Max-Planck-Gesellschaft

Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht

Private Law Gazette
Onlineausgabe Handwörterbuch des Europäischen Privatrechts


Die Lange Nacht des Grundgesetzes am 23. Mai 2019

Am 23. Mai 2019 jährt sich die Einführung des Grundgesetzes zum 70. Mal. Dieses Jubiläum feiert das Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht gemeinsam mit dem Hamburger Senat, der Hamburger Bürgerschaft und vielen Kooperationspartnern in der Langen Nacht des Grundgesetzes.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts beleuchten in zwei Veranstaltungen, wo uns die in unserer Verfassung verankerten Werte und Grundsätze im Alltag - und im Privatrecht - begegnen.

 

 

12min.Law

Special Edition der Eventreihe 12min.me, bei der drei Sprecher*innen jeweils 12 Minuten zum Thema Grundgesetz referieren. An die Vorträge schließt sich eine 12-minütige Fragerunde an.


19:00 Uhr

Hanseatisches Oberlandesgericht
Sievekingplatz 2, 20355 Hamburg

 

 

Priv.-Doz. Dr. Nadjma Yassari, LL.M. (London)
Leiterin der Forschungsgruppe "Das Recht Gottes im Wandel - Rechtsvergleichung im Familien- und Erbrecht islamischer Länder" am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht

Thema
Ordre Public: Wo Grundrechte der Anwendung ausländischen Rechts Grenzen setzen

Unter bestimmten Voraussetzungen wird in Deutschland ausländisches Zivilrecht angewendet. Das Grundgesetz wacht darüber, dass dabei die Grundrechte – unabhängig von der Staatsangehörigkeit der Beteiligten – eingehalten werden.
 

Priv.-Doz. Dr. Nadjma Yassari

 

Weitere Sprecherinnen:

- Heike Hummelmeier, Vorsitzende Richterin am Landgericht

- Elke Spanner, Gerichtsreporterin

 

Link zur Veranstaltungsseite


 

Guten Abend, Grundgesetz!

Rechtswissenschaftler*innen der Bucerius Law School und des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Privatrecht berichten von ihrer Forschung.

Das Grundgesetz begegnet uns im Alltag öfter, als wir es vielleicht erwarten. Unsere Grundrechte sind nicht nur von Behörden und Gerichten zu wahren. Sie spielen auch in unserem eigenen Handeln, etwa im Arbeits- und Geschäftsleben eine wichtige Rolle. Wir wollen gleich behandelt werden und sollen andere gleich behandeln. Unsere Freiheit ist unverletzlich, mit Einschränkungen im Sinne eines fairen und friedlichen Zusammenlebens. Inwiefern bestimmt das Grundgesetz unser Leben? Wo tun sich Konflikte auf und wie sind sie lösbar?

 

21:00 Uhr

MARKK Museum am Rothenbaum
Rothenbaumchaussee 64, 20148 Hamburg



Moderation:


Benedikt Landgrebe
Stv. Geschäftsführer der Bucerius Law School

 

 

Elena Dubovitskaya
Wissenschaftliche Referentin und Leiterin des Länderreferats Russland am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht

Thema

Stadionverbot und die Grundrechte der Fußballfans
2018 hat das Bundesverfassungsgericht entschieden, dass bundesweite Stadionverbote für Fußballfans nicht willkürlich festgesetzt werden dürfen. Daran zeigt sich die Tendenz der neuen Rechtsprechung, nichtstaatliche Stellen stärker an die Grundrechte zu binden.

Elena Dubovitskaya

 




Dr. Andreas Kerkemeyer

Wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Völker- und Europarecht an der Bucerius Law School

Thema:
Zwei, drei oder mehr Geschlechter? – Grundgesetz, Bundesverfassungsgericht & „dritte Option“
Seit dem 01.01.2019 steht intergeschlechtlichen Menschen der positive Eintrag „divers“ in das Geburtenregister zur Verfügung. Welche verfassungsrechtlichen Grundaussagen liegen dem neuen Umgang mit geschlechtlichen Identitäten zugrunde?



 

 

Prof. Dr. Ralf Michaels, LL.M. (Cambridge)
Direktor am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht

Thema
Kinderehe und Kulturunterschiede
Die Kinderehe verstößt gegen deutsches Recht und deutsche Grundrechte. Sollen wir das auch gegen Menschen aus anderen Kulturen durchsetzen?

Prof. Dr. Ralf Michaels