Richard Buxbaum hält 11. Ernst-Rabel-Vorlesung
MPI für Privatrecht, Hamburg 24.11.2008 , 17:00 Uhr
Am 24. November hält der international renommierte deutsch-amerikanische Rechtswissenschaftler Professor Richard Buxbaum (Berkeley) die 11. Ernst-Rabel-Vorlesung am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht. Im Rahmen seines Vortrags vergleicht er das Unternehmens- und Kapitalmarktrecht von Europa und den USA und fragt: "What would the Delaware of the European Community look like? - Comparative Aspects of Regulatory Competition in Company and Capital Market Law”.Die Ernst-Rabel-Vorlesungen am Max-Planck-Institut für Privatrecht sind ein akademischer Höhepunkt. Mit der Vorlesungsreihe ehrt das Institut alle zwei Jahre seinen Gründer und ersten Direktor Ernst Rabel, einen der international bedeutendsten deutschen Rechtswissenschaftler des 20. Jahrhunderts und Begründer der Rechtsvergleichung in Deutschland.
Richard Buxbaum wurde in Deutschland geboren, ehe seine jüdische Familie 1938 in die USA auswandern musste. Er ist Professor an der University of California (Berkeley) und war lange Jahre Dean of International and Area Studies. Bereits 1964 wurde er in Berkeley zum Professor auf Lebenszeit ernannt. Der Wissenschaftler ist auf ausländisches und internationales Wirtschaftsrecht sowie auf Gesellschaftsrecht spezialisiert. Richard Buxbaum war lange Zeit Chefredakteur des „The American Journal of Comparative Law“. Er ist Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes.
Die Beiträge der Ernst-Rabel-Vorlesungen greifen aktuelle und grundlegende Themen aus den Arbeitsgebieten Ernst Rabels und des Instituts auf. Eine Stiftung von Frederick Karl Rabel (Bethesda, Maryland), dem Sohn Rabels, sowie die Unterstützung durch den Verein der "Freunde des Hamburger Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Privatrecht e.V." ermöglichen es dem Institut, diese Vortragsreihe alle zwei Jahre zu veranstalten.
Über Ernst Rabel
Ernst Rabel wurde 1874 in Wien geboren. Er war ein Schüler von Ludwig Mitteis, bei dem er sowohl promovierte als auch habilitierte. Rabel lehrte an den Universitäten Leipzig, Basel, Kiel, Göttingen, München und Berlin. Mit seiner Monografie „Das Recht des Warenkaufs“ rangierte Rabel zum Wegbereiter der internationalen Rechtsvergleichung. Im Jahr 1926 gründete er das Kaiser-Wilhelm-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht in Berlin, heute das Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht in Hamburg, und wurde dessen erster Direktor. 1937 wurde Ernst Rabel zur Niederlegung seines Amtes als Institutsdirektor gezwungen, 1939 emigrierte er in die USA. Ernst Rabel verstarb 1955 in Zürich.
Interessierte werden gebeten, sich bis zum 03. Nov. 2008 anzumelden.
Datum der Veröffentlichung: 24.11.2008