Sommerprogramm des Instituts im Zeichen internationaler juristischer Nachwuchsförderung

12.08.2010

Mit zwei Sommerveranstaltungen unterstreicht das Institut sein Engagement für den internationalen wissenschaftlichen Nachwuchs. Am 19. August sind Studenten der China EU School of Law im Rahmen einer Summer School zu Gast am Mittelweg, um in einem ganztägigen Seminar eine von Mitarbeitern des Instituts gestaltete Einführung in Themen des europäischen Privatrechts zu absolvieren. In der darauffolgenden Woche treffen sich vom 23. bis 27. August bereits zum 13. Mal israelische Studenten mit den Hamburger Rechtsexperten zum traditionellen Hamburg-Tel Aviv Workshop.

Die China-EU School of Law Summer School zu Gast am Institut
Der Besuch am Institut steht im Rahmen einer jährlich stattfindenden Exkursion der China-EU School of Law nach Europa, an der die besten Studierenden und Doktoranden des jeweiligen Jahrgangs teilnehmen. Während ihres insgesamt dreiwöchigen Aufenthaltes haben diese Gelegenheit, ihre Studien des europäischen Rechts im Dialog mit Wissenschaftlern und Praktikern unterschiedlicher Institutionen zu vertiefen.
Neben dem Seminar am Institut stehen außerdem Vorträge am Europa-Kolleg Hamburg und der Universität Hamburg auf dem Programm. Weitere Stationen der CESL Summer School sind unter anderem Besuche bei Hamburger Sozietäten, dem Hamburger Senat, dem deutschen Bundestag und dem Auswärtigen Amt in Berlin, sowie der EU-Kommission und dem Europäischen Parlament in Brüssel.
Dr. Benjamin Pißler, Leiter des China-Referats am Institut, freut sich über den Besuch: "Für uns als international ausgerichtetes Forschungsinstitut ist es besonders wichtig, Nachwuchswissenschaftler aus aller Welt in unsere Forschungsnetzwerke einzubinden, denn sie sind die Rechtsentwickler von morgen. Wir freuen uns daher sehr, chinesische Studenten frühzeitig mit dem europäischen Recht vertraut machen zu können."

Die China-EU School of Law
Die CESL wurde 2008 durch ein internationales Hochschulkonsortium unter der Leitung der Universität Hamburg im Auftrag der Europäischen Kommission und der Volksrepublik China in Peking errichtet. Sie bietet unter anderem Masterprogramme für chinesisches und europäisches Recht an. Das Institut ist als assoziierte Institution an dieser einmaligen Ausbildungs- und Forschungseinrichtung beteiligt.

13. Hamburg-Tel Aviv Workshop
Auf der Grundlage einer seit 1987 zwischen dem Institut, dem Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Heidelberg sowie der Tel Aviv University Buchmann Faculty of Law bestehenden Kooperation besuchen alle zwei Jahre zehn Studierende sowie zwei Dozenten aus Tel Aviv die beiden Max-Planck-Institute, um sich Grundlagen des deutschen und europäischen Privatrechts sowie des Völkerrechts anzueignen. Der von Mitarbeitern des Instituts in englischer Sprache abgehaltene Workshop umfasst zwölf Vorträge über verschiedene Gebiete des Privatrechts und wird durch ein gemeinsames Freizeitprogramm ergänzt. Unterstützt wird das Seminar durch die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius.
"Die Verbindung aus intensivem wissenschaftlichem Austausch, persönlichem Kennenlernen und einem Aufenthalt in einer der schönsten Städte der Welt sorgt jedes Jahr für Begeisterung bei unseren Besuchern aus Tel Aviv", fasst Prof. Dr. Kurt Siehr, der den Workshop seit 24 Jahren begleitet, und ihn bis heute im Institut organisiert, den Reiz dieser langjährigen Tradition zusammen.
  • Geändert am: 24.09.2010
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