Andreas M. Fleckner erhält Otto-Hahn-Medaille
18.06.2009
Mit der Otto-Hahn-Medaille für den wissenschaftlichen Nachwuchs wurde Dr. Andreas M. Fleckner, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht, ausgezeichnet. Die von der Max-Planck-Gesellschaft ausgesprochene Ehrung erhält Andreas Fleckner für seine Dissertation zum Thema "Antike Kapitalvereinigungen“.Kapitalvereinigungen dienen der Finanzierung von Vorhaben, die wegen ihres Umfangs, ihrer Dauer oder ihres Risikos die finanzielle Leistungsfähigkeit einzelner Personen übersteigen. Die Dissertation skizziert eine epochenübergreifende Theorie der Kapitalvereinigung und untersucht, ob und in welcher Form in der Antike – als der ersten Epoche – Kapitalvereinigungen zur Finanzierung von Großunternehmen gebildet wurden. Ergebnis der Quellenanalyse ist, dass es im Altertum zwar Kapitalvereinigungen gegeben hat, aber die seit vielen Generationen vermuteten antiken Aktiengesellschaften ein moderner Mythos sind.
Die Otto-Hahn-Medaille für den wissenschaftlichen Nachwuchs ist mit einem Anerkennungsbetrag verbunden und soll Nachwuchswissenschaftler zu einer späteren Hochschul- oder Forscherkarriere motivieren. Die Auszeichnung wurde während der Jahreshauptversammlung der Max-Planck-Gesellschaft in Mainz verliehen.