The New German Law of Obligations
Im Jahr 2002 trat mit der Schuldrechtsmodernisierung die bisher tiefgreifenste Reform des Bürgerlichen Gesetzbuchs in Kraft. Der Anstoss hierzu wurde durch das Erfordernis der Umsetzung der Europäischen Verbrauchsgüterkauf-Richtlinie gegeben, aber die Reform ging weit über eine bloße Umsetzung hinaus. Der wichtigste Aspekt dieser Reform aus Sicht der Rechtspraxis ist die grundlegende Änderung der Regelung zur Verjährung von Ansprüchen. Wissenschaftlich gesehen, ist die Neuordnung der Regelungen zur Nichterfüllung im Allgemeinen und Gewährleistung beim Kauf im Speziellen der bemerkenswerteste Punkt. Mehr noch als durch irgendeinen anderen Teil des Reformprozesses wurde das Erscheinungsbild des BGB durch den Versuch geändert, allgemeines Schuldrecht und Verbraucherschutzrecht einander anzupassen oder zu harmonisieren. Zugleich rückt die Reform das deutsche Vertragsrecht näher an europäische Denkformen, so daß die Modernisierung des BGB als "Meilenstein auf dem Weg zu einem Europäischen Zivilgesetzbuch" betrachtet wurde. Aus diesem Grund erscheint es angebracht die Reform nicht nur aus historischer Perspektive zu analysieren, sondern auch die Principles of European Contract Law in die Betrachtung miteinzubeziehen.
Die Ergebnisse dieser Untersuchung wurde in einer Reihe von Vorlesungen präsentiert und als Aufsätze im Rahmen verschiedener Publikationen veröffentlicht. Das 2005 erschienene Buch "The New German Law of Obligations" von Reinhard Zimmermann faßt diese Aufsätze in einem Band zusammen.
Kapitelübersicht:
1. The German Civil Code and the Development of Private Law in Germany
2. Remedies for Non-Performance, Viewed against the Background of the Principles of European Contract Law
3. The Development of Liability for Non-conformity in German Sales Law
4. The New German Law of Prescription and Chapter 14 of the Principles of European Contract Law
5. Consumer Contract Law and General Contract Law

