"Rechtsvergleichende Studien zum Eurasischen Recht": Nachwuchswissenschaftler gehen in Hamburg an den Start

14.06.2010

Mit Zhannat Dosmanova aus Kasachstan, Sherzodbek M. Masadikov aus Uzbekistan und Tamar Zarandia aus Georgien haben drei Nachwuchswissenschaftler aus dem Kaukasus und Mittelasien ihre Forschungsarbeit am Institut aufgenommen. Damit geht das mit Unterstützung der Volkswagenstiftung 2009 ins Leben gerufene Graduiertenprogramm "Rechtsvergleichende Studien zum Eurasischen Recht" in die erste Runde. Insgesamt werden neun Stipendien vergeben. Die nächsten drei Plätze werden für den Zeitraum ab Januar 2011 ausgeschrieben.

Während eines durch ein Stipendium geförderten neunmonatigen Aufenthalts am Institut forschen die jungen Wissenschaftler aus rechtsvergleichender Perspektive zu Themen aus dem Zivil- und Wirtschaftsrecht ihres jeweiligen Heimatlandes. Dafür erhalten Sie in Hamburg nicht nur wissenschaftliche Unterstützung, sondern auch die Gelegenheit, an internationalen Diskussionen teilzunehmen und neue Netzwerke zu bilden. Ihre daraus hervorgehenden wissenschaftlichen Arbeiten werden sie in deutscher, englischer und russischer Sprache verfassen. Den aus dieser Forschungstätigkeit entspringenden Nutzen beschreibt Eugenia Kurzynsky-Singer, Referentin für Russland und weitere GUS-Staaten am Institut, als wertvoll für beide Seiten. „Durch ihre Arbeit am Institut erhöhen die Stipendiaten ihre juristische Qualifikation für ihre künftige Tätigkeit in ihren Heimatländern. Gleichzeitig schöpfen wir durch den intensiven wissenschaftlichen Austausch mit ihnen wichtige Anregungen und Erkenntnisse für unsere rechtsvergleichende Forschung.“

Die VolkswagenStiftung mit Sitz in Hannover fördert Forschungsvorhaben aus allen Wissenschaftsbereichen. Besondere Aufmerksamkeit gilt dem wissenschaftlichen Nachwuchs und der Zusammenarbeit von Forschern über wissenschaftliche, kulturelle und staatliche Grenzen hinaus. Seit ihrer Gründung im Jahr 1962 hat sie als größte Stiftung ihrer Art in Deutschland über 29.000 Projekte mit insgesamt mehr als 3,5 Milliarden Euro gefördert.
  • Geändert am: 13.09.2010
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