard Zimmermann nahmen an der Veranstaltung teil und leiteten je nach inhaltlichem Schwerpunkt des Vortrags die anschließende Diskussion. Im Einzelnen trugen vor:

 

 

1. Wim Decock, Privatrechtliche Grundlagenforschung aus historisch-vergleichender Perspektive unter besonderer Berücksichtigung der Bedeutung der Spanischen Spätscholastik für die Herausbildung einer allgemeinen Vertragslehre.

 

2. Jens-Uwe Franck, Marktordnung durch Haftung.

 

3. Daniel M. Häusermann, Wie sollten Reformvorschläge zum Recht der Publikumsgesellschaft formuliert oder bewertet werden?

 

4. Christian Heinze, Schadensersatz im Unionsprivatrecht.

 

5. Alexander Hellgardt, Regulierung mittels Privatrechts.

 

6. Thilo Kuntz, Die Gestaltung von Kapitalgesellschaften zwischen Vertragsfreiheit und zwingendem Recht am Beispiel von Venture Capital Vereinbarungen.

 

7. Patrick C. Leyens, Marktzugangskontrolle durch Informationsintermediäre des Kapitalmarkts am Beispiel von Abschlussprüfung, Bonitätsrating und Finanzanalyse.

 

8. Jan Lieder, Die rechtsgeschäftliche Sukzession.

 

9. Oliver Mörsdorf, Diskriminierung im Privatrecht und ihre Rechtsfolgen.

 

10. Christine Osterloh-Konrad, Gestaltungsfreiheit im Steuerrecht.

 

11. Judith Schacherreiter, Das Landeigentum als Modernisierungstransplant in Mexiko. Eine Analyse aus rechtsvergleichender und postkolonialer Perspektive.

 

12. Arkadiusz Wudarski, Grundbuchfunktionen im deutsch-polnisch- und europäischen Vergleich.

 

13. Martin Zimmermann, Das Aktiendarlehen im Spannungsfeld von Zivil-, Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht.

Siebtes Habilitandenkolloquium am 9. und 10. Mai 2011

Das Habilitandenkolloquium am 9. und 10. Mai 2011 umfasste 15 Vorträge, davon drei von Habilitanden des Hamburger Max-Planck-Instituts. Das Themenspektrum reichte von der rechtsvergleichenden Bearbeitung schuldrechtlicher Fragen über Kartellrecht, das Internationale Privatrecht, Insolvenzrecht bis zum Wirtschaftsrecht. Im Einzelnen trugen vor:

 

 

Tim Dornis, Das Marken- und Lauterkeitsstatut zwischen Eigentums schutz und Marktordnung.

 

Markus Fehrenbach, Haupt- und Sekundärinsolvenzverfahren nach der EuInsVO.

 

Andrea Günster, Statistische Auswertung von Gerichtsurteilen des Europäischen Gerichtshof im Kartellrecht von 1957 bis 2004.

 

Reto A. Heizmann, Strafe im schweizerischen Privatrecht – unter rechtsvergleichender Betrachtung insbesondere des USamerikanischen Rechts sowie des Rechts der EU und ausgewählter EU-Mitgliedstaaten.

 

Stefan Huber, Insolvenzrisiko des Vertragspartners: Entlastung durch Haftung Dritter.

 

Jens Kleinschmidt, Delegation von Privatautonomie auf Dritte.

 

Frédéric Krauskopf, Die Solidarität (Gesamtschuld) zwischen Schuldnern.

 

Elmar Johannes Mand, Nachfragemacht: Kartellrechtliche Antworten in den USA, der EU und in Deutschland – eine rechtsvergleichende Analyse unter besonderer Berücksichtigung der Rechtsökonomik.

 

Stefan Perner, EU-Verträge und Privatrecht.

 

Rupprecht Podszun, Wirtschaftsordnung durch private Rechtsdurchsetzung.

 

Wolf-Georg Ringe, Gesellschafterstimmrecht und Risikoentkoppelung.

 

Hannes Rösler, Europäische Gerichtsbarkeit auf dem Gebiet des Zivilrechts – Strukturen, Entwicklungen und Perspektiven des Justiz- und Verfahrensrechts der Europäischen Union.

 

Maik Wolf, Unternehmen als strukturkomplexe Funktions- und Verantwortungsträger.

 

Corinne Zellweger-Gutknecht, Kontokorrent und Saldierung.

 

Dirk Zetzsche, Prinzipien der kollektiven Vermögensanlage.

