European Company and Financial Law Review (ECFR)


Mit der seit 2004 erscheinenden Zeitschrift European Company and Financial Law Review (ECFR) weitet das Institut sein Engagement in den Bereichen des Gesellschafts- und Kapitalmarktrechts auf ein europäisches und internationales Publikationsmedium aus. Die ECFR wurde mit ins Leben gerufen und wird mit herausgegeben von Klaus J. Hopt. Sie ist als Schwesterzeitschrift zu der Zeitschrift für Unternehmens- und Gesellschaftsrecht (ZGR) entstanden und beruht auf einer – soweit ersichtlich – in Europa einzigartigen kontinuierlichen Zusammenarbeit führender nationaler Zeitschriften. Die ECFR ist grundlegenden wie neuartigen rechtlichen und ökonomischen Fragestellungen aller Gesellschaftsformen und ihrer Finanzierung gewidmet. Sie steht für die grenzüberschreitende Diskussion des Gesellschafts- und Kapitalmarktrechts und den kritischen Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis in Europa und darüber hinaus.

Das Zusammenwachsen Europas manifestiert sich gesellschaftsrechtlich in supranationalen Rechtsformen wie die 2001 eingeführte Europäische Aktiengesellschaft (Societas Europaea) und wird mit dem Aktionsplan der Europäischen Kommission zur Modernisierung des Gesellschaftsrechts und zur Verbesserung der Corporate Governance von 2003 weiter voran getrieben. Die Unternehmensfinanzierung erhält durch die Anwendung gemeinsamer Rechnungslegungsgrundsätze seit 2005 sowie bereits durch den Aktionsplan zu Finanzdienstleistungen von 1999 einen gemeinsamen Rahmen. Die ECFR soll zu einer fächerübergreifenden Diskussion beider Rechtsgebiete beitragen. Internationalen Standards entsprechend werden Manuskripte von zwei ausgewählten Experten anonym auf ihre Veröffentlichungswürdigkeit hin geprüft (Peer Review). Aktuelle Rechtsentwicklungen in Europa und den Mitgliedstaaten werden auf jährlich stattfindenden Symposien diskutiert.

Die ECFR erscheint im Verlag de Gruyter, Berlin, seit 2004, vier Ausgaben pro Jahr, ca. 500 S., ISSN 1613-2548 (Print), ISSN 1613-2556 (Online). Sie wird herausgegeben von Fleischer, Goette, Hirte, Hommelhoff, Hopt, Krieger, Merkt, Priester. Schwesterzeitschriften sind die deutsche Zeitschrift für Unternehmens- und Gesellschaftsrecht (ebenfalls de Gruyter, Berlin) sowie die belgische Revue pratique des sociétés (Bruylant, Brüssel), die französische Revue des sociétés (Dalloz, Paris), die italienische Rivista delle Società (Giuffrè, Mailand) und die spanische Revista de Derecho des Sociedades (Aranzadi, Pamplona). Kooperationspartner sind aus England Davies und Rickford, aus Frankreich Conac und Urbain-Parleani, aus Italien Ferrarini, aus Österreich Kalss und aus Spanien Irujo.

Zu den ersten Publikationen der Institutsmitarbeiter zählen:

Klaus J. Hopt & Patrick Leyens, Board Models in Europe – Recent Developments of Internal Corporate Governance Structures in Germany, the United Kingdom, France and Italy, ECFR 2004, 135-168.

Christoph Kumpan, Carrot and Stick – The EU’s Response to New Securities Trading Systems, ECFR 2006, 383-407.
  • Geändert am: 04.07.2011
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