European China Law Studies
Rechtswissenschaftliche Chinastudien in Europa
Das chinesische Recht und seine Entwicklung treffen im westlichen Ausland auf stetig wachsendes Interesse der Politik und der Öffentlichkeit. Auf akademischer Ebene wird dieses Interesse durch rechtswissenschaftliche Chinastudien als aufstrebendes, innovatives Forschungsfeld reflektiert. Dieses Forschungsfeld zeichnet sich derzeit durch drei Merkmale aus: Erstens eine – bedingt durch Mangel an Sprach- und Schriftkenntnissen – weltweit relativ geringe Anzahl von Forschenden, zweitens eine erstaunliche Bandbreite unterschiedlicher methodischer Ansätze und drittens einen ebenso erstaunlichen Mangel an Vernetzung und Institutionalisierung.
Diese Ausgangslage rief nach verstärkter Kooperation in der Forschung. Auf einer ersten Konferenz rechtswissenschaftlicher Chinastudien im Juni 2006 in Schweden trafen sich auf Einladung von Prof. Marina Svensson (Centre of East and Southeast Asian Studies, Universität Lund) etwa 20 Forschende aus unterschiedlichen europäischen Staaten und den U.S.A.
Auf der Grundlage der Diskussionen unter den Teilnehmern dieser ersten Konferenz in Schweden wurde Anfang 2007 der European China Law Studies e.V. (ECLS) gegründet, um die Kontakte stärker zu institutionalisieren. Ende August 2007 fand die erste Jahrestagung des ECLS im Hamburger Max-Planck-Institut statt, an der 60 Wissenschaftler, Forscher und Studenten teilnahmen, um über die neusten Entwicklungen im chinesischen Recht zu diskutieren. Die sechste Jahreskonferenz wird am 28. und 29. September 2011 in Paris unter dem Titel "Law and Justice: China's Practices in a Global Context" stattfinden. Ein Call for Papers ist unten herunterladbar.
Bilder
Logo des ECLS e.V. |
Prof. Dr. Christiane Wendehorst (Wien), Prof. Dr. Gianmaria Ajani (Turin) und Prof. Dr. Marina Timoteo (Bologna) (v.l.n.r.) bei der Abschlussdiskussion der Jahrestagung 2008 in Turin. |
1. Jahrestagung des ECLS e.V. am Hamburger Max-Planck-Institut im Jahr 2007. |

