Symposium "Beyond the State – Rethinking Private Law" |
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MPI für Privatrecht, Hamburg 12.07.2007 - 13.07.2007 |
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In Zusammenarbeit mit dem American Journal of Comparative Law, der Duke Law School und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster veranstaltete das Institut vom 12.-13. Juli 2007 ein Symposium zum Thema "Beyond the State – Rethinking Private Law". Die Relativierung des Staates durch Europäisierung und Globalisierung wird regelmäßig als besondere Herausforderung an das Recht behauptet. Worin genau diese Herausforderung besteht, bleibt freilich häufig unklar. Die fundamentale Frage nach dem Staatsbezug im Privatrecht in einer abstrakten, die bisherigen fragmentierten Ansätze vereinenden Weise wurde bisher noch nicht thematisiert. Privatrecht finden wir nicht nur als vom Staat erlassenes Recht, sondern auch auf supra- und transnationaler Ebene sowie als von Privatpersonen geschaffenes Recht. Diese Erkenntnis wirft die Frage nach den Beziehungen dieser Rechtselemente zueinander auf und zieht die alleinige Legitimation des Privatrechts durch einen staatlichen Akt in Zweifel. Woraus, wenn nicht aus der Autorität des Staates, gewinnen Privatrecht und privatrechtliche Argumente ihre Legitimation? Wie weit ist unser privatrechtliches Denken – bewusst oder unbewusst – auf den Staat bezogen? Ist die Staatlichkeit des Privatrechts schon heute begrenzt? Wie weit ist der Staat für das Privatrecht ersetzbar oder gar verzichtbar? Wie weit ist nichtstaatliches Privatrecht begründbar, legitimierbar und wünschenswert? Welche Folgen hat all das für Systembildung und Privatrechtswissenschaft? Diese Fragen betreffen Rechtstheorie, Rechtsgeschichte und Rechtsvergleichung gleichermaßen, und sie können nur im Zusammenspiel dieser Disziplinen beantwortet werden. Der Beantwortung dieser Fragen diente das von den Professoren Nils Jansen (Münster), Ralf Michaels (Duke University) und Reinhard Zimmmermann (Hamburg) gemeinsam organisierte deutsch-amerikanische Symposium "Beyond the State - Rethinking Privat Law". Ihr juristisch interdisziplinär angelegtes Programm umfasste die drei Themenkomplexe "Privatrecht ohne Staat?" (Begriff und Geltung des Rechts), "Nichtstaatliche Akteure – staatliches Privatrecht?" sowie "Staat und privatrechtliche Argumentation". Referenten sind Jürgen Basedow (MPI Hamburg), Hanoch Dagan (Tel-Aviv), Charles Donahue (Harvard), James Gordley (Berkeley), Hans-Peter Haferkamp (Köln), Christian Joerges (Bremen/EUI), Anneliese Riles (Cornell University), Florian Rödl (Bremen), Christiane Wendehorst (Göttingen) und Peer Zumbansen (Osgoode). Zwischen den Vorträgen wird Raum für ausführliche Diskussionen zu den einzelnen Themen bestehen, die durch Kommentare von weiteren Teilnehmern zu den Vorträgen eingeleitet werden. Vorbereitet worden ist die Konferenz von zwei Aufsätzen von Nils Jansen und Ralf Michaels, die unter dem Titel "Private Law Beyond the State? Europeanization, Globalization, Privatisation" im American Journal of Comparative Law 54 [2006], 845-892 und "Private Law and the State - Comparative Perceptions and Historical Observations" in Rabels Zeitschrift für Ausländisches und Internationales Privatrecht 71 [2007], 345-397 erschienen sind. Die eineinhalbtägige Konferenz wird in einem Tagungsband dokumentiert werden, der als gemeinsamer Sonderband des American Journal of Comparative Law und der Rabels Zeitschrift für Ausländisches und Internationales Privatrecht erscheinen soll.
Zu dieser Veranstaltung siehe Alexandra Kemmerer, „Auf dem globalen Basar“, FAZ vom 30.08.07, S. 35 |
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Datum der Veröffentlichung: 21.06.2007 |
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Bilder
Referenten |


In Zusammenarbeit mit dem American Journal of Comparative Law, der Duke Law School und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster veranstaltete das Institut vom 12.-13. Juli 2007 ein Symposium zum Thema "Beyond the State – Rethinking Private Law". Die Relativierung des Staates durch Europäisierung und Globalisierung wird regelmäßig als besondere Herausforderung an das Recht behauptet. Worin genau diese Herausforderung besteht, bleibt freilich häufig unklar. Die fundamentale Frage nach dem Staatsbezug im Privatrecht in einer abstrakten, die bisherigen fragmentierten Ansätze vereinenden Weise wurde bisher noch nicht thematisiert. Privatrecht finden wir nicht nur als vom Staat erlassenes Recht, sondern auch auf supra- und transnationaler Ebene sowie als von Privatpersonen geschaffenes Recht. Diese Erkenntnis wirft die Frage nach den Beziehungen dieser Rechtselemente zueinander auf und zieht die alleinige Legitimation des Privatrechts durch einen staatlichen Akt in Zweifel. Woraus, wenn nicht aus der Autorität des Staates, gewinnen Privatrecht und privatrechtliche Argumente ihre Legitimation? Wie weit ist unser privatrechtliches Denken – bewusst oder unbewusst – auf den Staat bezogen? Ist die Staatlichkeit des Privatrechts schon heute begrenzt? Wie weit ist der Staat für das Privatrecht ersetzbar oder gar verzichtbar? Wie weit ist nichtstaatliches Privatrecht begründbar, legitimierbar und wünschenswert? Welche Folgen hat all das für Systembildung und Privatrechtswissenschaft? Diese Fragen betreffen Rechtstheorie, Rechtsgeschichte und Rechtsvergleichung gleichermaßen, und sie können nur im Zusammenspiel dieser Disziplinen beantwortet werden. Der Beantwortung dieser Fragen diente das von den Professoren Nils Jansen (Münster), Ralf Michaels (Duke University) und