Dr. Clemens Trautmann erhält Promotionspreis der Fakultät für Rechtswissenschaft der Universität Hamburg

21.05.2010

Dr. Clemens Trautmann, ehemaliger wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut, wurde am 5. Mai 2010 mit dem Promotionspreis der Fakultät für Rechtswissenschaft der Universität Hamburg ausgezeichnet. Er erhielt den Preis für seine am Institut erstellte Dissertation „Europäisches Kollisionsrecht und ausländisches Recht im nationalen Zivilverfahren“.

Seine Arbeit behandelt ein Thema von grundlegender Bedeutung für die Vereinheitlichung des internationalen Privatrechts in der Europäischen Union sowie für die Rezeption ausländischer Rechtsordnungen in den einzelnen Mitgliedstaaten. Mit der Europäisierung des internationalen Privatrechts verfolgt die Union das Ziel, dass ein Streitfall – unabhängig vom Gerichtsstand – in allen Mitgliedstaaten nach demselben Recht beurteilt wird. Ob dies in der Praxis gelingt, hängt von den nationalen Verfahrensregeln zur Anwendung und Ermittlung ausländischen Rechts ab, die in den Mitgliedstaaten sehr heterogen ausgestaltet sind. Clemens Trautmann untersucht die Verfahrensregeln der wichtigsten europäischen Jurisdiktionen auf ihre Vereinbarkeit mit dem Unionsrecht und entwickelt auf der Basis einer rechtsvergleichenden und unionsrechtlichen Analyse Lösungen für die wesentlichen Problemfelder.

In ihrer Begründung lobt die Jury die Dissertation als „eine in einem klassischen Stil auf exzellentem Niveau geschriebene Arbeit, die durch die Profundheit ihrer vergleichenden Analyse der wichtigsten europäischen Jurisdiktionen ihren dauernden Wert erlangt.“ Die Juristische Fakultät der Universität Hamburg verzeichnet jährlich rund 70 abgeschlossene Promotionen. Der Fakultätspreis wurde in diesem Jahr erstmals an drei besonders herausragende Arbeiten verliehen.
  • Geändert am: 23.02.2011
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