Sechstes Habilitandenkolloquium am 4. und 5. Mai 2009

Das sechste Habilitandenkolloquium vom 4. bis 5. Mai 2009 umfasste 16 Vorträge, davon zwei von Habilitanden des Hamburger Max-Planck-Instituts. Das Themenspektrum reichte von der rechtsvergleichenden Bearbeitung allgemein schuldrechtlicher Fragen über Familien- und Erbrecht, das Internationale Privatrecht, das Zivilprozess- und Insolvenzrecht bis zum Wirtschaftsrecht und zur Rechtsgeschichte. Im Einzelnen trugen vor:

 

 

Florian Bien, Der Direktanspruch in der vertraglichen Pflichtenkette

 

Tanja Domej, Internationales Zwangsvollstreckungsrecht und Haftungsordnung

 

Michael Grünberger, Personale Gleichheit – Der Grundsatz der Gleichbehandlung im Zivilrecht

 

Thomas Haberer, Grenzen des zwingenden Kapitalgesellschaftsrechts

 

Phillip Hellwege, Allgemeine Geschäftsbedingungen, einseitig gestellte Vertragsbedingungen und die allgemeine Rechtsgeschäftslehre. Eine historisch-vergleichende Studie

 

Katharina Hilbig, Staat – Gesellschaft – Individuum. Privatautonomie und Risikozuweisung in privater und öffentlicher Solidarität

 

Kathrin Kroll-Ludwigs, Die Rolle der Parteiautonomie im europäischen Kollisionsrecht: Eine vergleichende Untersuchung unter besonderer Berücksichtigung des Familien- und Erbrechts

 

Sebastian Mock, Die Heilung fehlerhafter Rechtsgeschäfte – eine rechtsvergleichende und rechtsökonomische Untersuchung

 

Eva Inés Obergfell, Überlegungen zur Flexibilisierung zwingender Familienerbrechte – ein europäischer Vergleich

 

Markus Rehberg, Die Begründung vertraglicher Ansprüche

 

Giesela Rühl, Das Internationale Privatrecht im Spiegel der ökonomischen Theorie

 

Stefan Ruppert, Recht macht alt – zur Segmentierung des menschlichen Lebenslaufs durch rechtliche Regelungen seit dem 19. Jahrhundert

 

Jean-Marc Schaller, Einwendungen und Einreden im schweizerischen Schuldrecht Ulrich

 

G. Schroeter, Ratings – Bonitätsbeurteilungen durch Dritte im System des Kapitalmarkt-, Gesellschafts- und Vertragsrechts

 

Ulrich Segna, Rechte an intermediärverwahrten Wertpapieren

 

Christoph Thole, Gläubigerschutz durch Insolvenzrecht: Anfechtung und verwandte Regelungsinstrumente in der Unternehmensinsolvenz

Fünftes Habilitandenkolloquium am 11. und 12. Juni 2007

Das fünfte Habilitandenkolloquium vom 11. bis 12. Juni 2007 umfasste 14 Vorträge, davon zwei von Habilitanden des Hamburger Max‐Planck‐Instituts. Das Themenspektrum reichte von der rechtsvergleichenden Bearbeitung allgemein schuldrechtlicher Fragen über Familienrecht, das Internationale Privatrecht bis zum Wirtschafts‐ und Insolvenzrecht. Im Einzelnen trugen vor:

 

 

Thomas Bachner, Geschäftsleiterpflichten im Vorfeld der Insolvenz – dynamische Betrachtungen zum englischen und deutschen Recht.

 

Piera Beretta, The Construction and Interpretation of Contracts in Common Law and Civilian Law Systems – A Comparative Study.

 

Christoph B. Bühler, Regulierung im Bereich der Corporate Governance.

 

Martin Ebers, Sanktionen und Rechtsbehelfe im europäischen Verbraucherrecht.

 

Christian Förster, Garantievertrag zur Modularisierung der Personalsicherheiten.

 

Pascal Grolimund, Vertrauensprinzip im materiellen Recht und im Internationalen Privatrecht.

 

Kaspar Krolop, Gewährung von Risikokapital auf schuldrechtlicher Grundlage durch unternehmerische oder institutionelle Investoren: Der Investitionsvertrag.

 

Axel Metzger, Allgemeine Rechtsgrundsätze im europäischen Privatrecht.

 

Christoph Reymann, Handels‐ und verbraucherrechtliche Sonderverträge – zur Revalidierung des Freiheits‐ und Einheitsanspruchs im Privatrecht.

 

Jan Thiessen, Herrschaft und Haftung – eine rechtshistorisch‐vergleichende Untersuchung zu den Haftungsverhältnissen in Personen‐ und Kapitalgesellschaften zwischen 1861 und 1945.

 

Tobias Tröger, Verhaltenszurechnung in Vertragsverhältnissen.

 

Marc‐Philippe Weller, Die Vertragstreue.

 

Wolfgang Wurmnest, Behinderungsmissbräuche marktbeherrschender Unternehmen zwischen Ökonomie und Recht.

 

Ulrich Zelger, Individuenbezogenes Familienrecht? Zur Individualisierung des Familienrechts im 20. Jahrhundert.