Vortragsveranstaltung der Deutsch-Griechischen Juristenvereinigung e.V. und des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Privatrecht

MPI für Privatrecht, Hamburg, 11.11.2011, 16:00 Uhr

Gemeinsam mit der Deutsch-Griechischen Juristenvereinigung e.V. lädt das Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht zu einer Vortragsveranstaltung mit Diskussion am 11. November 2011 am Institut ein.

Es spricht Prof. Dr. Peter Mankowski (Universität Hamburg) zu dem Thema "Harmonisierung im Europäischen Internationalen Privat- und Verfahrensrecht".

Die EU will die grenzüberschreitende Durchsetzung von Rechten für Private erleichtern. Der Einzelne soll vom Raum der Sicherheit, der Freiheit und des Rechts profitieren können. Zu diesem Zweck ist seit 2004 eine Fülle verfahrensrechtlicher Rechtsakte ergangen, die für immer neue Bereiche einheitliche europäische Titel schaffen und ein so altes Institut wie das Vollstreckbarerklärungsverfahren abschaffen. Unbestrittene Forderungen betrifft dies ebenso wie geringfügige Forderungen. Praktisch am Wichtigsten dürfte die jüngste Erweiterung auf Unterhaltsforderungen werden. Europa hat seine Mitgliedstaaten sogar gezwungen, Mahnverfahren für grenzüberschreitende Sachverhalte einzuführen. Parallel dringt die EU in immer mehr Bereiche des Kollisionsrechts vor. Die Rom-Verordnungen haben immer höhere Nummern. Das IPR der Verträge (Rom I) hat bereits Partner im IPR der außervertraglichen Schuldverhältnisse (Rom II) und im Internationalen Scheidungsrecht (Rom III). Ein europäisches Internationales Erbrecht (Rom IV) steht kurz bevor, und Vorschläge für ein Internationales Güterrecht für „normale“ Ehen wie für registrierte Partnerschaften liegen seit diesem Jahr auf dem Tisch.

Der Vortrag will einen Überblick über die Entwicklungen geben. Dabei sind ihm die Konsequenzen für die Praxis ein besonderes Anliegen.

Datum der Veröffentlichung: 20.09.2011

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  • Geändert am: 13.10.2011
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