Dr. Ben Steinbrück mit 1. Förderpreis der DIS ausgezeichnet

11.05.2010

Die Deutsche Institution für Schiedsgerichtsbarkeit e.V. (DIS) hat Dr. Ben Steinbrück, ehemaliger wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut, mit dem 1. Förderpreis 2009/10 für wissenschaftliche Nachwuchskräfte ausgezeichnet.

Dieser alle zwei Jahre vergebene Preis würdigt Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der außergerichtlichen Streitbeilegung. Ben Steinbrück erhielt die Auszeichnung für seine am Institut erstellte Dissertation „Die Unterstützung ausländischer Schiedsverfahren durch staatliche Gerichte“. Darin untersucht er das Kooperationsverhältnis zwischen der staatlichen Gerichtsbarkeit und ausländischen privaten Schiedsgerichten und zeigt auf, warum und in welchen Fällen grenzüberschreitende Unterstützungsmaßnahmen geboten sind. Neben dem deutschen Schiedsrecht werden auch die entsprechenden Regelungen des österreichischen, schweizerischen, englischen, französischen und US-amerikanischen Rechts beleuchtet. Aus dieser rechtsvergleichenden Perspektive gelangt er zu dem Ergebnis, dass die Eröffnung staatsgerichtlicher Unterstützungszuständigkeiten zugunsten ausländischer Schiedsverfahren ein grundsätzlich gelungenes Kooperationsangebot Deutschlands an die internationale Schiedsgerichtsbarkeit darstellt, das die schiedsfreundliche Grundausrichtung und damit die Modernität des deutschen Schiedsverfahrensrechts dokumentiert.

Die Deutsche Institution für Schiedsgerichtsbarkeit e.V. ist ein eingetragener Verein zur Förderung der deutschen und internationalen Schiedsgerichtsbarkeit mit etwa 1000 Mitgliedern aus dem In- und Ausland. Der Verein ist Herausgeber mehrerer Publikationen zur deutschen und internationalen Schiedsgerichtsbarkeit und veranstaltet regelmäßig Konferenzen zu schiedsgerichtlichen Themen sowie Seminare zur Aus- und Fortbildung für Juristen und andere interessierte Personen. Außerdem bietet die DIS ein administriertes Schiedsgerichtsverfahren nach der DIS-Schiedsgerichtsordnung an.

  • Geändert am: 13.09.2010
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