Max-Planck-Gesellschaft

Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht

Private Law Gazette
Onlineausgabe Handwörterbuch des Europäischen Privatrechts

Forschen ist Neugier

Max-Planck-Tag am 14. September 2018 – #wonachsuchstdu

Vor genau 100 Jahren erhielt Max Planck, einer der bedeutendsten deutschen Wissenschaftler, den Nobelpreis für Physik. 60 Jahre früher wurde er in Kiel geboren. Noch heute verkörpert die vor 70 Jahren gegründete Max-Planck-Gesellschaft mit ihren 83 Instituten seinen Forschungsgeist.

Diese drei Jubiläen feierten die deutschen Max-Planck-Institute am 14. September 2018 mit öffentlichen Aktionen wie Science Slams, Ausstellungen, Mitmachaktionen, Vorträgen und Filmen. 

 

In Hamburg wurden die Meteorologen, Juristen und Physiker der drei örtlichen Max-Planck-Institute zu Flying Professors. Sie stellten ihre Forschung der Öffentlichkeit vor – in der historischen Hanseat-U-Bahn, auf der ältesten Strecke des Hochbahnnetzes, die Max Planck selbst schon hätte befahren können. Ob er dies tat, ist leider nicht bekannt!

Viel Zeit hatten die Forscher nicht, denn an der nächsten Station löste der nächste Flying Professor vom Schwesterinstitut sie schon ab. In jeder Runde erfuhren die eingeladenen Fahrgäste (interessierte Hamburger, Schüler und Schülerinnen und Förderer) etwas über die diverse und oft bahnbrechende Grundlagenforschung der Institute am Wissenschaftsstandort Hamburg.

Mehr zu den Flying Professors finden Sie auf der Facebook-Seite des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Privatrecht sowie auf Twitter.

Am Nachmittag folgte ein Senatsempfang für die Max-Planck-Institute. Die Forschungsgebiete der Hamburger Institute beschreiben ein breites Spektrum, von der Klimaforschung und dem internationalen Privatrecht bis hin zur Laserphysik. Was alle drei Institute eint, ist die Grundlagenforschung und ihre wissenschaftliche Leidenschaft.

Anlässlich des Max-Planck-Tages hat die Wissenschaftsbehörde einen Film mit faszinierenden Bildern und Eindrücken zur Forschung der drei Institute produziert: Video "Hamburger Max-Planck-Institute"

Impressionen vom Max-Planck-Tag

#wonachsuchstdu

Der bundesweite Max-Planck-Tag richtet sich an alle Forschungsinteressierten und überhaupt jeden neugierigen Menschen: #wonachsuchstdu fordert alle Besucherinnen und Besucher auf, eigene Fragen rund um die Forschungsthemen der Max-Planck-Gesellschaft zu stellen. Gleichzeitig präsentieren die Max-Planck-Institute einige der Fragen, mit denen sich die Forscherinnen und Forscher beschäftigen. Die Fragen aller Institute sind auf der Seite www.wonachsuchstdu.de zusammengestellt.


Das Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Privatrecht ist mit folgenden Fragen dabei:

 


Streitfreudige Deutsche, friedvolle Japaner?

Japan hat im Vergleich zu Deutschland sehr viel weniger Rechtsanwälte und Zivilprozesse.

Vielleicht sind die Japaner einfach entspannter als die Deutschen. Die Zahl der Rechtsanwälte spricht auf jeden Fall für sich: 165.000 sind in Deutschland zugelassen, in Japan sind es gerade mal 35.000 und dort ist die Bevölkerung um die Hälfte größer. Gebraucht werden die Rechtsanwälte in Deutschland unter anderem für die vielen Zivilprozesse. Hier liegt das Verhältnis zwischen Deutschland und Japan bei 8:1. Da müssen wir in Deutschland wohl noch viel gelassener werden.



 


Ist Josef der Vater von Jesus?

Die Heilige Familie nach deutschem Recht.

Josef wäre nach deutschem Recht nicht der Vater, da er laut Bibel nicht mit Maria verheiratet war. Wären die beiden ein Ehepaar gewesen und Jesus somit in die Ehe geboren, wäre Josef automatisch der Vater. Wer Jesus tatsächlich gezeugt hat, spielt dann keine Rolle. Um rechtlich der Vater zu sein, hätte Josef die Vaterschaft anerkennen müssen. Die Wissenschaftler*innen des Instituts vergleichen das Familienrecht verschiedener Länder. Auf dieser Grundlage entwickeln sie Vorschläge für ein modernes Familienrecht, das dem gesellschaftlichen Wandel gerecht wird.


 


Verletzt mein Handy Menschenrechte?

Handys stecken voller wertvoller Mineralstoffe. In etlichen Regionen der Welt werden diese in Kinderarbeit abgebaut und illegal von bewaffneten Milizen gehandelt. Hierbei kommt es zu massiven Menschenrechtsverletzungen. Die UN, die EU und viele Staaten haben Regeln geschaffen, um diesen illegalen Handel zu unterbinden und „saubere“ Lieferketten zu etablieren. Wissenschaftler*innen des Instituts haben diese Regelungen und ihre Wirkung untersucht, um eine wissenschaftliche Grundlage für zukünftige Gesetze zu schaffen.



Deutschlandreise auf YouTube

Die beiden YouTuber MrWissen2Go und Doktor Whatson gehen auf große Deutschlandreise durch alle Bundesländer. Sie besuchen Max-Planck-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler, um mit ihnen direkt vor Ort interessante Fragen zu diskutieren. Die Filme der beiden YouTuber sowie weitere Informationen rund um den Max-Planck-Tag finden Sie auf dem YouTube-Kanal der Max-Planck-Gesellschaft.