Prof. Dr. Dr. Klaus J. Hopt wird Mitglied der Leopoldina
05.01.2009
Der Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. mult. Klaus J. Hopt, emeritierter Direktor am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht in Hamburg, wurde in die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina aufgenommen. Die Wahl in die Sektion „Kulturwissenschaften“ erfolgte auf Vorschlag namhafter Mitglieder der Akademie. Seit ihrer Ernennung zur Nationalen Akademie der Wissenschaften im Jahre 2008 zeigt sich die Leopoldina für die wissenschaftsbasierte Politikberatung in Deutschland verantwortlich. Die Mitgliedschaft in der Leopoldina stellt damit eine besondere Anerkennung der wissenschaftlichen Arbeit von Klaus J. Hopt dar.»Die Natur zu erforschen zum Wohle des Menschen.« Dies ist das Leitmotiv der Leopoldina seit ihrer Gründung im Jahre 1652. Noch bis in die 1990er Jahre hinein waren die Leopoldina - Mitglieder in die zwei Abteilungen Naturwissenschaften und Medizin aufgeteilt. Wissenschaftliche Entwicklungen und gesellschaftliche Veränderungen weltweit legten jedoch für die Akademie nahe, auch naturwissenschaftlich-medizinische Grenzgebiete einzubeziehen, die enge Beziehungen zu technischen, ökonomischen sowie zu verhaltensorientierten, sozialen und psychologischen Disziplinen aufweisen. Klaus J. Hopt wird die Akademie im Rahmen der Sektion „Kulturwissenschaften“ in diesen Grenzgebieten als international und interdisziplinär tätiger Rechtswissenschafter unterstützen.
Prof. Hopt gehört zu den bedeutendsten deutschen Unternehmens- und Kapitalmarktrechtlern. Klaus J. Hopt leitete 13 Jahre lang als einer von drei Direktoren das Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht in Hamburg. Zum 1. September 2008 wurde er emeritiert und erhielt eine Festschrift. Als Emeritus widmet sich Hopt weiterhin der rechtswissenschaftlichen Grundlagenforschung am Institut und seinen Ämtern im Senat der Max-Planck-Gesellschaft, der Alexander-von Humboldt-Stiftung und der Börsensachverständigenkommission beim Bundesfinanzministerium. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten zählen das deutsche und europäische Gesellschafts-, Kapitalmarkt-, Handels-, Bank- und Wirtschaftsrecht. Wegweisend sind seine Ausführungen zur Corporate Governance, zum Anlegerschutz oder zum Aktienrecht. Er ist Koautor des Baumbach/Hopt, Kommentar zum Handelsgesetzbuch, 33. Auflage 2008.
Über die Leopoldina
Die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina ist die älteste ununterbrochen existierende Gelehrtengesellschaft der Welt mit überwiegend naturwissenschaftlich-medizinischen Mitgliedern. Seit einer Strukturreform in den 1990er Jahren hat sie ihr Disziplinenspektrum erweitert und nimmt nun auch Mitglieder aus den Kultur-, den Technik-, den empirischen Geistes-, Sozial- und Verhaltenswissenschaften in ihre Reihen auf. Ende Oktober 2008 gehörten der Akademie 1.313 Mitglieder an, unter ihnen 33 Nobelpreisträger. Der Sektion Kulturwissenschaften gehören 21 Mitglieder an.
Als Nationale Akademie der Wissenschaften ist die Leopoldina für die wissenschaftsbasierte Beratung von Politik und Öffentlichkeit verantwortlich. Zur Erarbeitung von Stellungnahmen und Empfehlungen in wissenschaftlichen Fragen werden aus dem Kreis der Mitglieder der Leopoldina Ad-hoc-Kommissionen und Arbeitsgruppen eingesetzt. Ein weiterer Schwerpunkt der Aktivitäten der Leopoldina ist die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

