Rechtsvergleichung, Rechtsgeschichte und Rechtsökonomie

Rechtsvergleichung, Rechtsgeschichte und Rechtsökonomie

Neben dem materiellen Recht und den dazugehörigen Verfahrensrechten widmet sich das Institut traditionell auch methodischen Grundfragen. Die methodischen Ansätze der internationalen Rechtsvergleichung reichen bis in die Zeit der Institutsgründung zurück. Ernst Rabel, der erste Direktor des Instituts, gilt als Wegbereiter dieser Disziplin. Im Fokus der Forschungsarbeit steht zudem die Erschließung der historischen Grundlagen des modernen Zivilrechts.

Bei der Analyse wirtschaftsrechtlicher Fragen ist insbesondere im Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht die Anwendung ökonomischer Denkansätze und Erkenntnisse unerlässlich. Rechtsökonomische Untersuchungen sind daher Gegenstand zahlreicher Projekte.

 

 

Ausgewählte Forschungsprojekte

Die dekoloniale Rechtsvergleichung erforscht, inwieweit das herrschende Verständnis von Recht durch ein Gespann von Moderne und Kolonialität strukturiert wird, und sie bietet dekoloniale Alternativen zu diesem Verständnis. Die herkömmliche Rechtsvergleichung beruht auf epistemischen Annahmen, die sich vor dem Hintergrund von Moderne und Kolonialität herausgebildet haben. Dies hat Auswirkungen auf mehrere zentrale Annahmen und Praktiken in der Rechtsvergleichung. mehr
Quo vadis, Erbrecht? – Rechtsvergleichende Forschung zum Erbrecht im Wandel
Entgegen der verbreiteten Meinung, das Erbrecht sei wenig wandelbar, zeigen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Privatrecht in zahlreichen rechtsvergleichenden Forschungsprojekten seine Entwicklungsmöglichkeiten auf. mehr

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